IDM Superbike

Roman Raschle: «Man darf die Gänge nicht reinknallen»

Von - 02.09.2017 11:51

Die IDM-Superbike-Pilotin vom Team Kawasaki Schnock Motorex landete beim Lausitzring-Rennen auf dem Hosenboden. Techniker Roman Raschle erklärt, wie sich solche Stürze vermeiden lassen.

Beim zweiten IDM-Lauf auf dem Lausitzring hatte es gleich nach den ersten Metern gerappelt. Lucy Glöckner vom Team Kawasaki Schnock Motorex hatte sich mit ihrer Schaltung verwurschtelt und war abgeflogen. Wegen der durch den Sturz hervorgerufenen Atemnot ging es ins Medical Center. Aber es wurde nichts Gröberes festgestellt und kurze Zeit später war die IDM-Pilotin zurück im Fahrerlager.

Inzwischen hat sie beim nächsten IDM-Event in der Motorsportarena in Oschersleben schon die ersten Trainingsrunden abgespult und Techniker Roman Raschle erklärt, wie es zu dem Schaltproblem kam, das eigentlich keines ist.

«Das ist einfach», so der Schweizer, «das Problem kam im Vorjahr auch schon bei Jonathan Rea auf. Dass man nämlich zwischen den Gängen landet. Es gibt viele Kurven, die wir im ersten Gang fahren müssen. Und zwischen dem ersten und dem zweiten Gang liegt eben die Neutral-Position.»

«Es würde kein Problem geben, wenn der Fahrer normal schaltet und die Gänge nicht so reinknallt», erklärt Raschle, der selbst viele Jahre in der IDM Supersport erfolgreich war. «Es gibt dann eins, wenn man nicht sauber schaltet. Schaltet man vom zweiten in den ersten, muss man den Fuß ja hochziehen. Ergonomisch ist das in der Kurve einfach nicht so toll. Roman Stamm zum Beispiel oder auch ich schalten auf dem Rennmotorrad genau wie auf einem Straßen-Bike. Also der erste Gang runter und dann hoch in den Zweiten. Wenn man so schaltet, gab es im Rennen noch nie Probleme. Andersrum schon.»

«Wir fahren in der IDM ja mit einem Seriengetriebe», erklärt Raschle weiter. «Da hat man jetzt nicht so viele Möglichkeiten. Der Fahrer muss einfach die Gänge sauber einlegen. Lucy meinte nach ihrem Sturz, sie wäre wohl etwas spät dran gewesen. Bei dem alten Modell war das tatsächlich ein großes Problem. Da hat man das Motorrad so abgestimmt, dass man den ersten Gang während des Rennens nicht gebraucht hat. Aber jetzt nutzen wir den ersten Gang öfters und das 2016er-Getriebe ist in dem Punkt wesentlich besser. Trotzdem, zwischen dem ersten und zweiten Gang muss man einfach ordentlich schalten. Dann passiert auch nichts.»

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