IDM Supersport 600

Martin Vugrinec: Mit Blitzstart zum Streckenrekord

Von - 13.08.2019 17:00

Immer besser in der IDM Supersport 600 macht sich Martin Vugrinec. In Most belegte der Kroate zweimal Platz 3, obwohl er von Startplatz 18 losfahren musste. Er knallte zudem die schnellste Runde hin.

Vor den abschließenden vier Rennen der IDM Supersport 600 wird Max Enderlein aus dem Team Freudenberg der diesjährige Titel nicht mehr zu nehmen sein. Der Yamaha-Pilot holte sich im tschechischen Most seine Saisonsiege 5 und 6 und führt die Wertung souverän mit 206 Punkten an.

Um den Vizemeistertitel gibt es vornehmlich ein Gerangel zwischen Martin Vugrinec vom UNIOR Racing Team mit aktuell 133 Punkten und dem Australier Tom Toparis (Benro Racing) mit 131 Zählern. Dahinter folgen Marc Buchner (112) und der Niederländer Sander Kroeze (103).

Martin Vugrinec, der zuletzt 2016 im Alpe Adria Cup auf dem Autodrom Most gefahren und damals die schnellste Runde hingelegt hatte, wiederholte dieses Kunststück am Sonntag in der IDM. Dabei sah es im Vorfeld gar nicht danach aus, dass der 20 Jahre alte Kroate in die oberen Punkteränge fahren würde.

«Es fing mit dem Training am Freitag eigentlich ganz ordentlich an und ich habe mich wirklich gut gefühlt», erinnert sich Vugrinec, «aber dann kam der Regen und im nassen Qualifying war ich bis auf die letzten fünf Minuten auf P4. Doch dann haben wir, ich als Fahrer und wir als Team, einen kleinen Fehler bei der Kraftstoffberechnung gemacht. So kam es, dass ich kurz vor meiner schnellsten Runde an die Box musste um nachzutanken. Anschließend bin ich in den letzten zwei Minuten von P4 auf P18 zurück gefallen. Ich war darüber ziemlich frustriert, denn von so weit hinten kannst du nicht einmal die Startlichter so richtig sehen.»

Mit Wut im Bauch und einem schlauen Plan im Kopf ging Vugrinec die beiden Rennen am Sonntag mit seiner Yamaha an. «Ich habe mir in der Nacht auf Sonntag einen Kopf darüber gemacht, wie ich am schnellsten nach vorne fahren könnte, aber ich habe es niemandem erzählt, sondern einfach in beiden Rennen umgesetzt. Es hat so gut geklappt, dass ich zweimal auf Platz 3 fahren konnte und dann habe ich auch noch einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Man sieht daran, dass man niemals aufgeben darf und sei die Situation noch so wenig hoffnungsvoll. Abgerechnet wird immer erst, wenn du an der schwarz-weiß karierten Flagge vorbei bist.»

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