MotoE

Das erste Foto: Ein MotoE-Motorrad ohne Verkleidung

Von - 26.11.2018 08:08

Beim ersten Test für den MotoE-Weltcup in Jerez waren die Elekro-Bikes 4 sec langsamer als die Moto3. Die 260 kg-Motorräder leisten nur 108 PS. Die Batterie wiegt 100 kg. In den Rennen stehen sie nur sechs Runden durch.

In Jerez fand von Freitag bis Sonntag das erste Aufeinandertreffen des MotoE-Startfelds statt. Dynavolt Intact GP-Pilot Jesko Raffin testete am Freitag, Langstrecken-Pilot Marvin Fritz sprang am Samstag und Sonntag als Ersatzfahrer ein.



Auf der Rennstrecke von Jerez begann am vergangenen Wochenende das Zeitalter der Batterie-betriebenen GP-Maschinen.  Auch ein deutsches Team wird dabei sein. 
Jesko Raffin, der den Weltcup für das Dynavolt Intact GP-Team bestreiten wird, testete am Freitag und flog dann nach Valencia, um dort als neuer Moto2-Europameister beim CEV-Repsol-Finale an den Start zu gehen und Dritter zu werden.

Doch selbst nach nur einem Testtag konnte sich der 22-jährige Schweizer ein Bild von seinem zukünftigen Elektro-Bike, der 260 kg schweren Energica Ego Corsa, machen. Mit seiner Zeit vom Freitag landete er in der Rangliste auf dem 12. Platz.



Am Samstag und Sonntag kam bei Intact der deutsche Endurance WM-Pilot Marvin Fritz als Ersatzmann zum Einsatz. Der 25-Jährige konnte für die Intact GP-Mannschaft mit den Michelin-Reifen bei nassen sowie trockenen Bedingungen weitere wichtige Daten sammeln und nützliche Rückmeldungen geben. 



Ergebnisse MotoE-Test Jerez:
1. Bradley SMITH, 1:50.265

2. Niki TUULI, 1:50.627 (+ 0,362 sec)

3. Mike DI MEGLIO, 1:50.741 (+ 0,476)

Ferner:

12. Jesko RAFFIN, 1:52.675 (+ 2,410)
16. Marvin FRITZ, 1:53.355 (+ 3,090)

Jesko Raffin, P12 - 1:52.675 (+ 2,410 sec)

«Ich bin ohne Erwartungen nach Jerez gekommen. Ich wusste nicht, wie ich mir die Moto-E vorstellen soll. Im ersten trockenen Training konnte ich mir dann wirklich ein Bild machen. Es war erstaunlich positiv. Das Bike ist vom Gewicht her deutlich schwerer als das, was ich bisher kannte, aber man merkt es gar nicht so extrem. Die Beschleunigung ist sehr speziell, allerdings gleicht es sich ein wenig aus in der Anfangsphase. Auch das Handling, die Bremsen und das Fahrwerk sind ziemlich gut, aber ich denke, die Batterien müssten noch weiter entwickelt werden über den Winter, sodass man länger Power hat. Bei diesem Test konnten viele Daten gesammelt werden, um das Motorrad bis nächstes Jahr zu optimieren. Danke an das Intact GP-Team für die Möglichkeit, hier zu sein. Ich freue mich schon das nächste Mal.»

Marvin Fritz, P16 - 1:53.355 (+ 3,090 sec)


«
Ich bin an den zwei Tagen nur zwei Mal im Trockenen gefahren. Das erste Mal war am Samstag, das waren nur vier, fünf Runden. Als ich erstmals auf dem Bike saß, war es schwierig, aber nun haben wir einiges an Daten gesammelt. Das Motorrad steht gut auf dem Fahrwerk. Von der Geometrie her passt es auch, Batterie und Übersetzung ebenso. Am Sonntag war es in der letzten Session fast trocken, aber es gab trotzdem noch nasse Stellen. Zwar wurde es zum Schluss besser, aber da war dann der Akku leer, sprich wir hatten weniger Leistung. Deswegen konnte ich den neuen Hinterreifen nicht ausnutzen. 

Sonst bin ich gut mit dem Motorrad zurechtgekommen.»

Fritz weiter: «Ich kann sagen, dass es ein guter Test war. Ich hätte nicht erwartet, dass sich das Bike so einfach fahren lässt. Die 260 kg spürt man gar nicht so extrem. Klar, wenn man pusht, schiebt es das Motorrad über das Vorderrad etwas nach außen, aber generell ist das nicht so schlimm. Ich denke, das ist bei jedem Motorrad so, auch beim Superbike. Die Motorbremse kann man gut einstellen. Es fährt sich wie ein Superbike mit weniger Leistung. Die Sitzposition und das Fahrwerk sind super, genau wie die Bremsen. Das ist ein gutes Motorrad. Es hat mich gefreut, hier teilnehmen zu können. Großes Dankeschön an das Intact GP-Team für die Einladung.»

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