Formel E

BMW in der Formel E: Drei Erkenntnisse aus Chile

Von - 05.02.2019 09:00

Das BMW-Team bestreitet seine erste Saison in der Formel E. An jedem Rennwochenende sammeln die Ingenieure neue Erkenntnisse, die sie in die Weiterentwicklung des BMW iFE.18 und die Renn-Vorbereitung einfließen lassen.

In der neuen Serie «Drei Dinge, die wir gelernt haben» präsentieren wir nach jedem Saisonrennen drei dieser Erkenntnisse für BMW i Andretti Motorsport. Den Anfang macht der Santiago E-Prix.

1. Chancenlos in Qualifying-Gruppe 1.

António Félix da Costa, Sieger beim Saisonauftakt in Ad Diriyah, ging in Santiago in der ersten von vier Qualifying-Gruppen an den Start – und war damit chancenlos. Die Streckenbedingungen waren zu diesem Zeitpunkt so schwierig, dass keinem Fahrer aus Gruppe 1 eine bessere Platzierung als Rang 13 gelang.

Ab Gruppe 2, in der Alexander Sims (GBR) antrat, ließen die Bedingungen schnellere Rundenzeiten zu. Sims fuhr in den ersten beiden Sektoren auf dem Niveau von Sebastien Buemi, der die Bestzeit in Gruppe 2 erzielte. Erst im dritten Sektor bildete sich ein größerer Zeitabstand. Sims wurde am Ende Neunter. Die Gruppen-Einteilung für das Qualifying ergibt sich aus dem Stand der Fahrerwertung und sorgt dafür, dass die aktuell bestplatzierten Fahrer die schwierigsten Bedingungen haben. Dadurch soll zusätzlich Spannung für das Rennen erzeugt werden.

2. Hitze als entscheidender Faktor.

In Chile waren die Teams bei extrem heißen Bedingungen unterwegs. Im Rennen lag die Lufttemperatur fast bei 40 Grad Celsius. Damit rückte die Temperatur der Batterie in den Fokus. Dank einer guten Energie-Management-Strategie gelang es BMW i Andretti Motorsport, die Temperaturlimits der Gen2-Batterie einzuhalten. Im Gegensatz zu üblichen Formel-E-Rennen, bei denen die Energie der limitierende Faktor ist, war es in der Hitze von Santiago die Batterietemperatur.

3. Präzision ist gefragt.

Eine besondere Herausforderung für die Teams ist es in Saison 5, die reglementbedingten Limits in unterschiedlichsten Bereichen des Fahrzeugs – zum Beispiel beim Energieverbrauch, beim Batterie-Ladezustand, bei den Bremstemperaturen oder beim Reifendruck – einzuhalten. Dadurch ist sowohl von Ingenieuren als auch von Fahrern Präzisionsarbeit gefragt, da Verstöße oder kleinste Abweichungen konsequent mit Strafen geahndet werden.


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