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Formel 1Kolumne
Neue Regeln: Genial oder genial daneben?
Jahrelang stand sich die Formel 1 bei der Gesetzgebung selber im Weg, jetzt werden quasi über Nacht neue Regeln eingeführt. Das muss nicht unbedingt von Vorteil sein.
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Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Unvergessen: Gilles Villeneuve im Ferrari mit der Startnummer 27Unvergessen: Gilles Villeneuve im Ferrari mit der Startnummer 27Foto: LAT
Unvergessen: Gilles Villeneuve im Ferrari mit der Startnummer 27© LAT
Das Macht-Dreieck der Formel 1 war jahrelang wie gelähmt: Die FIA (mit den Präsidenten Max Mosley und heute Jean Todt), die FOM (als Rechtehalter am Sport, vertreten durch "Mr. Formula One" Bernie Ecclestone) und die Rennstallchefs – jeder von ihnen verfolgte die Formel-1-Gesetzgebung vorrangig mit eigennützigen Zielen. Das Ergebnis: Selbst gute Ideen wurden aufgrund der verkrusteten Gesetzfindungsstruktur abgewürgt.
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Nun ist alles anders. Die neue Strategiegruppe hat – ermächtigt vom FIA-Motorsport-Weltrat – wichtige Änderungen im Reglement beschlossen, die ohne weitere Überprüfung des Weltrats umgesetzt werden. Die Schwerpunkte lauten: Permanente Startnummern, doppelte Punktezahl beim WM-Finale, Kostendeckelung, Fünfsekunden-Strafe. Wie sinnvoll sind diese Änderungen? Permanente Startnummern: Gibt es nichts Wichtigeres?
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Was in der MotoGP längst gewohnt ist (Valentino Rossi ist seit Jahren mit der Startnummer 46 verheiratet), kommt jetzt also in die Formel 1: die fixe Startnummer. Auch in der US-amerikanischen NASCAR-Serie werden Nummern oft mit bestimmten Piloten in Verbindung gebracht (unvergessen: Dale Earnhardts Nummer 3). In der Formel 1 wurde Nigel Mansell zu Williams-Tagen oft im gleichen Atemzug mit seiner roten 5 genannt, und GP-Kenner identifizieren Gilles Villeneuve bis heute mit dem Ferrari und der Startnummer 27. Aber sind permanente Startnummern wirklich etwas, das die Formel 1 unbedingt braucht? In verschiedenen Formel-1-Foren äussert sich im Schnitt nur jeder Dritte Fan von dieser Idee angetan. Wen interessiert es, mit welcher Nummer Charles Pic herumrollt oder Max Chilton? Fixe Nummern als Identifikation, das wird nur bei den Stars funktionieren.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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SPEEDWEEK.com-Verdikt Eine ganz nette Idee, aber es gäbe im GP-Sport Wichtigeres zu lösen.
Doppelte Punktezahl beim Finale: Die Show verdrängt den Sport Der WM-Titel soll künftig möglichst erst beim Finale vergeben werden (Sebastian Vettel krönte sich dieses Jahr in Indien schon beim viertletzten Lauf), dank doppelter Punktezahl im letzten Saisonrennen. Das ist ein radikaler Schritt: Noch nie in 64 Jahren Formel 1 gabe es für ein bestimmtes Rennen mehr Punkte als für die anderen. Ist dieser künstliche Spannungsförderer wirklich notwendig?
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Fünf der acht vergangenen WM-Titel wurden erst im Finale entschieden – ist das nicht Spannung genug? Ein einzelnes Rennen kann die Arbeit einer ganzen Saison zunichte machen, ein mechanischer Defekt, ein Fahrfehler, das Missgeschick eines Nachzüglers, das alles wird nun doppelt bestraft. Ist das fair? SPEEDWEEK.com-Urteil Eine gefährliche Betonung des Show-Elements zulasten des Sports. Denn die Idee muss konsequent weitergedacht werden – was kommt als Nächstes? Doppelte Punkte in Monaco, weil dies das Rennen des Jahres ist? Doppelte Punkte für Monza, weil es sich um den ältesten Grand-Prix-Kurs handelt? Doppelte Punkte für einen Piloten beim Heimrennen? Dreifache Punkte in Abu Dhabi, weil die Scheichs es so wollen? Kostendeckelung: Wie soll das gehen? Die Formel 1 balanciert am Rande des Abgrunds: Finanziell sorgenfrei sind nur Red Bull Racing, Toro Rosso (als zweites Red-Bull-Team), Ferrari, McLaren und Mercedes, also fünf von elf Teams. Alle anderen Rennställe hängen am Tropf.
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Ein Budgetdeckel ist richtig, wenn der Sport auf die Länge überleben soll. Ab 2015 soll er gemäss der FIA greifen. Nun geht es darum, an welchem Punkt die Ausgaben begrenzt und wie die Gesetzestreue der Rennställe geprüft werden soll. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die heutigen Versuche zur Kosteneindämmung extrem schwierig umzusetzen sind. SPEEDWEEK.com-Urteil Eine Kostenobergrenze ist überfällig, der Knackpunkt wird sein, wie die Regel im Detail definiert und überwacht wird. Fünf-Sekunden-Strafe: Fragezeichen Umsetzung Bislang wurden selbst für geringe Vergehen im Rennen Durchfahrtsstrafen verhängt – ganz einfach deswegen, weil den Rennkommissaren kein geringeres Strafmass zur Verfügung stand. Je nach Rennstrecken-Design kostete eine Durchfahrtsstrafe den Fahrer zwischen 25 und 35 Sekunden. Nun wird die Fünf-Sekunden-Strafe eingeführt, die Frage ist nur, in welcher Form diese Strafe angewandt werden soll. Wird der Fahrer während des Rennens gezwungen, sich um fünf Sekunden zurückfallen zu lassen? Werden die fünf Sekunden automatisch auf die Gesamtzeit addiert? Welches wäre die beste Lösung, um die Fans nicht zu verwirren?
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SPEEDWEEK.com-Urteil Eine gute Sache, weil sie der Rennpolizei mehr Möglichkeiten schenkt, mit Fragezeichen bei der Umsetzung. Fazit: Hat die FIA eine Chance verpasst? Regeln schnell einführen, das macht nur dann Sinn, wenn die neuen Regeln auch wirklich etwas bringen. Kostendeckelung und mehr Spielraum für die Rennkommissare, das sind Schritte in die richtige Richtung. Aber mehr Punkte beim Finale und fixe Startnummern – das wird bei den Fans einen schalen Geschmack im Mund hinterlassen. Vor allem in Sachen Kostendeckel wird einigen Fans der Hut hochgehen: Für 2014 werden neue Antriebs-Einheiten eingeführt (V6-Turbomotor mit Mehrfach-Energierückgewinnung), die gemäss Aussagen eines Motorenherstellers mehr als 150 Mio Euro Entwicklung kosten, und ein Jahr später werden die Kosten gedeckelt, sehr sinnvoll.
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Viele Formel-1-Kenner stellen sich unweigerlich die Frage: Pardon, hätte es nichts Wichtigeres zu lösen gegeben? Mindestanforderungen in Sachen Infrastruktur einer Strecke (mehr und saubere Toiletten, weniger hohe Preise für Essen und Trinken), den Fan stärker einbinden (etwa mit tragbaren Bild- und Tonträgern), erschwingliche Eintrittskarten, professioneller Umgang mit Fan-Artikeln statt moderner Piraterie – das sind Punkte, die den Fans am Herzen liegen. Und die sind wichtiger als die Frage, ob Fernando Alonso nun mit der 5 oder mit der 55 herumfährt.
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