IDM Superbike

Marco Nekvasil (Suzuki): Top 10 wäre nicht schlecht

Von - 08.09.2018 13:56

Der Österreicher Marco Nekvasil ersetzt bei den beiden IDM-Läufen in Assen im Team Alber Bischoff den Italiener Alessandro Andreozzi, der voreilig bei dem Suzuki-Team zugesagt hatte. Nekvasil freut sich auf die Rennen.

Marco Nekvasil aus Matzen bei Wien staunte nicht schlecht, als sein Manager Denis Hertrampf diese Woche anrief und fragte, ob er kurzfristig die Suzuki GSX-R 1000 vom Team Alber Bischoff in Assen in der IDM Superbike pilotieren wolle. SPEEDWEEK.com sprach mit dem 21-Jährigen.

Marco, wie ist es zu dem Kontakt gekommen?

Das war ein ziemlich spontane Geschichte. Das hätte ich am Donnerstagmorgen, als ich aufgewacht bin, nicht gedacht, dass ich abends in Assen sitze würde. Ich hatte einen Anruf von Denis Hertrampf bekommen, ob ich bei Alber Bischoff in Assen fahren könnte, da Alessandro Andreozzi abgesagt hatte. Dann ging alles ganz schnell. Ich habe gesagt, dass ich Lust habe in Assen zu fahren und von der Arbeit her war es auch möglich. Ich habe glücklicherweise schnell frei bekommen.

Wo arbeitest du?

Bei Opel Wien im Bereich Motoren- und Getriebebau. Ich habe eine Lehre als Elektro- und Anlagentechniker gemacht.

Wie lief es bis jetzt in Assen?

Gestern hat das Wetter leider nicht mitgespielt, nur ein trockenes Training mit 25 Minuten, da war nur wenig Zeit um alles anzupassen und dann habe ich ja vier Monate nicht mehr draufgesessen. Ich habe mich aber relativ schnell wohlgefühlt auf der Suzuki und wir konnten im Qualifying auch einen Schritt nach vorne machen.

Welche Renn-Erfahrungen hast du?

Ich bin lange IDM gefahren, Stock 600er WM und habe 2014 die Superstock WM 1000 gewonnen. Dann war ich 2015 in der spanischen Moto2 und 2016 wieder in der IDM. Allerdings bin ich beim Rennen in Zolder gestürzt, habe mir dabei den Schienbeinkopf zertrümmert und das Wadenbein und das Sprunggelenk gebrochen. Ich musste dann lange darum kämpfen wieder fit zu werden. Und dann kam das Geldproblem, denn Sponsoren zu finden ist schwierig, gerade, wenn du mal eine Zeit lang nicht fahren konntest.

Hast du jemanden, der dir dabei hilft?

Ja, Denis Hertrampf ist jetzt mein Manager, der mir unter die Arme greift und viel hilft. Ich bin sehr glücklich darüber, ohne ihn wäre ich jetzt auch nicht hier. Ich hoffe, dass ich in Hockenheim auch wieder dabei sein kann.

Deine Suzuki gefällt dir?

Ja, sie fühlt gut an, von der Grundbasis ist sie recht gut. Allerdings ist es schwierig, wenn man dazu kommt, gleich die richtigen Einstellungen zu finden.

Und wie ist es mit deinem neuen Team Alber Bischoff?

Ich kenne das Team schon länger, es geht hier familiär zu. Das ist gut.

Was erhoffst du dir für die beiden Rennen an diesem Wochenende?

In die Top 10 zu kommen, das wäre schon nicht schlecht.

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
Marco Nekvasil auf der Suzuki vom Team Alber Bischoff © Wiessmann Marco Nekvasil auf der Suzuki vom Team Alber Bischoff
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Von Günther Wiesinger

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