Der Marussia-Rennstall und der Engländer Max Chilton haben im Rahmen des Belgien-GP gezeigt, wie man eine Krisensituation noch schlimmer macht. Fortsetzung folgt vielleicht in Monza.
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Da kannten sich nicht einmal mehr die britischen Kollegen aus: Vor dem Belgien-GP in Spa-Francorchamps hiess es, Max Chilton räume seinen Platz, an seiner Stelle fahre Marussia-Ersatzmann Alexander Rossi aus den USA. Das Team ging auf die genauen Gründe für die Auswechslung Chiltons nicht ein und liess lediglich verlauten, es gebe "vertragliche Probleme". Alle weiteren Anfragen wurden von Teamchef John Booth und Sportdirektor Graeme Lowdon abgewürgt: "Es wäre unangemessen, in Details zu gehen."
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Chiltons Management von "Sports PR" selber meldete sich eine gute halbe Stunde nach Marussia zu Wort: "Max Chilton hat freiwillig auf sein Renncockpit verzichtet, um dem Team die Möglichkeit zu schenken, diesen Platz für dringend notwendige Unterstützung zu verkaufen." Rossi fuhr in Belgien das erste Training, dann wurde der junge US-Amerikaner aus dem Wagen hinaus komplimentiert – Max Chilton stieg wieder ein.
Tenor im Fahrerlager: Aha, da hat jemand seine Sponsorenraten doch noch bezahlt.
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Das brachte den jungen Racer auf die Palmer. Er stürzte sich in einen so wirren Erklärungsversuch, dass selbst Berichterstatter mit englischer Muttersprache nur verständnislos den Kopf schütteln konnten. Chilton: "In den vergangenen 24 Stunden ist viel passiert. Es kursieren jede Menge Gerüchte, die nicht stimmen, hinter den Kulissen ist da mehr. Ich kann nicht weiter darauf eingehen, aber es handelt sich nicht darum, was alle Leute denken. Ich bin nun zweieinhalb Jahre beim Team, aber das ist keine Situation, die ein Fahrer kommentieren sollte. Das ist Team-Angelegenheit, und die hat sich über Nacht geändert. Aber es ist nicht so, wie alle Leute denken."
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Ein Informant von SPEEDWEEK.com sagt uns: "So viel ich weiss, hat der Vater von Chilton auf höchster Ebene interveniert, also bei Teambesitzer Andrej Cheglakov. Der denkt jedoch daran, das Team zu verkaufen, was Verhandlungen zwischen der Familie Chilton und Marussia erschwert. Durchaus möglich, dass in diesem Vertrags-Schach eine Pattsituation erreicht worden war – die Chiltons wollten so lange nicht mehr zahlen, bis die Situation 2015 geklärt ist, und Marussia wollte Chilton nicht fahren lassen ohne die entsprechende Ratenzahlung. Das Thema wird uns noch etwas begleiten, auch in Monza."
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