IDM Superbike

Neues IDM-Start-Prozedere: Das sagen die Teamchefs

Von - 15.04.2019 10:44

Die meisten der IDM-Teamchefs sind wie Werner Daemen, Michael Galinski und Co in der Vergangenheit selbst Rennen gefahren. Die Meinungen bezüglich der neuen Startaufstellung anhand von Lauf 1 gehen auseinander.

Der IDM-Promoter versucht, bei der Spannungskurve der IDM Superbike nachzuhelfen. Daher wird ab dieser Saison nach dem ersten Rennen durchgewechselt. Der Sieger von Lauf 1 wird für das zweite Rennen auf Startplatz 9 verschoben. Auf den Plätzen 8 und 7 stehen der Zweite und der Dritte aus Lauf 1. Der Vierte aus dem ersten Rennen findet sich dann auf der Pole-Position wieder. Die Verantwortlichen haben sich dieses System in der Superbike-WM abgeschaut und versprechen sich laut Pressemitteilung dadurch auch für die IDM Superbiker „mehr Nervenkitzel“.

SPEEDWEEK.com hat sich bei einigen Teamchefs umgehört.

Werner Daemen (alpha Racing-Van Zon-BMW)

«Das ist jetzt so entschieden und ich muss damit umgehen. Die ersten zwei, drei Runden wird das wohl etwas gefährlicher, denn die schnellen Jungs werden ja nach vorne drängeln. Ich hoffe, dass am Ende der Beste gewinnt. Auf Strecken wie Schleiz oder Oschersleben ist es schwer zu überholen. Ich hatte von der Idee mit dem neuen Startprozedere Ende letzten Jahres mal was gehört. Aber wir sind hier in Belgien, da bekommt man von nicht all zuviel von der IDM mit. Aber gerechnet hätte ich jetzt nicht damit. In der WM, wo das mit der neuen Start-Prozedur ja herkommt, waren einige Fahrer und Motorräder unheimlich überlegen. In der IDM ist das Ganze etwas ausgeglichener. Aber wenn ich mir vorstelle, dass ein Fahrer wie Ilya Mikhalchik im ersten Lauf gewinnt und dann im zweiten Rennen auf Startplatz 9 steht und ein anderer wie Bastien Mackels oder Julian Puffe im ersten Lauf eventuell einen Fehler macht und Vierter wird und dann im zweiten Rennen auf der Pole Position steht und das dann vielleicht beim Finale in Hockenheim. Das könnte in der Sachskurve etwas eng werden.»

Marcel Philipp Bach (MPB Racing)

«Auf jeden Fall macht es die Sache spannender, das ist immer gut.»

Michael Galinksi (Team MGM)

«Ich war ja auch mal Racer, deshalb finde ich, der Fahrer, der am schnellsten ist, gehört nach vorne!»

Denis Hertrampf (HPC Power Suzuki)

«Finde ich generell gut, dass es Ideen gibt, den Fans mehr Show zu bieten.»

Jens Holzhauer (Team HRP)

«Ich persönlich finde es sehr gut, einfach mal was Neues. Das System ist ja bekannt aus der WM. Es ist vielleicht für den Zuschauer nicht ganz so einfach zu verstehen, aber prinzipiell finde ich es gut. Ich finde es auch gut, wie sie es einfach so entschieden haben. Einfach mal was zu ändern nach all den Jahren. Und von dem Gesichtspunkt, dass wir letztes Jahr oft Vierter, Fünfter oder Sechster waren, haben wir so doch wenigstens mal die Chance auf eine Pole-Position. Von der Warte aus. Wir finden es toll und freuen uns auf die neue Saison. Es ist doch auch so, der Schnellste wird immer der Schnellste bleiben. Ob der nun von Platz 1 oder Platz 5 losfährt. Dann braucht er eben noch zwei oder drei Runden, bis er vorne ist. Das hat man ja bei Rea letztes Jahr gesehen. Von dem aus gesehen ist es vielleicht nicht so der Bringer. Aber die Leute sehen mehr Überholmanöver und demzufolge ist es spannender für alle. Die zweite Gruppe, die es im Rennen immer so gibt – es gibt ja meistens die drei Schnellen vorne, dann kommt zwei, drei Sekunden nichts – und dann eben die zweite. Das wird dann mal so richtig gut durchgemischt. Also ich find’s geil.»

Stefan Laux (Suzuki Laux)

«Ich denke, dass es auch eine gewisse Gefahr birgt. Nicht jeder kann damit so umgehen wie ein Rea in der Superbike-WM. Über kurz oder lang sind zum Schluss eh wieder die gleichen vorne, nur eben mit erhöhtem Risiko und Verletzungspotenzial. In der SBK-WM war das auch nicht unbedingt der Burner, ich stehe dem ganzen skeptisch gegenüber.»

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