IDM Supersport 600

IDM-Vize Ströhlein hat STK 2019 im Visier

Von - 05.12.2018 11:50

Die Saison 2018 hat Stefan Ströhlein erfolgreich als Zweiter in der Klasse Superstock600 beendet. Jetzt laufen bereits die Vorbereitungen für das kommende Jahr. Vor allem die Finanzierung ist ein Thema.

Nach den Erfolgen mit vier Siegen in den letzten sechs Rennen war es für den Rothenburger keine Frage, ob es im nächsten jahr weitergeht. Allerdings steht vor der neuen Saison noch einiges an Arbeit an, denn schließlich muss der IDM-Spaß auch irgendwie finanziert werden. «Ehrlich gesagt kam mir dieses Jahr hier und da schon auch der Gedanke ans Aufhören in den Kopf», meint er nach dem erfolgreichen Abschluss in Hockenheim. «Dort holte ich mir einen Sieg und einen zweiten Platz, in der für mich wohl engsten Entscheidung meiner Laufbahn. Gerade mal 39 Tausendstel Sekunden trennten mich vom fünften Sieg der Saison. Manchmal stand es wirklich auf Messers Schneide. Aber dann lief es wieder so toll und ich kam immer besser in Schwung, da war die Entscheidung es nächstes Jahr nochmals anzupacken schnell gefallen.»

«Ganz wichtig war dieses Jahr», urteilt er, «dass ich an den Rennwochenenden komplett sturzfrei geblieben bin. Beim Auftakttraining musste ich zwar zu Boden, aber ich glaube, das war auch dem geschuldet, dass ich im letzten Jahr einfach keine Rennen gefahren bin und mir daher zu Beginn die Lockerheit und Routine etwas fehlte. Je mehr ich wieder in den Rennmodus kam, umso leichter ging es mir auch von der Hand.» Auch auf der technischen Seite hakte es Anfang der Saison ein wenig. Seine mit zehn Jahren nicht mehr ganz taufrische Yamaha YZF R6 entwickelte doch hin und wieder ein seltsames Eigenleben. Aber der Zweiradmechanikermeister wusste Abhilfe zu schaffen. «Beim ersten Rennen hatte ich sehr grobe Fahrwerksprobleme. Durch die Mithilfe meines Partners Zupin konnte ich die aber mit dem Umstieg auf die Fahrwerkskomponenten der Firma Mupo hervorragend lösen. Ab dann lief es technisch immer besser. Nur der Sprung auf das Siegerpodest wollte und wollte einfach nicht klappen.»

Der Weg auf die Erfolgsspur

Der erste Podestplatz liess ein wenig auf sich warten. Durch das aufmerksame Beobachten der Konkurrenz auf der Strecke wusste Ströhlein, dass früher oder später die ersten Podestplätze kommen würden. «Ich sah ja immer, wie meine Konkurrenten zu den schnelleren Rundenzeiten oder besseren Platzierungen kamen», erzählt er. «Meistens durch viel mehr Einsatz und Risiko, was ich als selbstständig Arbeitender nicht wirklich bereit bin einzugehen. Denn ich muss am Montag wieder in meiner Werkstatt stehen und mich um die Motorräder meiner Kunden kümmern. Aber dank meiner Routine fand ich immer besser in den Rhythmus und so kam mit der Zeit auch die Möglichkeit, um die Siege kämpfen zu können.»

«Wäre die Ziellinie in Hockenheim zehn Meter später gekommen, wäre ich ganz oben gestanden, da bin ich mir sicher», erinnert er sich an das Finale. «Aber der Jan (Schmidt) hatte sich den Sieg auch verdient. Er hatte die ganze Saison über schon öfters die Hand dran, allerdings war ihm wohl hier und da sein Temperament etwas im Weg. Für mich fiel nach dem letzten Rennen eine riesige Last von den Schultern. Ich glaube, ich war körperlich noch nie so ausgelaugt wie nach dieser Saison. Arbeiten, Motorrad vorbereiten, die Rennen fahren, der Kampf um den Vize-Titel, das hatte doch mehr an meinen Kräften gezehrt als ich es dachte.»

Nachdem die Entscheidung für 2019 gefallen war, läuft die Vorbereitung schon wieder an. Mit den Erfolgen im Gepäck wird jetzt nach weiteren Unterstützern gesucht. Denn auch wenn man die Saison mit dem wohl minimalsten Aufwand aller Teilnehmer bestreitet, muss es organisiert und finanziert werden. Hier würden dem Team natürlich ein paar neue Unterstützer gut tun. Argumente für ein erfolgreiches Jahr 2019 hat Stefan Ströhlein in der aktuellen Saison wohl genügend geliefert: «Ich habe vor, im nächsten Jahr mit der bewährten Basis weiterzumachen. Das Material habe ich, mein langjähriger Mechaniker Gigo macht auch wieder mit, und wenn ich noch etwas mehr finanzielle oder auch materielle Unterstützung organisieren kann, würde die Geschichte ein sauberes Bild abgeben.»

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