Formel 1

Marko: «Sebastian Vettel hat für uns keine Relevanz»

Von - 09.09.2019 15:27

Die Zukunft von Sebastian Vettel ist nach dem für ihn desaströsen Italien-GP ungewisser denn je, trotz Vertrags bis einschließlich 2020. Immer öfter wurde über eine Rückkehr zu Red Bull Racing spekuliert.

Doch der, der so etwas genau wissen müsste, wiegelt im Gespräch mit SPEEDWEEK.com ab. Helmut Marko, Red Bulls Motorsportchef, sagt unverblümt: «Ich habe keine Ahnung, was Vettels Zukunft angeht. Wir hatten einige wunderbare Jahre zusammen, aber wir haben unsere vier Piloten. Vettel hat für uns keine Relevanz.»

Hinter Red Bulls Juwel Max Verstappen scheinen sich die drei anderen aklimatisiert zu haben. Über den nach der Sommerpause zu Red Bull Racing beförderten Alex Albon sagt der Grazer: «Er fügt sich gut ein, gab ein starkes Debüt in Belgien und macht das, was wir von ihm erwarteten. Er war von der ersten Runde weg voll da.»

Zum Thai-Briten erklärt Marko noch ergänzend: «Seine Verpflichtung hatte rein gar nichts mit den thailändischen Miteigentümern des Unternehmens Red Bull zu tun. Die sprachen noch nie mit. Das ist allein Sache von uns.»

Zu dem abgestuften Pierre Gasly, der nun wieder zurück bei Toro Rosso ist, urteilt Marko: «Er muss Leistung zeigen. Er braucht Konstanz.»

Und dann gibt Marko zu: «Nach dem USA-Rennen werden wir evaluieren, wer wo 2020 fahren wird.»

Also im November vor den letzten beiden Saisonläufen. Und: Nico Hülkenberg, der bei Renault 2020 Esteban Ocon weichen muss, sei kein Kandidat.

Ferner lässt Marko durchblicken: Der japanische Red-Bull-Junior Tsunoda werde 2020 von der Formel 3 in die Formel 2 hinaufgezogen, während das künftige Betätigungsfeld des Esten Vips (derzeit auch F3) offen sei. Für die ersten Drei der F3 gäbe es die F1-Superlizenz, merkt Marko an.

Die können die beiden in Japan stationierten Red-Bull-Youngster Lucas Auer und Patricio O’Ward selbst mit Topleistungen in den letzten Rennen nicht erreichen. Marko: «Lucas hatte in Japan ein Aufflackern, aber seine Formel-Laufbahn scheint zu Ende zu gehen. Bei O’Ward lief es bisher nicht so, wie wir es uns vorstellten.»


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