Langbahn-GP

Hochspannung: WM-Entscheidung fällt in Roden (NL)

Von - 18.09.2019 17:14

Die Langbahn-WM wird am Sonntag in Roden (NL) entschieden. Es ist wieder Hochspannung angesagt beim Duell zwischen Martin Smolinski aus Olching und Dimitri Bergé (F). Aber auch dessen Landsmann Mathieu Trésarrieu lauert.

Wie im Vorjahr muss auch in dieser Saison der letzte Grand Prix in der Langbahn-WM die Entscheidung über den Weltmeister bringen. In einem atemberaubenden Finale rang Martin Smolinski damals in Mühldorf den Franzosen Dimitri Bergé nieder und holte sich den höchsten zu vergebenen Solo-Titel auf der Langbahn.

In diesem Jahr ist es ebenso spannend. Nach vier gefahrenen Grands Prix hat Bergé einen Punkt Vorsprung auf Smolinski, der nur zu gern in Roden wieder Weltmeister werden möchte. «Ich muss zwei Punkte mehr als Bergé holen», so Smolinski zum WM-Showdown in den Niederlanden.

Die 600 m lange Sandbahn im Speed-Center Roden, etwa 15 Kilometer südwestlich von Groningen und rund sieben Kilometer außerhalb des 14.500-Seelen-Ortes gelegen, hat der Bayer noch in sehr guter Erinnerung, denn hier wurde er 2017 mit der deutschen Mannschaft Langbahn-Team-Weltmeister.

Aber Vorsicht ist angebracht. Erst am vergangenen Wochenende in Vechta schnappten die Franzosen mit Dimitri Bergé und Mathieu Trésarrieu dem deutschen Langbahnteam die WM vor der Nase weg. Allerdings hatten Martin Smolinski, Lukas Fienhage und Max Dilger die späteren Weltmeister im Vorlauf klar besiegt. Gegen die Tschechen leisteten sich Smolinski und Dilger beide einen miserablen Start, der gegen die klug fahrenden Franc und Co. nicht mehr aufzuholen war, trotz eines Laufsieges von Fienhage.

Bereits im Vorjahr fiel die Titelentscheidung zwischen Smolinski und Bergé erst im letzten Lauf des Tages und auch in diesem Jahr könnte es einen Showdown bis zum Finallauf geben. Smolinski und Bergé werden in den Vorläufen nur einmal gegeneinander fahren und sich in den restlichen Läufen ein Fernduell um die WM-Punkte liefern.

Mathieu Trésarrieu als aktueller WM-Dritter kann sich allerdings auch noch Hoffnungen machen, denn mit seiner Punktzahl 82 hat er noch theoretische Chancen auf den Titel.

Lukas Fienhage, vor einer Woche erst 20 Jahre alt geworden, hat bisher eine glänzende Vorstellung in der WM abgeliefert. Der Clubfahrer vom AC Vechta rangiert mit 57 Punkten gleichauf mit Josef Franc auf WM-Rang 4. Bis Jesse Mustonen (FIN) und Chris Harris (GB) auf den Rängen 7 und 8 sind es 20 Punkte Vorsprung. Das müsste eigentlich für den Permanent-Start in 2020 reichen.

Der Lahrer Max Dilger macht sich mit bisher 36 Zählern ebenfalls noch große Hoffnungen, seinen Platz im GP des kommenden Jahres zu finden. Darüber muss sich Bernd Diener keine Sorgen machen, denn der Gengenbacher hat sich schon über den Challenge qualifiziert. Der Dohrener Jörg Tebbe auf Platz 14 kann am Sonntag ohne jeglichen Druck fahren, ihm wird es um eine möglichst gute Vorstellung gehen.

Langbahn-WM Stand nach 4 von 5 GP:

1. Dimitri Bergé (F), 95 Punkte
2. Martin Smolinski (D), 94
3. Mathieu Trésarrieu (F), 82
4. Lukas Fienhage (D), 57
5. Josef Franc (CZ), 57
6. Theo Pijper (NL), 53
7. Jesse Mustonen (FIN), 37
8. Chris Harris (GB), 37
9. Max Dilger (D), 36
10. James Shanes (GB), 34
11. Andrew Appleton (GB), 29
12. Martin Malek (CZ), 27
13. Bernd Diener (D), 24
14. Jörg Tebbe (D), 17
15. Stéphane Trésarrieu (F), 14
16. Romano Hummel (NL), 14
17. Zach Wajknecht (GB), 9
18. Stephan Katt (D), 3
19. Gaetan Stella (F), 1
20. Julian Bielmeier (D), 0

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Martin Smolinski (7), Lukas Fienhage (8) und Max Dilger (9) sind die deutschen Top-Piloten in Roden © Hagen Martin Smolinski (7), Lukas Fienhage (8) und Max Dilger (9) sind die deutschen Top-Piloten in Roden
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