IDM Superbike

Ilya Mikhalchik: 31 Punkte Vorsprung vor IDM-Finale

Von - 10.09.2018 15:27

Der IDM Superbike-Pilot vom Team alpha Racing-Van Zon-BMW ist auf dem besten Weg, den Titel zu holen. Auch wenn seine Siegesserie in Assen erst einmal gestoppt wurde, ist ihm der Titel kaum noch zu nehmen.

Ilya Mikhalchik gönnte sich vor dem anstrengenden IDM-Wochenende noch eine eintägige Auszeit und erkundete Amsterdam. Ab Freitag galt die volle Konzentration der IDM. Auf der niederländischen Grand-Prix-Piste kennt sich der Ukrainer aus wie in seiner Westentasche. «Ich bin mehr als bereit», erklärte er vor dem ersten Freien Training. «Ich mag die Strecke sehr. Aber mit meiner BMW und meiner Mannschaft zusammen werde ich die Strecke noch ein wenig mehr mögen.» Einen Sieg in der Superstock-EM und einen Top-Sechs-Platz in der Supersport-Weltmeisterschaft darf Mikhalchik in Assen schon sein eigenen nennen.

Von den durchwachsenen Wetterbedingungen liess sich Mikhalchik nicht abschrecken. «Es ist wie es ist», meinte er am verregneten Freitag. «Ich bin für alle Situationen startklar.» Am Trainingssamstag zeigte sich das niederländische Herbst-Wetter von seiner gnädigen Seite. Doch sicher ist sicher dachte sich Mikhalchik und setzte mit einer Bestzeit von 1.39,999 im ersten Qualifying gleich ein deutliches Zeichen. Doch bei Bedarf konnte der Ukrainer auch noch einen draufpacken und machte mit einer 1.39,895 im Abschlusstraining klar, wer am Sonntag von Startplatz 1 ins Rennen gehen würde.

Im ersten Rennen war der Ukrainer einfach unschlagbar. Er setzte sich vom Start weg an die Spitze und fuhr der Konkurrenz auf und davon, um sich einen weiteren Sieg auf seinem Punktekonto gutzuschreiben. «Das erste Rennen war wirklich gut», so Mikhalchik. «Von der ersten bis zur letzten Runde hatte ich alles unter Kontrolle und einen großen Vorsprung.»

Auch im zweiten Rennen gab Mikhalchik lange das Kommando an, bekam es allerdings am Ende mit dem ehemaligen WM-Piloten Lorenzo Lanzi zu tun. Der Italiener drängelte sich am BMW-Piloten vorbei. «Ich hatte die gleiche Reifenmischung wie im ersten Rennen gewählt, eine harte. Am Morgen war es noch etwas kühler. Die meisten anderen fuhren da mit dem weicheren Reifen. Ich kam auch im zweiten Rennen gut klar damit. Trotzdem bin ich Zweiter geworden. Hinter mir war keiner. Klar hätte ich Lorenzo noch angreifen können. Aber ich wusste es besser und hatte mich entschlossen, lieber meinen zweiten Platz zu behalten. Und lieber keiner seltsame Dinge anzustellen.»

«Im Ganzen bin ich zufrieden», meinte er am Ende des Tages. «Vor allem nach diesen wirklich sehr wechselhaften Bedingungen. Kühl, warm, windig, nass, trocken. Es war alles dabei und wir konnten in allen Trainings unseren Speed zeigen.» Mit 31 Punkten Vorsprung vor Bastien Mackels wird Mikhalchik die Reise zum Finale antreten. Sein Plan steht bereits. «Ich will auf die gleiche Art weitermachen», so seine klare Ansage.

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