IMSA

24h Daytona: Was erwartet uns gleich im Rennen?

Von - 26.01.2019 16:56

Bei den 24 Stunden von Daytona kämpfen die DPi um den Gesamtsieg. Die Teams Penske, Joest, Wayne Taylor Racing und Action Express haben sich als die Favoriten herauskristallisiert. SPEEDWEEK.com blickt auf die Chancen.

Am heutigen Samstagabend gegen 20:35 Uhr wird die 57. Ausgabe der 24 Stunden von Daytona mit der grünen Flagge freigegeben. (So kann das Rennen angeschaut werden.) Insgesamt 47 Fahrzeuge werden auf die Hatz zweimal um die Uhr geschickt. Als die ganz großen Favoriten gehen die DPi von Acura und Mazda ins Rennen. Beide Hersteller okkupieren mit ihren Fahrzeugen auch die ersten beiden Startreihen. Mit Penske und dem deutschen Team Joest setzen zudem zwei international renommierte Teams die Boliden ein. An beiden Kommandoständen wird also genau gewusst, was getan werden muss, um am Ende jubeln zu können. Acura gilt im Daytona-Fahrerlager als großer Sandbagger. Viele Konkurrenten wollen wissen, dass die zwei von Juan Pablo Montoya/Dane Cameron/Simon Pagenaud und Ricky Taylor/Helio Castroneves/Alexander Rossi bewegten DPi bislang wohl noch nicht alles gezeigt haben.

Sandbagging hin oder her: Fest steht, dass die Acura im schnellen letzten Sektor richtig gut gehen und regelmäßig bei den Topspeed-Werten vorne liegen. Die hohe Endgeschwindigkeit kommt dem Acura zudem beim Überrunden zu Gute. Und bei 47 Fahrzeugen auf lediglich 5,73 Kilometern wird über die 24-Stunden-Distanz ordentlich Verkehr auf der Strecke zu bewältigen sein. Da zählt jedes km/h gleich doppelt.

Bislang die meisten Karten auf den Tisch gelegt haben die beiden Mazda DPi. Das beweisen die Bestzeiten beim Roar-Test und in der Qualifikation. Doch bei den von Jonathan Bomarito/Harry Tincknell/Olivier Pla sowie Oliver Jarvis/Tristan Nunez/Timo Bernhard/René Rast gefahrenen Rennern, stellt sich ganz klar die Frage der Standfestigkeit. Das Gesamtpaket wurde über den Winter stark überarbeitet. Vor allem am (nun höher drehenden) 2L-R4-Turbomotor sind viele neue Teile verbaut. Und nennen wir es einmal so: Die Triebwerke von Motorenpartner AER haben sich in der Vergangenheit nicht unbedingt als die größten Steher ausgezeichnet.

Auch das Cadillac-Lager darf nicht unterschätzt werden. Insbesondere die Wagen von Wayne Taylor Racing (Renger van der Zande/Jordan Taylor/Fernando Alonso/Kamui Kobayashi) und Action Express Racing (Felipe Nasr/Eric Curran/Pipo Derani bzw. Joao Barbosa/Filipe Albuquerque/Christian Fittipaldi) müssen in Bezug auf die Favoriten-Frage mit genannt werden. Der Cadillac hat seine Stärken im engen ersten Sektor – dem drehmomentstarken 5.5L-V8-Motor sei Dank. Auf den langen Geraden und im Banking geht dem einzigen Saugmotor-DPi aber (BoP bedingt) die Luft aus. Das macht vor allem die ersten Kilometer nach den jeweiligen Re-Starts sehr schwer für die Cadillac-Piloten.

Grundsätzlich wird eines der vier genannten Teams (Penske, Joest, WTR und Action Express) den Daytona-Sieg 2019 einfahren. Alles andere wäre eine faustdicke Überraschung.
Genau anders herum sieht es in der GTLM-Kategorie aus. Dort haben alle fünf involvierten Hersteller (BMW, Corvette, Ferrari, Ford und Porsche) intakte Siegchancen. Das hat zum einen mit der engen BoP in der Klasse zu tun – und zum anderen mit dem Wetter. Denn so wie es derzeit scheint, scheint die Sonne in Daytona an diesem Wochenende nicht wirklich viel. Für den Sonntag ist ab 8:00 Uhr sogar heftiger Regen angesagt. Bei solchen Verhältnissen sind die konzeptbedingten Unterschiede der einzelnen Fahrzeuge noch geringer als bei Trockenheit. Es wird dann darauf ankommen, wer zu welcher Zeit die richtigen Reifen montiert hat und wer am Kommandostand die beste Übersicht behält. Letztendlich gilt aber das natürlich auch für die DPi-Wettbewerber.

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Wird in Daytona hoch gehandelt: Der Acura DPi vom Team Penske © LAT Motorsport Images Wird in Daytona hoch gehandelt: Der Acura DPi vom Team Penske Ob BMW M8 GTE oder Porsche 911 RSR: In der GTLM-Klasse gibt es keine Außenseiter © LAT Motorsport Images Ob BMW M8 GTE oder Porsche 911 RSR: In der GTLM-Klasse gibt es keine Außenseiter
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