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MGM Racing: Moser-IDM-Comeback und Weihe-Aufstieg

Von - 21.12.2018 09:02

Marc Moser will es noch mal wissen und dockt im Yamaha-Team von Michael Galinksi an. Suzuki-Cup-Sieger Maximilian Weihe wagt ebenfalls den Sprung in die IDM Superbike. Sander Kroeze wieder IDM Supersport.

In der kommenden Saison wird das Team MGM Racing um Michael Galinski in allen Solo-Klassen der IDM vertreten sein, denn neben der technischen Betreuung für sämtliche Yamaha Teilnehmer und speziell der Unterstützung der Yamaha R3 blU cRU Challenge im Rahmen der Supersport 300 sowie des Twin Cups, treten 2019 drei Fahrer unter dem MGM Racing-Banner in der Superbike und der Supersport 600 Klasse an.



Marc Moser hat wieder Freude am Fahren

Eine motorsportliche Auszeit hatte Marc Moser nach Jahren in der FIM-Superstock-1000-EM im Jahr 2018 genommen. Doch die Lust am Sport und an Motorrädern ist wieder erwacht und der Plan, wieder auf die Rennstrecke zurückzukehren, steht. Die IDM Superbike mit einer Yamaha aus dem Team MGM ist nun ausgemachte Sache.

«Ich freue mich extrem, dass ich im nächsten Jahr wieder Motorrad fahren darf und das sogar in einem sehr angesehenen Team aus Deutschland», beschreibt Moser seine aktuelle Gefühlslage. «Die IDM hatte ich niemals abgeschrieben, es war immer eine tolle Serie und sie ist im kommenden Jahr wieder super stark, also denke ich, dass es auch nicht leicht wird.» Erster Konkurrent ist oftmals der eigenen Teamkollege. Im Fall von Moser der ehemalige Teamkollege Ilya Mikhalchik, der sich 2018 zum IDM Superbike-Meister krönte. Die beiden waren schon gemeinsam in der Superstock-EM unterwegs, Moser weiß also, was ihn erwartet.

«Es gilt natürlich Ilya Mikhalchik zu schlagen», ist sich Moser bewusst. «Aber ich denke, die Top 5 sollten mein Ziel sein und das ist auch realistisch. Ich bin das Motorrad zwar noch nie gefahren und habe auch ein Jahr Pause eingelegt, aber ich habe bei den privaten Fahrten, die ich absolviert habe, bewiesen, dass ich immer noch schnell bin. Daher mache ich mir da keine großen Sorgen. Ich denke, das wird sehr gut. Ich freue mich auf jeden Fall auf den ersten Test.»

Suzuki-Cup Sieger Weihe steigt auf

Daneben steigt Maximilian Weihe in die Superbike-Klasse auf, nachdem er in der vergangenen Saison den Suzuki GSX-R Cup dominierte und auch im Jahr zuvor innerhalb der Top 3 der Klasse lag.

«Meine Erwartungen für 2019 in der IDM sind ganz klar die konstante persönliche Entwicklung», beschreibt der 27-Jährige seine Ziele. «Ich möchte den Rückstand zum vorderen Fahrerfeld verringern, sowie generell eine erfolgreiche Saison zusammen mit MGM Racing haben.»

In der Familie Weihe ist man kein unbeschriebenes Blatt in Sachen Motorsport. Papa Mark und Bruder Marcel waren ebenfalls schon in der IDM am Start. Maximilian hatte eine längere Rennsport-Pause eingelegt und arbeitet derzeit noch an seiner Thesis für den Master im Bereich Betriebswirtschaftslehre. «Es ist schwierig, konkrete Ziele zu nennen», hält sich Weihe bedeckt, «da es doch Neuland für mich ist, zusammen mit einem so professionellen Team zu arbeiten. Hierauf freue ich mich allerdings ganz besonders, da meine Hauptkonzentration ganz allein auf das Fahren gelegt werden kann. Ich möchte Spaß haben und das Beste draus machen.»

Viele Schauplätze

Dazu setzt MGM Racing weiterhin auf Sander Kroeze. Der junge Niederländer lieferte in diesem Jahr ein beeindruckendes Supersport-600-Debüt ab und eroberte mit vier starken Podestplätzen den fünften Rang der Gesamtwertung. 2019 will Kroeze noch etwas höher hinaus.



«Ich freue mich, dass MGM Racing eine so tolle Truppe an den Start schieben kann», versicherte der Teambesitzer. «Sander Kroeze hat in diesem Jahr bewiesen, dass er mit seinen 16 Jahren schon reif fürs Podium ist und wir wollen mit ihm natürlich versuchen, um die Krone in der Supersport 600 der IDM zu kämpfen. Mit Marc Moser haben wir einen Fahrer, der glaubhaft versichert hat, dass er wieder Spaß daran hat und unbedingt in der Superbike antreten will. Wir versprechen uns schon Einiges von ihm und haben Spaß. Das passt auch menschlich. Gleiches gilt für Maximilian Weihe, der den Suzuki-Cup in diesem Jahr souverän gewonnen hat. Der ist heiß, macht Spaß und insgesamt ist es eine super Truppe.»

Auch sonst kommt bei Galinski nach einer mühsamen IDM Saison 2018 mit Fahrerwechseln und sparsamer Unterstützung keine Langeweile auf. Hersteller Yamaha wird sich nach einem Jahr der Neuorientierung wieder mehr im Sport engagieren. «Ich werde an den IDM-Rennwochenenden für Yamaha im Dienste sein», beschreibt Galinksi seinen neuen Job, «das heißt, dass ich mich um den Nachwuchs kümmern werde, wo sicher Einiges zu tun ist. Ich freue mich auf die Aufgabe, jungen Talenten die Linie zu zeigen und mit Rat und Tat in Sachen Technik zur Seite zu stehen. Aber auch für alle anderen Yamaha-Fahrer ist unser LKW im Fahrerlager offen und wir werden versuchen, die komplette Yamaha-Familie an den Rennwochenenden nach vorne zu bringen.»

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