IDM Superbike

Der DMSB im Zwielicht: Die Chronologie des Schreckens

Von - 21.07.2015 07:49

Der DMSB hat den langjährigen IDM-Chief Steward Rüdiger Merdes seines Amtes enthoben. Jetzt reagiert Merdes mit der Auflistung von Ungereimtheiten, die jeden Fan sprachlos machen.

Der bisherigen DMSB-Sportkommissar Rüdiger Merdes bezeichnet sein umfangreiches Schriftstück als «Chronologische Auflistung zum Thema DMSB-Missmanagement», er spricht von Lügen und Intrigen gegen ehrenamtliche Funktionäre, er meint damit den FA-Vorsitzenden Straßensport, den IDM-Chief-Steward (also sich selbst), den IDM-Chief-Technical-Steward und weitere IDM-Offizielle.

Wer sich dieses Sündenregister zu Gemüte führt, steigt tief in die Abgründe der Machenschaften eines Landesverbandes (DMSB), der die Internationale Deutsche Motorrad-Meisterschaft an die Wand gefahren hat, dessen Selbstherrlichkeit keine Grenzen kennt, dem das Wohlergehen des deutschen Motorradsport offenbar in keiner Weise am Herzen liegt, der den Dilettantismus zur Perfektion geführt hat und der sich auf diese Weise selbst abschafft.

Rüdiger Merdes hat ein Pamphlet des Grauens aufgezeichnet, das uns sprachlos zurücklässt.

Hier die Chronologische Auflistung
7.10.2013 – Frankfurt

Der FA Straße (Fachaussschuss Straße) hält seine Spätjahressitzung in der DMSB-Geschäftsstelle, u.a. anwesend ein Vertreter des ADAC und die Vertreterin der dmsj. Weder die Vertreter noch die Hauptamtliche Koordinatorin des DMSB erwähnen ein Wort davon, dass in Kooperation zwischen DMSB und ADAC bereits beschlossen war, zehn Moto3-Fahrzeuge zur Unterstützung von Nachwuchstalenten zu kaufen und den Interessenten preisgünstig anzubieten. Am darauffolgenden Mittwoch wird diese Information veröffentlicht – eindeutiger Beweis fehlenden Vertrauens! Maulkorberlass gegenüber der Öffentlichkeit und somit auch an den Fachausschuss!

9.10.2013 – Frankfurt

Gerade zwei Tage später Veröffentlichung seitens DMSB bzgl. der gekauften zehn Motorräder.

10.11.2013 – Valencia (GP-Finale)

ADAC-Sportpräsident Hermann Tomcyzk beschuldigt in der Startaufstellung zum GP Valencia/Moto3 den Verfasser und das Ehrenamt und hierbei speziell den FA Straße, der Unfähigkeit in bezug auf das Nachwuchsthema Moto3.
Auf Wunsch des FA Straße wurde bereits früh im Jahr 2012 beschlossen, die IDM 125 ccm durch Motorräder der Klasse Moto3 als Meisterschaft 2013 zu ersetzen. Aufgrund der hohen Kosten waren anfangs nur fünf Teilnehmer eingeschrieben, die 125-ccm-Fahrer wanderten zusehends ab; zu Ende der Saison standen nur noch drei Teilnehmer Moto3 am Start. Das letzte Rennen der Saison wurde auf Wunsch der Teilnehmer sogar abgesagt.

April 2014 – Frankfurt/Klettwitz

Kurz vor dem Start in die neue Saison kapituliert der DMSB in Sachen Moto3, mangels Interesse – nur drei Teilnehmer. Die Klasse wird ersatzlos aus dem Kalender gestrichen. Der FA Straße ist von Beginn an nicht involviert.

22.08.2014 – Oschersleben

DMSB und ADAC (der FA Straße ist zuvor wieder nicht informiert worden) kündigen erneut das Projekt Moto3 an, jetzt mit zusätzlicher Unterstützung von Ralph Bohnhorst – promoted vom ADAC. Hört sich gut an, verkauft sich aber nicht besonders, das große Feedback der Teilnehmer bis zu Saisonbeginn 2015 bleibt aus. Eher ein Flop, wie sich zum Saisonstart 2015 herausstellt. Statt wie angekündigt 25 bis 28 Teilnehmer treten nur insgesamt 14 ab, davon fünf Moto3-GP und neun Moto3-Standard.

20.09.2014 – Klettwitz/Lausitzring

Die IDM fährt als Supportklasse im Rahmen der DTM auf dem Lausitzring. Aufgrund der Wetterlage (Hochnebel) kann der Hubschrauber nicht starten, dürfen die DTM-Fahrzeuge und alle weiteren Klassen nicht trainieren. Begründung – Fahrer mit eventuellen Brandverletzungen könnten nicht transportiert werden. Nach Rücksprache mit Race-Director Stoppe durch den Verfasser konnte dieser überzeugt werden, dass im Falle eines Unfalls ein Motorradfahrer sich vom Fahrzeug trennt und somit wohl unmöglich auf seinem Fahrzeug «verbrennen» kann. Zuerst sieht man dies ein, kommt später sogar wieder auf den Verfasser zurück, um zu prüfen, ob vielleicht auch das 2. Training der Superbikes vorgezogen werden kann. Die Teams sind flexibel, alles lässt sich binnen 30 Minuten arrangieren. Die Zuschauer danken mit großem Beifall, hingegen Pfeifkonzert bei der nächsten Durchsage, dass man aus Sicherheitsgründen keine Autos fahren lassen kann. Nachdem auch nach fünf Stunden seit dem offiziellem Trainingsbeginn noch kein Vierradfahrzeug gefahren warm, ruft der Race-Director die Teamchefs der DTM zur Beratung und erklärt erneut die Situation, dass man nicht fahren könne. Beiläufig wird aber schon darauf hingewiesen, dass auf jeden Fall um 16 h gefahren werden müsse, aufgrund des «Live Streams» im TV.
Was das dann alles mit Sicherheit zu tun hat erscheint fraglich, also Show und Business. Da der Zeitplan nun komplett durcheinander geraten ist, kommt man seitens Rennleitung und Vertreterin der ITR auf den Verfasser zurück, ob eventuell auch noch die Superpole vorgezogen werden könnte. Kein Problem für die neun betroffenen Teams, die alle umgehend persönlich informiert wurden und binnen 30 Minuten erneut startklar waren.
Bei Rückkehr des Verfassers in die Race-Control unterbreitet der Race-Director dann die Nachricht, dass alle Aktivitäten zu stoppen seien. Des Weiteren hätte er mit DMSB-Generalsekretär Schacht (zu dieser Zeit in Shanghai) telefoniert. Dieser habe darum gebeten ausrichten zu lassen, dass mit einem Sportgerichtsverfahren zu rechnen sei, würde sich der Verfasser nochmals den Anweisungen der Rennleitung widersetzen. Der Verfasser forderte daraufhin Herrn Stoppe auf, diese Aussage nochmals unter Zeugen zu wiederholen. Herr Jochen Schäfer wurde hinzugezogen. Die Superpole wurde abgesagt, weitere zwei Stunden drehte sich zum Leidwesen der Zuschauer kein Rad.
Eskaliert ist die Situation dann am Sonntag, nach dummen Sprüchen des Race-Directors und des LS, der forderte bessere Kommunikation zu Fahrern speziell in Bezug auf Flaggenzeichen – anhand von Dashboards mit unterschiedlichen Lichtsignalen und Bestrafungen bei Unfällen während einer Gelbphase. Fazit: Die Superbikes/Superstock fuhren zu jeder Zeit, und das unfallfrei!

20.09.2014 – Hockenheim

Der Verfasser ist aufgrund eines FIM-Einsatzes (in Le Mans) bei der IDM nicht anwesend, anscheinend Anlass genug, jetzt die Weichen zur Ablösung des IDM- Chief Stewards zu stellen. Erstmals in der Saison lässt sich die gesamte DMSB- Hoheit (Motorrad) blicken, um mit den Neuen die Weichen für 2015 zu stellen. Auf Antrag der neuen Stewards wird sogar eine Aufwandsentschädigung von € 150.– pro Veranstaltung zugesagt. War jahrelang nie in Diskussion, da es sich um ein Ehrenamt handelt. Aber aufgrund der schwierigen Situation um die Bereitschaft neuer ehrenamtlicher Funktionäre sieht das Management anscheinend keine andere Möglichkeit. Des Weiteren macht man nachweislich auch schon Zusagen in Form von zwingend bzw. nicht zwingend notwendiger, zeitlicher Anwesenheit am Beginn der Veranstaltung. Schließlich begründet man es damit (Hr. Schacht am 10.02.2015), dass es auch vom Veranstalter eingesetzte Sportkommissare gibt, die eine Ausbildung gemacht haben; im Zweifelsfall stünde der DMSB am Freitag noch zur Verfügung. (Viel Glück). Schon mal gesehen, dass bei einem internationalen Event die leitenden Sportwarte erst ein oder zwei Tage später anreisen? Nach Rückmeldung einer Abfrage von Hrn. Schäfer am 11.02.2015 weiß man jetzt auch warum.
Dass das Präsidiumsmitglied Herr Glas bei seiner Abreise am Samstagmittag dann zufällig statt aus dem Fahrerlager auf die Rennstrecke einfährt, während des – Gott sei Dank – schwach besetzen Trainings der Moto-E, wird nirgends schriftlich erwähnt. Die neuen Stewards wollen nicht den gerade gewonnen Respekt wieder verlieren.
Es hat den Anschein, dass man sich von allen Tüchtigen aus der Ära des ehemaligen Motorrad-Generalsekretärs Michael Steiner trennen möchte. Es artet eher zu einer Form von Mobbing aus; hiervon auch betroffen der TK Emil Braun und MD, der eigentlich nicht zu Lasten des Verbands geht.

Oktober 2014 – Frankfurt

Herr Schäfer fordert den IDM-Chef-Techniker Braun auf, den IDM-Anhänger nach Frankfurt zu bringen zwecks Inventur. Herr Braun weigert sich und teilt mit, dieser könne bei ihm abgeholt werden. Zur Info: Der Anhänger war seit seit Jahren in der Obhut von Herrn Braun, wurde dort gewartet, alle Mess- und Prüfzeuge wurden regelmäßigen Kontrollen unterzogen. Der Anhänger wurde im Auftrag des DMSB abgeholt und sollte nach vollzogener Inventur auch wieder zurück gebracht werden. Wurde vermutlich vergessen!

11.12.2014 – Frankfurt

Herr Schäfer fragt die für die IDM vorgeschlagenen bzw. gewünschten Chief-Stewards nach ihrer Verfügbarkeit.

14.12.2014 – Frankfurt

Nach Rückmeldung schon dumme Kommentare. Es sei wohl ausreichend, erst am Samstag vor Ort zu sein. Des Weiteren kann einer in der Saison 2015 nur zwei Einsätze annehmen.
Der zweite Kandidat möchte eventuell drei Einsätze aus Zeitgründen. Der Verfasser steht wie in den 13 Jahren zuvor zu jeder Veranstaltung zur Verfügung.

6.01.2015 – Frankfurt

Das Sekretariat des Sportdirektors Günther fragt per E-Mail nach Reisekostenabrechnungen des Verfassers zur IDM 2013 und 2014. In der Geschäftsstelle ist anscheinend nicht bekannt, dass die Abrechnungen zu Lasten der Veranstalter gegangen sind. Mit der Veranstaltungsgenehmigung des DMSB gehen den Veranstaltern automatisch auch die Namen der Pflichtsportwarte zu mit dem Vermerk, dass diese direkt mit dem Veranstalter abzurechnen haben. Man weiß also wieder nicht, was im eigenen Regelwerk verankert ist.

10.02.2015 – Frankfurt

Unmittelbar nach Bekanntwerden der personellen Personalwechsel nach Hockenheim bittet der Verfasser um ein klärendes Gespräch in der Geschäftsstelle und erklärt auch die kurzfristige Bereitschaft. Nach immerhin mehr als vier Monaten ist es dann der Sekretärin des Sportdirektors geglückt, den Verfasser mit den beiden Hauptamtlichen zu einem Gesprächstermin zusammen zu bringen.
Einleitend werfen sowohl Herr Schacht wie auch Herr Günther dem Verfasser fehlende Loyalität gegenüber dem DMSB vor; sie fordern mehr Respekt gegenüber den DTM-Regeln! Des Weiteren bemängelt man die vielen Kritiken seitens des Verfassers am Verband und vor allem den allzu groß gewählten Verteilerkreis der E-Mail-Kommunikation. Während diesem Gespräch wird erneut nicht mit offen Karten gespielt. Auf die Frage von Herrn Schacht bzgl. des Fortschritts Moto3 bleibt Herr Günther zurückhaltend und erwähnt, dass er die Antwort an Herrn Schacht unter vier Augen übermitteln wolle. Ein weiterer Beweis des fehlenden Vertrauens gegenüber dem FA-Vorsitzenden!

Februar 2015 – Heidelberg/Frankfurt

E-Mail des Vorsitzenden FA Straße bzgl. Einteilung der Pflicht-SK. Aussage von Herrn Schäfer: «Es bleibt wie gehabt, die Einteilung und Zuordnung bleibt im FA.» Eine Lüge oder vielleicht Unwissenheit, wie sich einen Monat später herausstellt.

4.03.2015 – Frankfurt

Der Fachausschuss Sicherheit Motorrad beschließt gemäß Protokoll, Pkt. 4 Streckennachabnahme in Schleiz, einen Vor-Ort-Termin bzgl. der erforderlichen Umbaumaßnahmen an der Boxenmauer.

18.03.2015 – Frankfurt

FA Sitzung Straße: Herr Schäfer bestätigt zuerst, dass die Einteilung der Pflichtsportwarte im Fachbereich bleibt. Er dementiert aber am 20.03.2015, dass dies alles Chefsache sei und somit der Entscheidung von Herrn Günther obliegt.

21.03.2015 – Schleiz

Die Streckenbegehung findet nach vorheriger Terminabsprache mit Herrn Kreutz und dem Streckenbetreiber in Schleiz statt. Der Verfasser erstellt die notwendigen Nachträge für das SAP und sendet diese in der darauffolgenden Woche zum DMSB zwecks Legalisierung und Weiterleitung an den Betreiber.

7.04.2015 – Frankfurt/Schleiz

Der Betreiber aus Schleiz reklamiert, dass noch kein SAP vorgelegt wurde, obwohl versprochen und pünktlich beim DMSB vorgelegt. Herr Schacht zweifelt an der Streckenabnahme Schleiz und verzögert unnötig. Dadurch kann die Durchführung der Veranstaltung in Gefahr geraten.

12.04.2015 – Frankfurt

Herr Braun reklamiert, dass der Anhänger nicht zurückgekommen sei und somit die Kontroll- und Instandsetzungsarbeiten an Anhänger wie an Werkzeugen sowie Hilfsmitteln (Batteriechecks/Druckerpatronenwechsel etc.) nicht durchgeführt werden konnten.

22.04.2015 – Frankfurt/Kirchheim/T

Der langjährig (seit 2003) im Dienste der IDM eingesetzte Rennarzt bzw. spätere Medical Delegate (MD) Dr. Reimers bekommt, unterzeichnet vom DMSB-Generalsekretär Schacht, seine «Kündigung». Begründung: Der MD sei in den Regeln des DMSB nicht vorgesehen und somit auch nicht notwendig. Des Weiteren erhalten alle IDM-Veranstalter ein Infoschreiben, dass diese Funktion nicht mehr nötig sei und somit für den Veranstalter keine Kosten mehr anfallen würden. Thema leider verfehlt, der DMSB hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Dr. Reimers wurde bereits seit Übernahme des Promoters HMP von diesem bezahlt.
Des Weiteren wird dem Veranstalter des ersten IDM-Laufes telefonisch durch Herrn Günther mitgeteilt, dass im Falle des Erscheinens von Dr. Reimers in der Race Control sofort Meldung an Herrn Schacht zu erfolgen hat – unter Androhung des Lizenzentzugs!

30.04.2015 – Klettwitz

Aufgrund des vorangegangenen Schreibens droht die Situation bereits am Donnerstag zu eskalieren. Rennsekretär Herr Seidel verweigert dem MD den Zutritt zur Race Control. Nur aufgrund des Eingreifens des Verfassers und des Promoters HMP behält Dr. Reimers seinen Platz in der Race Control.
Im anschließenden Gespräch (Teilnehmer Hr. Günther/Hr. Schäfer/Hr. Schneider und Verfasser) um die Vorgehensweise und Einteilung der IDM-Chief-Stewards wird Herr Günther über die Funktion von Dr. Reimers informiert. Er wird ab sofort nur noch dem Promoter zuarbeiten. Alle Statistiken und Listen werden zukünftig von den Veranstaltern erstellt und sind dann vom DMSB aufzubereiten. So viel zum einheitlichen Verfahren und einer kontinuierlichen Abarbeitung.
Der neue Chief-Steward Hr. Beck fehlte übrigens, es war auch Donnerstag, da ist eine Anwesenheit nicht zwingend erforderlich!
Herr Günther weist nochmals stolz auf die jetzt mögliche Aufwandsentschädigung von € 150.– hin, die ab sofort von den Chief-Stewards per Reisekostenabrechnung einzureichen ist.

3.05.2015 – Klettwitz

Herr Schäfer bittet den Verfasser, möglichst nicht bei der DTM anwesend zu sein, da nicht eingeteilt. Man befürchtet, dass bei Fragen/Reklamationen, die Teams oder Fahrer Kontakt suchen und den neuen Chief-Steward ignorieren.

5.05.2015 – Frankfurt

Herr Günther lässt Herrn Wagner von der Sportabteilung Hessen/Hessen-Thüringen wissen, dass der Verfasser nicht als Sportkommissar für Zolder gewünscht sei. Der Verfasser hat den Kontakt zwischen MSC Schleizer Dreieck und dem Veranstalter in Zolder bereits im Januar 2015 hergestellt, um dem Traditionsclub die Möglichkeit einer IDM-Veranstaltung 2015 zu ermöglichen. Da die Gegebenheiten und Sprachbarrieren dem Verfasser bekannt waren, bat der MSC um Einsatz als Sportkommissar und Hilfestellung vor Ort.
Herr Wagner lehnt den Wunsch von Herrn Günther ab und bestätigt den Verfasser.

5.05.2015 – Frankfurt/Hungaroring

Der IDM-Promoter HMP stellt den schriftlichen Antrag auf DMSB-Streckenabnahme auf dem Hungaroring. Zuvor war der Verfasser bereits kontaktiert und um Rat gebeten worden. Die erforderlichen Unterlagen wurden umgehend eingeholt und mit dem Safety-Officer der ungarischen Föderation (persönlich bekannt durch FIM-CCR) und Angestellten des Streckenbetreibers Kontakt aufgenommen. Am 06.05.2015/9.14 Uhr wird seitens Herrn Wirth per E-Mail bestätigt, dass die Streckenabnahme wie beantragt und bereits terminlich vereinbart durch den Verfasser durchgeführt werden kann. Exakt eine Stunde später wird auf Wunsch von Herrn Günther telefonisch wieder alles rückgängig gemacht.

8.05.2015 – Frankfurt/Heidelberg

Herr Günther reklamiert per E-Mail die Anwendung der Guidelines – ohne die Hintergründe zu kennen. Er wünscht Einsicht bei Veranstaltungsgenehmigung und Ausschreibungsgenehmigung. Antwort des Verfassers: Die Guidelines sind bereits seit fünf Jahren im Einsatz und waren noch nie Bestandteil der DMSB-Genehmigung. Die Guidelines waren auf Wunsch einzelner Veranstalter und in Absprache mit der damals gut funktionierenden IDM-Kommission kreiert. Der Inhalt basiert auf der Zusammenstellung wichtiger Details, die nicht oder nur schwer im MSH nachzulesen sind und dient als Hilfestellung für Veranstalter, die ihr Personal ein- bis zweimal pro Jahr im Einsatz haben.
Konsequenz: Es wird nach der Nürburgring-Veranstaltung keine Guidelines des Verfassers mehr geben, wohl aber durch den Promoter durch Zuarbeit des Verfassers, allerdings ohne DMSB-Emblem!

15.05.2015 – Zolder/B

Als Konsequenz aus der ersten Veranstaltung liegt dem Veranstalter keine Unfit-Liste vor. Der Teilnehmer Nr. 5 SSP nimmt am freien Training teil, ohne Vorstellung beim leitdenden Rennarzt! Der DMSB ist seiner Verpflichtung der Aushändigung einer aktuellen Unfit-Liste gegenüber seinem eingesetzten Chief-Steward nicht nachgekommen.

20.05.2015 – Frankfurt/Heidelberg

Herr Schäfer, der Manager Motorradsport, bittet um Rückruf bzgl. falsch ausgestellter Aufwandsentschädigung durch den Verfasser. Gemäß Herrn Günther (siehe 30.04.2015) sei dies per Reisekostenabrechnung einzureichen. Gemäß Infoschreiben von Herrn Schacht vom 26.03.2015 sei hierfür allerdings eine Rechnung zu stellen. Verständlich, nur leider müsste diese Einnahme versteuert werden und somit ist die Genehmigung des Arbeitgebers zu erfragen. Der Verfasser lehnt dankend ab, alle Einsätze in den letzten 13 Jahren waren eh meistens mitfinanziert.
Keinerlei Kommentar seitens Herrn Schäfer bzgl. etwaiger Änderungen um die Person des Verfassers.

21.05.2015 – Heidelberg/München

Auf Antrag von der ADAC-Sportabteilung sollen für drei Veranstaltungen innerhalb der IDM dem ADAC-Junior-Cup erhöhte Teilnehmerzahlen bestätigt werden. Der Verfasser verschickt die Liste aus den Vorjahren an die Sportabteilung und erklärt, dass dies durchaus möglich ist und individuell bei der Veranstaltung explizit nur für die betreffende Veranstaltung schriftlich zu begründen ist.

22.05.2015 – Heidelberg

Der Verfasser kommuniziert per -EMail (ca. 20 Uhr) mit einem der IDM-Veranstalter bzgl. Zeitplan. In der Antwort wird er u.a. darauf hingewiesen, dass ein Austausch des FMNR-Delegate zum GP Deutschland am Dienstag, 19.05.2015 beschlossen wurde und dieser Job nun durch Herrn Ralph Bohnhorst ausgeführt wird.

23.05.2015 – Heidelberg

Der Verfasser verzichtet jetzt, aufgrund der hinterlistigen Vorgehensweise, auf Verschwiegenheit und versendet eine Kurzfassung vorgenannter Punkte an die Geschäftsleitung des DMSB, das Präsidium, Promoter und Lizenznehmer des DMSB mit Bitte um Klärung und einer Entscheidung.
Die Vorgehensweise des Sportdirektors gegenüber dem Ehrenamt ist nicht mehr tragbar und erfordert schnellstmöglich eine Änderung!

26.05.2015 – Frankfurt

11.17 h
Herr Wirth schickt sowohl an ADAC wie auch an FIM die Meldung, dass ein Austausch des FMNR Delegate erfolgt.
12:.27 h
Herr Günther antwortet und behauptet, der Verfasser hätte nichts verstanden aus dem Gespräch vom 10.02.2015! Der DMSB sei in der Entscheidungsfindung und würde nach Pfingsten das Ergebnis veröffentlichen. Übrigens: Wir schreiben bereits Dienstag nach Pfingsten und die E-Mail kommt eine Stunde nach der von Herrn Wirth.

2.06.2015 – Heidelberg

17 h
Der Verfasser wird von Ottmar Bange angerufen. Dieser informiert, dass er gebeten wurde, einen Vorschlag für den FMNR-Delegate zur Speedweek Oschersleben zu machen.
Im Anschluss erfolgt ein Telefonat zu DMSB-Präsidiumsmitglied Hans-Robert Kreutz, eigentlich immer geschätzt, da Pro-Motorradsport – bzgl. des erneut geplanten Sportwartaustausches durch den DMSB.
Gemäß dessen Aussage möchte man auf ausdrücklichen Wunsch von Herrn Tomcyzk übermittelt an Hr. Schacht, den Verfasser beim GP auf dem Sachsenring nicht sehen. Unverständlich sind die Gründe hierfür, da am 15.05. 2015 durch die Sportabteilung des ADAC eine persönliche Einladung (unabhängig der FMNR-Delegate-Tätigkeit) vorlag.

4.06.2015 – Heidelberg/München

Der Verfasser versendet an die Sportabteilung des ADAC eine E-Mail (Porsch, Singer, Junge) mit Bitte um Klärung. Einerseits Ausladung als Offizieller Vertreter des DMSB auf ausdrücklichen Wunsch des ADAC-Sportpräsidenten (sofern all die vorangegangenen Aussagen der Wahrheit entsprechen), anderseits eine Einladung als Motorradreferent des ADAC-Regionalclubs, unterzeichnet u.a. vom Sportpräsidenten.

8.06.2015 – Frankfurt

16.10 h
In Frankfurt besinnt man sich und hat eventuell auch noch einmal in den Allg. Bestimmungen für Straßenrennsport nachgelesen. Immerhin braucht man vier Wochen, um festzustellen, dass eine Streckenabnahme nach DMSB-Richtlinien erfolgen muss. Dies wird nun doch dem Verfasser übertragen – wahrscheinlich um Kosten zu sparen.

16.45 h
Der Koordinator Motorradsport beim DMSB (Hr. Wirth) versendet an den Veranstalter und die FIM per E-Mail die Information, dass der FMNR-Delegate ausgetauscht sei. Man hat also tatsächlich vier Tage gesucht und verstreichen lassen und den Verfasser weder telefonisch, noch per E-Mail darüber informiert; gleiche Vorgehensweise wie bei GP-Replacement – einfach als cc in E-Mail. Ein Stil, der absolut nicht tragbar ist!
Fast zeitgleich versucht die Sportabteilung des ADAC noch Fahrer für die Moto3 im Rahmen des GP am Sachsenring zu akquirieren und macht dabei Anfragen be jungen Fahrern aus dem benachbarten Ausland. Hierzu besitzt man die Unverfrorenheit, den Verfasser in seiner «Noch-Funktion» als Mitglied des FA Sicherheit Motorrad um Zustimmung zu bitten.
Die Anträge werden vom Verfasser abgelehnt, begründet damit, dass gerade der ADAC als Vertreter im FA Straßensport sich dagegen ausgesprochen hat, 13-Jährige innerhalb der IDM-Moto3 starten zu lassen und auf ein Mindestalter von 14 Jahre gepocht hat. Des Weiteren war gerade das Thema Sicherheit nach dem tragischen Unfall von Enrico Becker 2014 auf dem Sachsenring ein großes Thema. Jetzt soll alles in Vergessenheit geraten sein, womöglich, um bei der Dorna zu glänzen und um die Wahrheit des mager besetzen Moto3-Feldes von sich zu weisen.

12.06.2015 – Nürburgring

Für 18.30 Uhr ist das Meeting der Task-Force SC angesetzt. Erwartet wird auch der DMSB Sportdirektor Motorradsport Herr Günther.

14 h
Der Betreuer des ADAC-Junior-Cups drängt auf eine Zulassung der Teilnehmerzahlen auf 47 Teilnehmer (gem. Protokoll 44). Diese Option war in der Vergangenheit schon öfters gezogen worden und gilt nur für Nachwuchsklassen mit einheitlichen Motorrädern. Aufgrund der Vorkommnisse aus der vorangegangenen Woche (siehe oben) verweist der Verfasser an den Sportdirektor. Dieser solle doch bitte ein entsprechendes Schriftstück verfassen und dem Rennleiter als Legitimierung übermitteln. Keine Reaktion!

Des Weiteren verbreitete «Radio Fahrerlager» am Nürburgring, dass zur Präsidiumssitzung des DMSB am 03.07.2015 ein Antrag des ADAC verlesen würde, worin man den Verfasser als Mitglied des FA Sicherheit nicht mehr sehen möchte – Gerüchte oder Tatsache? Der Insider wird es wohl wissen; letztendlich werden im Anschluss an das Task-Force-Meeting noch weitere Gerüchte verbreitet.

Weder der Sportdirektor des DMSB noch der Sportleiter Motorradsport des Gesamt-ADAC fanden es für nötig, über die Austauschaktionen zu sprechen. Man geht der Konversation lieber aus dem Weg und verlässt den Schauplatz ohne Abschied – guter Stil!

14.06.2015 – Nürburging

10 h
Ca. eine Stunde vor dem Start des ADAC-Junior-Cups lag keine Bestätigung zur Erweiterung des Feldes zum ADAC-Junior-Cup vor. Im Sinne des Sports erklärt der Verfasser schriftlich auf Basis der Berechnungsgrundlage, dass zum Start explizit ADAC-Junior-Cup 2 Teilnehmer mehr zugelassen werden. Der DMSB hat nicht reagiert, auch nicht der mittlerweile anwesende Herr Schäfer.

15.06.2015 – Heidelberg / München

In der Hauspost liegt eine weitere Einladung des ADAC München zum GP Sachsenring, adressiert an den FMNR-Delegate! Hier weiß wohl die Linke nicht was die Rechte macht – Management ADAC!

19.06.2015 – Frankfurt

8 h
Telefonat des Befragten. Man führt erneut etwas im Schilde gegen den Verfasser. Der Austausch als IDM-Chief-Steward für die Veranstaltung in Schleiz ist geplant. Der Verfasser hat datiert zum 27.05.2015 die schriftliche Bestätigung erhalten. Händeringend sucht man nach Ersatz und versucht jetzt sogar wieder Rentner zu aktivieren, die vor Jahren einmal als Rennleiter tätig waren.
Hiermit waren allerdings die Gerüchte vom Nürburgring bestärkt.

10.30h
Telefonat mit dem Koordinator Motorradsport und u.a. die Frage nach Neuigkeiten – Verschwiegenheit! Der Maulkorberlass von Herrn Günther greift!

3. – 5.07. – Hungaroring

Der DMSB entsendet für acht Moto3-Teilnehmer vier Techniker, explizit zur Kontrolle dieser Klasse. Die drei weiteren Techniker kümmern sich um die restlichen Teilnehmer (130).

8.07.2015 – Frankfurt

Der Koordinator Motorradsport beim DMSB (Hr. Wirth) versendet die Ausnahmegenehmigung für Jonas Geitner zum Start der Moto3-IDM auf dem Sachsenring, obwohl vom Unterzeichner telefonisch darauf hingewiesen, dass dies nicht regelkonform ist.

10.07.2015 – Sachsenring

Im Anschluss einer Diskussionsrunde mit ADAC-Motorradreferenten bittet der Verfasser den Leiter der Sportabteilung Motorrad ADAC (Dieter Porsch) und den ADAC-Sportleiter Herrn Junge um ein Gespräch bzgl. der Intrigen und Anschuldigungen. Einheitlich wird bestätigt, dass seitens ADAC in keiner Weise ein Antrag gegen den Verfasser gestellt wurde. Interessant, dass das später angereiste DMSB-Präsidiumsmitglied und auch Herr Günther dem Verfasser permanent aus dem Weg gehen. Lediglich Herr Schäfer stellt sich einigen Fragen, betont aber, dass er nichts sagen könne! Also der Grund dafür, dass die beiden vorgenannten Herren aus Angst vor Fragen dem Verfasser aus dem Weg gehen.

11.07.2015 – Sachsenring

Der Verfasser spricht sowohl den FMNR-Delegate und gleichzeitigen verantwortlichen IDM-Steward für Moto3 darauf an, dass weder richtige Reifensticker noch Rahmensticker verwendet werden. Man erklärt mir, dass man nicht immer alles so ernst sehen soll, schließlich läuft alles zur Zufriedenheit. Warum haben wir Regeln? Des Weiteren wurde die Reklamation vom Verfasser bzgl. des Einsatzes von Jonas Geitner völlig ignoriert.

16.07.2015 – Frankfurt

Der IDM-Promoter trifft sich zum Gespräch beim DMSB in Frankfurt. Herr Schacht fordert schon zu Gesprächsbeginn, dass nur verhandelt würde, wenn der Verfasser, Dr. Reimers und der Cheftechniker Braun nicht mehr in der IDM eingebunden sind.

20.30 h

Diese Information wird nach Abschluss des Gespräches dem Verfasser telefonisch mitgeteilt.

17.07.2015 – Frankfurt

Das Sekretariat des DMSB-Generalsekretärs versendet vorab per E-Mail den Brief zum Entzug aller weiteren IDM-Einsätze des Verfassers.

«Ich versichere, dass ich die vorgenannten Informationen wahrheitsgerecht formuliert habe», betonte Rüdiger Merdes vor seinem Abflug zum 8-h-Rennen in Suzuka, «und gebe diese an die Pressevertreter frei.»

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Rüdiger Merdes mit Sepp Hofmann und Sepp Meier von IDM-Promoter MotoEvents HPM GmbH © Weisse Rüdiger Merdes mit Sepp Hofmann und Sepp Meier von IDM-Promoter MotoEvents HPM GmbH
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