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Aprilia RS 660: Markteinführung 2020

Von - 07.06.2019 10:50

Patentzeichnungen zeigen: Der im November 2018 an der Motorradmesse Mailand gezeigte Aprilia-Prototyp war nicht nur eine Standdekoration, sondern ein Motorrad, das gebaut werden soll.

Ein Supersport-Motorrad mit zwei Zylindern und 660 ccm – damit überraschte Aprilia an der wichtigsten Motorradmesse Europas die Motorradwelt. Der Markt für Supersportler mit 600er Vierzylindermotoren ist in den vergangenen Jahren weggeschrumpft, nachdem die 1000er Supersportler dank Assistenzelektronik ihren Schrecken verloren haben. Aprilia versicht nun mit einem Leichtbau-Zweizylinder einen neuen Ansatz.

Der Motor soll auf dem 1100er V4 basieren, mehr ist zum 660er Reihenmotor mit nach vorne geneigter Zylinderbank nicht zu erfahren. Angesichts der kompakten Bauweise heutiger Supersport-Motoren lassen sich rund 100 ccm an zusätzlichem Hubraum kaum durch simples Aufbohren realisieren. Wenn aber dieser zusätzliche Hubraum mit einem verlängerten Hub erreicht wird, verfügt die RS 660 über ein Motorgehäuse, das allenfalls entfernt dem der RSV4 ähnelt, denn es müsste eine Kurbelwelle mit mehr Hub untergebracht werden.

Mehr Details zum Produktionsmodell lassen sich naturgemäss aus den Designzeichnungen herauslesen. Erfreulicherweise entspricht das Serienmotorrad weitgehend dem Prototypen. Das Aluchassis verspricht Leichtbau und hohe Fahrwerksqualität. Der Mailänder Prototyp war mit Federelementen von Öhlins und Stylema-Bremszangen von Brembo ausgerüstet. Das Beste war für dieses Ausstellungsstück gut genug.

Das Serienmotorrad auf den Zeichnungen ist mit Fahrwerkskomponenten von Sachs und Brembo-Monoblockzangen ausgerüstet, denn der Preis wird bei einem Mittelklasse-Supersportler mitentscheidend sein für den Markterfolg.

Auch die Schwinge entspricht nicht der aufwändigen Bananenschwinge des Prototyps, sondern ist ein einfacher zu fertigendes Teil mit Oberzug. Dafür wurde das selbsttragende Einzelsitz-Heckteil beibehalten. Dieses dürfte nicht wie beim Prototypen aus Karbonfiber, sondern aus einem einfacher zu fertigenden Kunststoff hergestellt werden.

Eine zweite Überraschung dürfte Aprilia mit der RS 660 nicht gelingen: Wir erwarten das Serienmotorrad oder zumindest ein Vorserienmodell Anfangs November an der Motorradmesse Mailand und die Markteinführung im Jahr 2020. Hoffentlich rechtzeitig zu Beginn der Motorradsaison.

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Aprilia RS 660: Patentzeichnungen zeigen ein Motorrad, das in weiten Teilen dem Prototypen entspricht © Aprilia Racing Aprilia RS 660: Patentzeichnungen zeigen ein Motorrad, das in weiten Teilen dem Prototypen entspricht Die Front und die Anordnung der Scheinwerfer wurde leicht geändert © Aprilia Die Front und die Anordnung der Scheinwerfer wurde leicht geändert Keine aufwändige Bananenschwinge und Federelemente von Sachs, um einen marktgerechten Preis zu erreichen © Aprilia Racing Keine aufwändige Bananenschwinge und Federelemente von Sachs, um einen marktgerechten Preis zu erreichen Am Prototypen durften die Techniker verbauen, was sie für richtig hielten, unter anderem Stylema-Bremszangen und eine sündhaft teure Öhlis-Gabel © Aprilia Racing Am Prototypen durften die Techniker verbauen, was sie für richtig hielten, unter anderem Stylema-Bremszangen und eine sündhaft teure Öhlis-Gabel
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