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Wickens: «Team-Unterstützung bedeutet alles für mich»

Von - 30.01.2019 11:17

Robert Wickens durchlebt die härteste Phase seines Lebens. Bei seiner Reha helfen ihm die Fans und Follower, aber auch sein IndyCar-Team.

Für Robert Wickens war es ein ganz besonderer Moment. Berührend. Es war das erste Mal seit dem verhängnisvollen Tag seines Horrorcrashs, dass der Kanadier mal wieder ein Rennauto aus nächster Nähe sah.

Der Kanadier sitzt seitdem im Rollstuhl, kämpft um seine Genesung. «Ich würde am liebsten ins Auto springen um zu sehen, ob ich das Gaspedal drücken kann oder nicht», sagte der IndyCar-Pilot bei der Enthüllung der Boliden seines Teams Arrow Schmidt Peterson Motorsports.

Ganz wichtig: Seines Teams. Denn das ist es immer noch, das haben die Verantwortlichen unmittelbar nach dem Crash des 29-Jährigen unmissverständlich betont. Und das zeigten sie auch dadurch, dass Wickens bei der Enthüllung der Autos dabei war. Direkt neben dem Auto, das immer noch seinen Namen trägt. Und auf ihn wartet.

Denn dass Schmidt Peterson ihm den Platz freihält, betonten sie auch bei der Enthüllung. Auch wenn Wickens weiß, dass er seinen Sitz nicht in den kommenden Monaten einnehmen wird. Denn die Liste seiner Verletzungen durch den Crash im vergangenen August ist lang: Fraktur der Brustwirbelsäule, Verletzung des Rückenmarks, Fraktur im Halswirbelbereich, Schien- und Wadenbeinfraktur in beiden Beinen, Frakturen in beiden Händen, Fraktur des rechten Unterarmes, Fraktur des Ellenbogens, vier gebrochene Rippen und eine Lungenquetschung.

Seine Verletzungen an der Wirbelsäule sind schwerwiegend, zwingen ihn in den Rollstuhl. Heißt: Der 29-Jährige kämpft den schwersten Kampf seines Lebens, er gibt aber nicht auf. Denn: Unheilbar ist die Verletzung nicht. Im Gegenteil: Er ist optimistisch, dass er eines Tages wieder gehen kann. «Es gibt also Hoffnung, dass ich innerhalb von 24 Monaten genug Bewegung zurückgewinne, dass ich wieder laufen kann. Die Zeichen sind vielversprechend», erklärte er vor einigen Monaten.

«Die Unterstützung durch das Team bedeutet alles für mich. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, dass ich im vergangenen Jahr für sie fahren konnte und bin noch dankbarer, dass ich es auch in der Zukunft irgendwann kann», sagte Wickens: «Ich bin glücklich, dass das Auto hier steht das zeigt, dass sie sich zu mir bekennen.»

Die erste Saison habe ihm viel Spaß bereitet, sagte er. 10 Top 10 Ergebnisse plsu vier Podiumsplätze sprechen für sich. Dass er durch den Crash drei Rennen verpasste, war für den Titel «Rookie of the Year» - den sicherte er sich souverän.

«In die Serie zu kommen, war wie frische Luft einzuatmen. Es war eine großartige Zeit», so Wickens. Bis zum Unfall.

Doch der Kanadier beißt sich durch, nimmt sein Schicksal an. Und lässt seine Follower in den sozialen Medien daran teilhaben.

«Die Reha ist hart. Das Härteste, das ich in meinem Leben gemacht habe», sagte er. Und da viele gar nicht wissen, was diese Verletzung bedeutet, wie die Reha aussieht, entschied er gemeinsam mit seiner Verlobten Karli Woods, den Fans Einblicke zu gewähren. «Hoffentlich ziehen Leute, die dasselbe durchmachen, Inspiration daraus. Es ist nicht einfach, und es ist auch noch ein weiter Weg. Aber die Unterstützung durch die Fans ist phänomenal. Wenn ich mich schlecht fühle, ziehen mich die Leute wieder ins Gym. Es hilft sehr.»


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Robert Wickens bei der Enthüllung der Boliden © IndyCar Robert Wickens bei der Enthüllung der Boliden
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