IMSA

12h Sebring: Souveräner Triumph für den Nissan DPi

Von - 18.03.2018 07:01

Johannes van Overbeek, Pipo Derani und Nicolas Lapierre gewinnen im Nissan DPi die 12 Stunden von Sebring. Zwei Cadillac komplettieren das Podium beim Doppelausfall der Acura DPi. Porsche holt sich den Sieg in der GTLM.

Die DPi (Daytona Prototype international) von Cadillac und Acura gingen als die großen Favoriten in die 12 Stunden von Sebring. Doch am Ende des zweiten Saisonlaufs der amerikanischen IMSA-Serie konnte Nissan jubeln. Das Fahrer-Trio Johannes van Overbeek, Pipo Derani und Nicolas Lapierre siegte mit einem Vorsprung von 12,4 Sekunden. «Diesen Triumph hat unser ESM-Team wirklich verdient. Wir haben eine der besten Mannschaften der Welt. Unser Rennen lief problemlos und an unserem Fahrzeug dürfte kein einziger Kratzer sein», feierte van Overbeek. «Wir haben das ganze Wochenende darauf hin gearbeitet, ein Auto zu bekommen, welches in der Nacht am besten funktioniert. Das ist uns gelungen», ergänzte Teamkollege Derani. Der am Ende siegreiche Nissan DPi kämpfte über die gesamte Renndistanz alleine gegen den Rest der DPi-Meute, da der zweite Nissan von Scott Sharp, Ryan Dalziel und Olivier Pla schon in der ersten Runde einen Defekt am Getriebe hinnehmen musste.

Aber auch die Konkurrenz musste Federn lassen. Bis zur Rennmitte hatten sich die beiden Acura DPi (Team Penske) als große Anwärter auf die Sieges-Lorbeeren präsentiert. Doch dann fiel zunächst der Wagen von Helio Castroneves, Graham Rahal und Ricky Taylor mit mangelndem Öldruck aus. Wenig später erwischte es schließlich auch das Schwesterfahrzeug von Dane Cameron, Juan Pablo Montoya und Simon Pagenaud mit Problemen am Antriebsstrang. Diese stellen sich ein, nachdem Montoya auf der Strecke mit dem Cadillac von Spirit of Daytona kollidierte und dann einfach nicht mehr richtig losfahren konnte.

Somit hatten die Cadillac DPi freie Bahn für die Plätze hinter dem siegreichen Nissan. Rang zwei ging an den Wagen von Jordan Taylor, Renger van der Zande und Ryan Hunter-Reay (Wayne Taylor Racing) vor den Markenkollegen Felipe Nasr, Eric Curran und Mike Conway (Action Express Racing). Kurioserweise kollidierten diese beiden Cadillac DPi zu Rennmitte, was eine Heck-Reparatur am WTR-Cadillac zur Folge hatte. «Wir hatten Höhen und Tiefen. Mein Mittelstint war eine Herausforderung. Ich hatte Öl auf der gesamtem Windschutzscheibe und darüber noch Dreck. Als die Sonne unterging, konnte ich in Kurve 17 kaum etwas sehen. Jordan und Renger haben großartige Arbeit geleistet. Wir haben einige gute Punkte für das Team eingefahren. Wir waren nah dran, konnten den gewünschten Sieg aber die holen», erklärte Hunter-Reay. Der SoD-Cadillac (Matthew McMurry, Tristan Vautier und Edward Cheever III) fiel nach einem heftigen Crash von Vautier in Turn 17 aus. Der zweite Wagen von Action Express kollidierte mit einem LMP2 und verlor dadurch 20 Runden.

Mit etwas mit entspannteren Gesichtern konnte das Mazda Team Joest aus Sebring abreisen. Nachdem das Rennen in Daytona noch viele Probleme bescherte, konnten die beiden DPi den Speed der Konkurrenz diesmal über die ganze Renndistanz mitgehen. Und da der Mazda den geringsten Spritverbrauch hatten, lagen sie während der Phase der Boxenstopps oft in Führung, als die anderen DPi schon zum Nachtanken reinkommen mussten. Für den Wagen von Jonathan Bomarito, Spencer Pigot und Harry Tincknell reichte es am Ende für Rang sechs. Ein Problem im Bereich der Elektrik ließ den Mazda beim letzten Boxenstopp nicht gleich wieder anspringen, sodass letztendlich eine Runde verloren ging.

Die Plätze vier und fünf gingen an den Oreca von CORE autosport (Jonathan Bennett, Colin Braun und Romain Dumas) und den Ligier von United Autosports (Phil Hanson, Paul Di Resta und Alex Brundle). Die LMP2 konnten in Sebring jedoch nicht mit den DPi mithalten und erlebten somit ein eher unspektakuläres Rennen.

In der GTLM-Kategorie setzte sich Porsche durch. Im 911 RSR lagen die Werksfahrer Patrick Pilet, Frederic Makowiecki und Nick Tandy ganz vorne. «Das ist einer meiner größten Erfolge. Sebring ist mein absolutes Lieblingsrennen in den USA, und wir wussten, dass wir nur dann eine Chance haben, wenn wir uns als Team keinen Fehler erlauben. Es war ein sehr hartes Rennen. Das macht diesen Sieg umso schöner», jubelte Makowiecki am Ende.

Mit lediglich 6,230 Sekunden Rückstand belegte der BMW M8 GTE von Alexander Sims, Connor de Phillippi und Bill Auberlen Rang zwei. Der BMW hatte im Vorfeld des Sebring-Rennens einige BoP-Zugeständisse bekommen und konnte somit in der hartumkämpften Klasse mithalten. Ein Bremsenwechsel hatte den Wagen zu Rennmitte etwas zurückfallen lassen. Doch eine clevere Strategie bei den Gelbphase brachte den BMW wieder in Tuchfühlung mit der Spitze. «Es war großartig, hier um den Sieg fahren zu können. Der Kampf mit Nick Tandy hat Spaß gemacht. Im letzten Stint haben sie das Tempo mächtig angezogen, so konnte ich ihn nicht mehr einholen. Platz zwei ist aber ein gutes Ergebnis», erklärte de Phillippi. Mit Rang drei für Laurens Vanthoor, Earl Bamber und Gianmaria Bruni rundete Porsche sein starkes Ergebnis ab.

In der GTD-Klasse siegte der Lamborghini Huracan GT3 von Sellers/Snow/Lewis (Paul Miller Racing). Hier das Ergebnis aus Sebring


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Sieger der 12h von Sebring 2018: Der Nissan DPi von Johannes van Overbeek, Pipo Derani und Nicolas Lapierre © LAT Sieger der 12h von Sebring 2018: Der Nissan DPi von Johannes van Overbeek, Pipo Derani und Nicolas Lapierre Rang zwei ging an den Cadillac von Wayne Taylor Racing © LAT Rang zwei ging an den Cadillac von Wayne Taylor Racing Gewann die GTLM-Klasse: Der Porsche 911 RSR © LAT Gewann die GTLM-Klasse: Der Porsche 911 RSR
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