Formel 1

Sergio Pérez: «Das schlechteste Auto meiner Karriere»

Von - 19.09.2015 12:00

Force India-Pilot Sergio Pérez findet klare Worte, wenn es um seinen Formel-1-Renner von 2013 geht. Der Mexikaner erinnert sich: «Das war zweifelsohne eines der schlechtesten Rennautos meiner bisherigen Karriere.»

2013 wird Sergio Pérez nicht so schnell vergessen. Denn in diesem Jahr gab der Formel-1-Pilot aus Südamerika sein Debüt in den Farben von McLaren. Es sollte bei dieser einen Saison bleiben, die kühlen Briten und der leidenschaftliche Mexikaner fanden nie richtig zueinander, deshalb kehrte der 86-fache GP-Pilot dem Rennstall aus Woking auch nach nur einem Jahr den Rücken und zog samt seinen Geldgebern zum Force India-Team, für das er seither Gas gibt.

Der heute 25-Jährige bezeichnet die Situation seines ehemaligen Brötchengebers im Gespräch mit den Moderatoren des spanischen TV-Senders Movistar trotzdem als traurig: «Es ist schwer zu sagen, was derzeit im Team passiert, aber es ist natürlich traurig, dass ein so grossartiges Team in dieser Lage steckt.»

Pérez erklärt: «Da läuft etwas ziemlich schief und es bedarf wohl einiger drastischer Änderungen, damit sich die Situation spürbar verbessert. Ich glaube, das Auto und der Honda-Motor sind wirklich schlecht, denn es besteht kein Zweifel an den Fähigkeiten der beiden Piloten Fernando Alonso und Jenson Button.»

Dennoch findet Pérez klare Worte, wenn er sich an sein einziges McLaren-Jahr erinnert: «Es war ein Desaster. Das Auto war sehr unberechenbar. In jeder Kurve konnte man nicht einmal erahnen, wie es sich verhalten würde. Es war zweifelsohne eines der schlechtesten Rennautos meiner bisherigen Karriere.»

Der Gesamtzehnte der Formel-1-WM 2014 wundert sich noch heute: «Sie hatten im Vorjahr ein gutes Auto, änderten aber alles. Der Ehrgeiz ist ihnen etwas zu Kopf gestiegen. Beim vierten Rennen wurde dann schon wieder darüber diskutiert, auf das alte Chassis zurückzugreifen, weil die Daten nahelegten, dass wir nicht in der Lage sein würden, Rennen zu gewinnen.»

Und Pérez kritisiert: «Schon im Qualifying konnten wir nichts reissen, die dachten aber immer noch, dass wir Rennsiege einfahren könnten. Bescheidenheit war damals ein Fremdwort bei McLaren.»

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