Formel 1

Senna, Ratzenberger und Österreichs Flagge

Von - 30.04.2014 13:21

Ayrton Senna wollte nach dem Imola-GP die österreichische Flagge schwenken – im Gedenken an Roland Ratzenberger, der im Qualifying verstorben war. Aber dazu sollte es nicht kommen.

Als das Wrack von Ayrton Senna zurück an der Box war, wurde im Cockpit eine österreichische Flagge gefunden. Der Brasilianer wollte nach dem Imola-GP seinen toten Rennfahrerkollegen Roland Ratzenberger ehren. Es war nicht unüblich, dass Senna eine Flagge mit an Bord hatte, üblicherweise zeigte er zum Stolz seiner Landsleute die brasilianische. Modellbauer haben später nachgestellt, wie Senna die Flagge zu Ehren Ratzenbergers zeigt. Leider kam es im richtigen Leben nie dazu.

Für viele im Formel-1-Tross ist der Tod von Senna unzertrennlich mit dem Verlust von Roland Ratzenberger verbunden. Auch für den Briten Johnny Herbert, Ex-Formel-1-Fahrer und damals mit dem Österreicher gut befreundet.

«Es ist klar, dass sich in diesen Tagen fast alles um Ayrton dreht», sagt der Engländer. «Aber ich bin nicht der Einzige, der seine eigene Formulierung hat, wenn es ums Imola-Wochenende geht. Ich sage nie: Das Wochenende, an dem Ayrton starb. Ich sage immer: Das Wochenende, an dem Roland und Ayrton ums Leben kamen. Ich werde nie vergessen, was 1994 geschehen ist, und ich will nicht, dass die Menschen Roland und Ayrton vergessen.»

Herbert fügt hinzu, was viele über Roland Ratzenberger sagen, wenn sie auf den Österreicher angesprochen werden, vielleicht mit geringfügig anderen Worten: «Ein Kerl zum Pferdestehlen, ein harter Arbeiter, aber immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Einer, der sich von ganz unten bis ganz nach oben gearbeitet hat. Es wurde ihm nichts geschenkt. In England wurden wir erstmals auf ihn aufmerksam, als er scheinbar aus dem Nichts das prestigeträchtige Formel-Ford-Festival gewonnen hat.»

«Später verlief seine Karriere etwas auf Umwegen Richtung Formel 1, beispielsweise in Form seiner Jahre in Japan. Seine Leistungen und seine Arbeitseinstellung waren immer ohne Fehl und Tadel. Ein Mann von goldenem Charakter, mit entwaffnendem Humor. Mit ihm gab es immer etwas zu kichern. Er hatte so viel Talent, leider haben wir das Beste von ihm in der Formel 1 nie sehen dürfen. Die Erinnerungen von damals sind bis heute intensiv und schmerzhaft.»

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
Einen Moment, den wir leider nie erleben durfen © racingdioramics.us Einen Moment, den wir leider nie erleben durfen Johnny Herbert © LAT Johnny Herbert
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

Formel 1

F1 2019 Melbourne - Strategie Analyse mit James Vowles

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Günther Wiesinger

Ducati-Flügel: Was sagt Alfa Romeo-F1-Aerodynamiker?

Der englische Formel-1-Aerodynamiker Ali Rowland-Rouse hat keinen Zweifel: Der Ducati-Flügel erzeugt Downforce. Kalex-Designer Alex Baumgärtel sagt: «Jedes Bauteil an einem Motorrad hat einen aerodynamischen Einfluss.»

» weiterlesen

 

tv programm

car port

Mi. 27.03., 01:45, Hamburg 1


Super Karpata 2018, Highlights

Mi. 27.03., 02:15, ORF Sport+


Tuning - Tiefer geht's nicht!

Mi. 27.03., 02:45, Motorvision TV


Motorsport - Porsche GT Magazin

Mi. 27.03., 03:00, SPORT1+


High Octane

Mi. 27.03., 05:10, Motorvision TV


Café Puls mit PULS 4 News

Mi. 27.03., 05:30, Puls 4


car port

Mi. 27.03., 05:30, Hamburg 1


Truck World

Mi. 27.03., 05:40, Motorvision TV


Café Puls mit PULS 4 News

Mi. 27.03., 06:00, Pro Sieben


Café Puls mit PULS 4 News

Mi. 27.03., 06:00, Sat.1


Zum TV Programm
47