Langbahn-WM

Werlte: Kai Huckenbeck gewinnt Langbahn-WM Challenge

Von - 26.07.2015 21:26

Der Deutsche Speedwaymeister Kai Huckenbeck gewann auf seiner Heimbahn in Werlte sensationell den FIM Langbahn-WM Challenge. Fixstarter für 2016 sind neben dem Werlter auch Jörg Tebbe und Matthias Kröger.

Das war ein Top-Event in Werlte. Was aber so nicht voraus zu sehen war. Nach der Absage vom Samstag, wo die Verantwortlichen des MSC Werlte in Voraussicht des kommenden Unwetters wohltuend vorausschauend handelten, stand die Bahn nach sintflutartigen Regenfällen am Abend und in der Nacht am Sonntagmorgen voll unter Wasser.

«Als ich kurz vor 6 Uhr auf die Bahn kam, waren schon 30 unserer Leute voll in Arbeit, um die Wassermassen abzupumpen», freute sich MSC-Sportleiter Josef Hukelmann über den Arbeitseinsatz seiner Kollegen. Im Laufe des Vormittags wurde die Bahn aber immer besser. Die Sonne schien, viele Zuschauer pilgerten an den Hümmlingring und um 13.30 Uhr schnurrte das Startband zum ersten Challenge-Lauf in die Höhe.

In jedem der Läufe ging es um Alles, nämlich um Punkte. Die drei Punktbesten hätten am Ende des Tages ihr WM-Ticket für 2016 in der Tasche, das war allen von vorne herein klar und so fuhren sie auch. Aber es ging erstaunlich fair und sportlich zu auf dem nur 430 Meter langen Oval und es gab keinen einzigen Sturz zu verzeichnen.

Nach vier Vorläufen und den beiden Semifinals hatten gleich vier Fahrer 20 Punkte auf ihrem Konto und waren damit für das Finale qualifiziert: Matthias Kröger, Mathieu Tresarrieu, Kai Huckenbeck und Jörg Tebbe. Stephan Katt konnte sich mit 18 Punkten noch eine kleine Chance auf das WM-Ticket erhoffen.

Bernd Diener schaffte 15 Punkte und wurde Sechster. «Ich bin zufrieden mit meiner Leistung heute», sagte der Gengenbacher am Ende, «leider habe ich meine ersten beiden Läufe versaut.»

Im Finale war Kai Huckenbeck nicht mehr zu halten. Der 22-jährige Werlter hatte einen super Start und verblies die Konkurrenz total. «Es ist schön zuhause zu gewinnen», untertrieb der Speedway-Profi bei der Siegerehrung, «das war ein super Erfolg und ich freue mich jetzt total. Heute morgen hatte ich im Training noch arge Probleme mit dem Motorrad und auch mit der Bahn. Ich habe gedacht, oh Gott, wie soll das werden? Dann klappte es aber immer besser, vor allem meine Starts waren gut.»

Jörg Tebbe, der sich im Laufe des Tages kontinuierlich steigerte, wurde Zweiter. «Ich bin happy, dass ich jetzt sicher in der WM 2016 bin», freute sich der Dohrener. Der vorher starke Franzose Mathieu Tresarrieu schied nach einem technischen Defekt aus.

Damit war der Weg in die WM frei für Matthias Kröger, der sich in der letzten Runde von seinem Freund Stephan Katt noch einen Punkt wegnehmen ließ. «Im Finale fuhr ich neben Kai in Kurve 1, er kam von innen und konnte mich rausdrücken und mir anschließend die Brille vollschmeißen», sagte Kröger später. Der Bokeler fuhr mit Schmerzen in der Hand, Nachwirkungen von einem Sturz im Bundesliga-Wettkampf in Stralsund vor einer Woche.

Dieser Punkt war für Katt aber immens wichtig, denn wenn einer der WM-Kandidaten ausfällt ist er der Nachrücker Nummer 1. «Ich konzentriere mich jetzt auf die restlichen GPs, vielleicht schaffe ich es ja noch auf dem direkten Weg.»

Ergebnisse Langbahn-WM Challenge Werlte/D:

1. Kai Huckenbeck (D), 20 Vorlaufpunkte, 24 Punkte
2. Jörg Tebbe (D), 20, 23
3. Matthias Kröger (D), 20, 21
4. Stephan Katt (D), 18, 20
5. Mathieu Tresarrieu (F), 20, 20
6. Bernd Diener (D), 13, 15
7. Theo di Palma (F), 13, 13
8. Richard Hall (GB), 11,12
9. Glen Phillips (GB), 7, 8
10. Josef Franc (CZ), 7, 7
11. Paul Cooper (GB), 6, 6
12. Henry van der Steen (NL), 5
13. Stéphane Tresarrieu (F), 3, 3
14. Richard de Biasi (F), 1, 1
15. Jerome Lespinasse (F), 1, 1
16. Richard Wolff (CZ), 0, 0
17. Alexandre Dubernard (F), 0, 0

Semifinale 1:

1. Tebbe, 4 Punkte
2. Kröger, 3
3. Katt, 2
4. Hall, 1
5. Franc, 0

Semifinale 2:

1. Huckenbeck, 4 Punkte
2. M. Tresarrieu, 3
3. Diener, 2
4. Phillips, 1
5. di Palma, 0

Finale:

1. Huckenbeck, 4 Punkte
2. Tebbe, 3
3. Katt, 2
4. Kröger, 1
5. Tresarrieu, 0 (Ausfall)

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Das Challenge-Finale gewann Kai Huckenbeck (4) vor Jörg Tebbe (2) © Hagen Das Challenge-Finale gewann Kai Huckenbeck (4) vor Jörg Tebbe (2) Huckenbeck, Tebbe, Kröger und Katt vor der Siegerehrung © Hagen Huckenbeck, Tebbe, Kröger und Katt vor der Siegerehrung
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