André Lotterer im Caterham: «Ich bin nicht verrückt»
Was der Duisburger über das späte Grand-Prix-Debüt mit 32 Jahren zu sagen hat und wieso er an diesem Wochenende einen zwölf Jahre alten Formel-1-Rekord knackt.
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Seine ersten Meter für Caterham legte André Lotterer zu Fuss zurück: Der 32-Jährige machte sich am Donnerstagmorgen zusammen mit den Caterham-Ingenieuren sowie mit seinem neuen schwedischen Stallgefährten Marcus Ericsson auf die Pistenbesichtigung. Was nur wenig wissen: Der in Duisburg (Deutschland) geborene, aber in der belgischen GP-Stadt Nivelles aufgewachsene André (deutscher Pass, belgische Rennlizenz) wird morgen einen zwölf Jahre alten Formel-1-Rekord brechen – jenen für den längesten Formel-1-Winterschlaf eines Fahrers.
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Jan Lammers versuchte 1982 in Frankreich vergeblich, die Theodore-Kiste zu qualifizieren, danach fand der kleine Holländer kein Formel-1-Cockpit mehr – bis ihn March 1992 nach Japan bestellte. Diese zehn Jahre übertrumpft Lotterer locker: sein letzter Formel-1-Einsatz, bei Jaguar und ebenfalls in Grün, fand 2002 statt ... André über sein Debüt: "Die Gelegenheit ergab sich völlig unerwartet, aber ich konnte einfach nicht nein sagen."
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André weiter: "Durch diesen Einsatz ist Audi auf mich aufmerksam geworden und hat mich ins Werksteam geholt. Ich verdanke Kolles sehr viel."
Natürlich hätte Lotterer nicht erwartet, noch einen Fuss in die Formel-1-Tür zu bringen: "Ganz ehrlich – ich habe nicht mehr an den GP-Sport gedacht. Der Anruf von Colin kam aus heiterem Himmel." Lotterer ist Profi genug, vor seiner Aufgabe Respekt zu haben, er ist aber erfolgreich und schnell genug, um festzuhalten: "Auch ein Formel 1 ist nur ein Rennauto. Ich habe als Jaguar-Reservist damals gut 15 Tage lang getestet. Bei den Super-Formula-Rennern in Japan liege ich derzeit auf dem zweiten Tabellenrang, und diese Autos sind vom Speed her durchaus auf dem Niveau des Caterham."
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Hat Lotterer keine Angst zu versagen? André gegenüber den Kollegen der "Dernère Heure": "Ich sass am Montag in Leafield im Simulator, und das ging eigentlich ganz ordentlich. Wenn ich Letzter sein werde, wird sich keiner über mich lustig machen. Ich will einfach mein Bestes geben und das Wochenende auch geniessen können. Wir haben ein runderneuertes Auto – andere Nase, andere Motorhaube, neuer Heckflügel, verbesserte Seitenkästen, neuer Unterboden, alles ist anders. Unser Ziel: Marussia im Kampf um Rang 10 in der WM abfangen. Aber der Einsatz hier bedeutet nun nicht, dass ich von der Formel 1 zu träumen beginne – ich werde Audi nicht verlassen. Ich bin doch nicht verrückt."
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