IDM Superbike

IDM-Start ohne Mackels und Wilbers-BMW

Von - 15.04.2019 20:28

Der Teamchef führt den Neubau, Lieferverzögerungen und keine Zeit für Test und Vorbereitungen als Erklärung für den vorläufigen IDM-Verzicht an. Für Bastien Mackels ist diese Entwicklung eine Katastrophe.

Bastien Mackels, dem Vizemeister der Saison 2019, sitzt der Schock noch in den Knochen. Gerade Mal 14 Tage ist es her, dass ihm sein Teamchef Benny Wilbers mitteilte, dass es vorerst nichts wird mit dem geplanten IDM-Einsatz. Renneinsätze sind für das BMW-Team vorerst gestrichen.

Heute verkündete die Firma Wilbers per Pressemitteilung, die auf Umwegen die SPEEDWEEK.com-Redaktion erreichte, das vorläufige Aus in Sachen IDM Superbike. «Nach intensiven Überlegungen hat das Wilbers-BMW-Racing Team entschieden, 
2019 in der IDM Superbike später an den Start zu gehen», ist dort zu lesen.

«Wir bedauern diese Entscheidung sehr, die uns alles andere als leicht gefallen ist.

 Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist das Zusammentreffen mehrerer Faktoren, wie unter anderem die massive Verzögerung unseres Neubaus und den dadurch verspäteten Produktionsstart der Fahrwerksprodukte.

Die allgemeinen Verzögerungen sind mitverantwortlich für den späten Start der Vorbereitungen der neuen BMW S1000RR 2019 für den IDM Superbike-Einsatz. Leider werden wir neben unseren eigenen Problemen auch noch verspätet mit Racingteilen beliefert.»

Bastien Mackels wäre neben Ilya Mikhalchik und Julian Puffe der dritte Fahrer gewesen, der mit der neuen BMW S1000RR gefahren wäre. Auch bei den Konkurrenten vom Team alpha Racing-Van Zon-BMW kam das Motorrad spät, doch beide haben schon in Spanien getestet. Der Test für Mackels war für das kommende Wochenende geplant. «Der ist inzwischen abgesagt», erklärt ein merklich geknickter Mackels.

«Unser neuer DynoKraft Leistungsprüfstand ist nun einsatzbereit», schreibt Wilbers weiter. «Allerdings, wie alles andere, zu spät für die Vorbereitungen der neuen IDM Superbike Saison 2019.

 Inzwischen ist die Fahrwerksproduktion im Neubau angelaufen. Hier müssen nun große Rückstände aufgeholt werden und das hat oberste Priorität.»

Spätestens beim Finale will das Team um den belgischen Piloten wieder am Start der IDM stehen. Für den möglichen Titelgewinn ist das allerdings zu spät. Mackels war 2018 der einzig Fahrer, der dem späteren Meister Mikhalchik permanent gefährlich werden konnte. Viele Fans erwarteten weitere spannende Duelle zwischen den Piloten, die unterschiedlicher nicht sein können.

Als Testfahrer soll Mackels nun im Team bleiben. Der Belgier hatte zugunsten der IDM und der Vorbereitungen extra die Teilnahme an der Langstrecken-WM in Le Mans abgesagt. Jetzt steht er mit leeren Händen da. «Es ist alles noch zu frisch», merkt er an. «Einen Vertrag als Testfahrer habe ich noch nicht unterschrieben. Sollte noch ein anderes Angebot reinkommen, müssten wir eben noch mal reden. Natürlich bin ich nicht glücklich mit der Entwicklung. Ich habe den ganzen Winter hart trainiert. Ich bin fit für den Titelkampf.»

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Bastien Mackels ist das Lachen vergangen © Regina Wiessmann Bastien Mackels ist das Lachen vergangen
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