Formel E

Nico Rosberg: «Formel E viel mehr als nur Motorsport»

Von - 18.05.2018 16:26

Bei der Formel E in Berlin gehört Nico Rosberg zu den prominenten Ehrengästen. Der Ex-Formel-1-Weltmeister, der auch als Investor der Serie aktiv ist, saß am Freitag im neuen Boliden.

Im Interview spricht Rosberg über die Hintergründe seines Engagements und über die Perspektiven der Formel E.

Sie saßen heute seit längerer Zeit mal wieder am Steuer eines Rennfahrzeugs. War das Motorsport-Gefühl sofort wieder da? Ist Motorsport überhaupt der richtige Begriff für die Formel E – was meinen Sie?

Die Formel E fällt für mich definitiv unter die Kategorie Motorsport. Das Fahrzeug ist auch ein echter Rennwagen. Absolut! Aber die Formel E ist eben nicht nur Motorsport – da ist viel mehr als nur Motorsport.

Die Formel E ist selbst für die erfahrensten Piloten eine Herausforderung. Was denken Sie, auf welcher Position würden wir Sie am Samstag vor dem Rennen in der Startaufstellung antreffen?

In der Serie haben wir megastarke Fahrer. Ich könnte mich da nicht reinsetzen und sofort vorne dabei sein. Unmöglich. Das Level ist enorm hoch und da bräuchte ich schon etwas Zeit, um mich einzufinden.

Die großen Automobil-Hersteller werden immer aktiver in der Formel E. Was wird sich dadurch Ihrer Meinung nach verändern?

Das wird der Serie noch mehr Schub verleihen und den Trend weiter verstärken. BMW, Audi, Porsche, Mercedes – die bringen alle immer mehr Hersteller- Support ein. Das wird gigantisch! Ich weiß gar nicht, ob es im Racing-Bereich schon einmal etwas Vergleichbares gegeben hat. Dass die vier großen deutschen Premium- Marken in einem Format gegeneinander antreten – das ist sensationell!

Sehen Sie das wachsende Engagement der Hersteller auch kritisch oder überwiegen für Sie die positiven Effekte?

Ich sehe das als große Chance. Man muss sich natürlich auch langfristig Gedanken machen, wohin die Reise gehen soll. Dessen ist sich Alejandro Agag auch durchaus bewusst – wir haben uns darüber auch schon unterhalten.

Formel-E-Chef Alejandro Agag hat vor kurzem verraten, dass das neue Formel-E- Rennformat vom Videospiel Mario Kart inspiriert ist. Es soll vor allem die jüngere Generation umhauen, meinte Agag. Eine gute Idee? Was meinen Sie?

Das ist meiner Meinung nach genau der richtige Ansatz. Die Formel 1 erreicht die junge Zielgruppe gar nicht mehr in dem Umfang. Die jungen Leute sind eher durch Spiele zu begeistern. Von daher hat Alejandro absolut recht, wenn er die Formel E hier anders positioniert. In dem Bereich kann man richtig kreativ sein und die Jugend besser abholen, wenn man sich etwas Gutes einfallen lässt.

Sie sind als Investor der Formel E aktiv. Wie sieht ihre Anlagestrategie aus?

Meine Strategie ist ganz einfach: Ich bin voll überzeugt von der E- Mobilität und den damit verbundenen Möglichkeiten. E-Mobilität ist eine riesige Chance für unsere Welt, in Richtung Nachhaltigkeit zu gehen. Wir erleben gerade eine extrem faszinierende Zeit. Im Bereich der Mobilität gab es so etwas vorher noch nie. Das Potenzial ist enorm und daher bin ich auch so überzeugt von der Formel E – sie ist das Epizentrum, um diese neue Technologie zu zeigen.

Sie sind auch ein großer Fußball-Fan: Was ist Ihr Tipp für das Pokal-Finale an diesem Wochenende? Und für die bevorstehende WM?

Der FC Bayern wird das Pokalfinale schon gewinnen. Mein Tipp: Drei zu Eins. Was die WM angeht, wird es spannend. Ich habe mir das deutsche Aufgebot angeschaut und muss sagen, dass wir wieder eine starke Mannschaft haben. Das ist ein Top-Level verbunden mit Kontinuität. Die Chancen sind sehr gut. Ich hoffe, dass wir Manuel Neuer noch im Tor erleben werden – natürlich nur, wenn es Sinn macht und er in entsprechender Form spielen kann. Um Weltmeister zu werden, gehört natürlich auch etwas Glück dazu. Ich drücke dem deutschen Team auf jeden Fall die Daumen. Vielleicht kann ich auch mal vor Ort ein Spiel verfolgen.

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