Formel E

Mark Webber warnt: Porsche hat kein «Warm up»

Von - 05.02.2019 12:00

Porsche steigt in Saison 6 in die Formel E ein. Der frühere Formel-1-Fahrer Mark Webber weiß, welche Herausforderung auf den Autobauer wartet. Er bietet seine Unterstützung an.

Als Markenbotschafter ist man zwar nicht mehr unbedingt ganz nah dran, doch Mark Webber weiß, dass der Einstieg in die Formel E kein Selbstläufer wird. Der Autobauer mischt ab der Saison 6 mit, also ab Dezember 2019.

Webber im Interview mit SPEEDWEEK.com: «Obwohl es viele Einheitsteile in der Elektroserie gibt, ist auch sehr viel Technologie enthalten. Daher meine ich, das ist die komplexeste Art von Motorsport, die Porsche seit Langem angegangen ist. Es ist eine Herausforderung, die optimale Leistung bei maximaler Effizienz abzurufen, deswegen sind so viele Hersteller in der Formel E involviert bzw. gehen noch hinein. Das Feld ist schon jetzt höchst ausgeglichen.»

Seit Oktober befindet sich der Antriebsstrang im Testbetrieb. Im März sollen die ersten Testfahrten steigen, 15 Testtage stehen Porsche zur Verfügung. «Bislang sind wir glücklich. Wir haben früh angefangen, und ich denke, dass wir in die richtige Richtung arbeiten», sagte Porsche-Motorsportchef Fritz Enzinger.

Die deutsche Konkurrenz von BMW, Audi oder Mercedes nutzt(e) auch die Hilfe von Teams wie Andretti, Abt oder HWA, um den Einstieg vorzubereiten. «Warm up», wie Webber das nennt. Porsche hat diesen Vorlauf in dieser Form nicht.

«BMW ist derzeit vorn dabei, nützt das vergangene Lernjahr mit Andretti optimal. Ich will das nicht als Ausrede hernehmen, aber wir haben kein „Warm-up“ und stürzen uns voll hinein. Wir müssen Geduld haben, aber wir sind sehr ehrgeizig!», so der Australier.
Wo viele Hersteller mitmischen, es aber nur einen Sieger geben kann, kann es schnell zu Frust kommen, wenn der Erfolg dauerhaft ausbleibt. Webber weiß das und warnt: «Porsche muss sofort sicherstellen, nicht in diese Position zu kommen!»

Neel Jani wurde bereits vor einigen Wochen als erster Fahrer bestätigt. Webber wird bei den Tests nicht im Cockpit sitzen, aber seine Erfahrung mit einbringen.

«Das machen die Stammfahrer (bisher ist nur Neel Jani bestätigt, Anm.), die brauchen jeden Kilometer Erfahrung. Aber ich werde oft dabei sein und mich einbringen, wenn es gewünscht wird.»


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