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Dominique Aegerter: «Meine Zweifel waren groß»

Von - 06.12.2017 19:41

Domi Aegerter ist erleichtert. «Jetzt weiß ich zumindest, dass ich KTM fahre. Aber wir haben auch an einem Plan B gearbeitet. Denn es hat sich mehrmals alles verschoben.»

Dominique Aegerter (27) hat wie sein nächstjähriger Moto2-Teamkollege Sandro Cortese schwere Zeiten hinter sich.

Zuerst wurde sein Misano-Sieg wegen illegaler Ölzusätze annulliert; danach starb Teamteilhaber Stefan Kiefer in der Nacht vor dem ersten Malaysia-GP-Training.

Dann ging das Zittern um den Fortbestand und möglich neue Eigentümer von Kiefer Racing los.

Doch heute wurde ein erster Etappensieg errungen. David Pickworth hat bei KTM einen Vertrag unterschrieben, er hat die Absicht, das deutsche Team zu übernehmen und weiter zu betreiben – mit Aegerter und Cortese.

Domi, wie hast du die letzten Wochen erlebt? Ist dir heute ein Stein vom Herzen gefallen? Sandro Cortese hat erzählt, er habe einige schlaflose Nächte hinter sich.

(Er lacht). Ja, ich war auch sehr kribbelig. Ich bin ja sonst schon viel am Mobiltelefon, aber ich habe in den letzten paar Wochen extrem viele Anrufe gemacht. Ich bin dauernd am Telefon gewesen, ich habe dauernd Meetings gehabt.

Ich habe viel mit meinem Manager Robert Siegrist telefoniert, um zu besprechen, was man machen könnte, wenn die Teamübernahme von David Pickworth nicht zustande kommt.

Aber dann habe ich heute endlich die Information bekommen, dass der Vertrag mit KTM jetzt unterschrieben ist. Da ist mir ein Riesenstein vom Herzen gefallen.

Ich freue mich natürlich riesig, dass es jetzt geklappt hat. Ich bedanke mich bei David Pickworth und bei KTM, dass sie jetzt einen Weg gefunden haben.

Wie groß waren zwischendurch deine Zweifel?

(Er seufzt). Ja, meine Zweifel waren schon groß. Denn nach dem Tod von Stefan war eigentlich alles sehr ungewiss. Ich habe ihn bisher nicht persönlich kennengelernt, wir haben zwar viel miteinander telefoniert.

Aber es wurde ein Termin bei KTM verschoben, es hat sich der Vertrag mit Jochen Kiefer verschoben. Dann habe ich fast schon nicht mehr dran geglaubt.

Jetzt wo David gesagt hat, er treffe sich heute mit KTM, habe ich sofort wieder Hoffnung geschöpft und an das Projekt geglaubt.
Ich bin natürlich voll erleichtert. Ich freue mich, auf dem KTM-Chassis zu fahren.

Es war viel von einem Plan B die Rede. Wie hätte dieser ausgesehen? Du hättest selbst Geld bei Kiefer mitbringen müssen, womöglich wäre nur mit einem Fahrer gefahren worden – ohne Cortese?

Ja, es war Zeit, dass jetzt Fakten geschaffen wurden. Wir sind mit der Planung jetzt zwei Monate in Verzug. Deshalb war es professionell, eine zweite Lösung aufzustellen. Wir haben mit unseren Sponsoren und Förderern in der Schweiz über diese Angelegenheit geredet. Wir mussten einen Plan B machen. Denn der Plan A bestand vor einer Woche noch aus Luft.

Aber für den Plan B wären 1,2 bis 1,5 Millionen Euro nötig gewesen. So ein Betrag lässt sich ja nicht in wenigen Tagen auftreiben?

Ja, wir sind schon sehr gut im Plan gewesen. Ich habe mir in den zwei, drei Jahren, wo ich gut verdient habe, etwas auf die Seite gelegt. Ich hätte von meinem eigenen Geld etwas investieren müssen; ich hätte das auch gemacht.

Ich habe aber auch in der Schweiz sehr gute Sponsoren, die hinter mir gestanden sind und mich weiter unterstützt hätten. Auch mein Manager Robert Siegrist hätte von sich noch etwas gesponsert, er hätte auf seine Prozent verzichtet.

Wir hätten sicher Vollgas geben müssen.

Aber Jochen Kiefer hatte ja noch Sponsoren vom Team.

Ich weiß nicht, ob es geklappt hätte. Aber wir hätten sicher alles gegeben. Damit ich nächstes Jahr fahren kann.

Trotzdem bin ich jetzt erleichtert, dass wir dieses Geld jetzt nicht mitbringen müssen.

Welche Ziele nimmst du dir für 2018 vor?

Wir wissen alle, die KTM ist ein super Chassis. KTM hat die letzten drei Rennen 2017 gewonnen. Aber es muss auch im Team alles stimmen, die Abstimmung muss passen, du musst mental stark und fit sein.

Beim Bike wird es sicher keine Ausreden geben. Ich muss zuerst schauen, wie ich mit dem Motorrad zurechtkomme.

Aber ich bin überzeugt, dass es gut wird. Ich will in der WM unter die Top-5 kommen oder in der WM aufs Podium kommen.

Aber ich muss festhalten: Jetzt ist mal der Vertrag mit KTM unterschrieben. Aber die Verträge mit dem Team und den Fahrern sind immer noch nicht unterschrieben.

Wir müssen abwarten. Es geht jetzt Schritt für Schritt.

David Pickworth sagt, er muss deinen Vertrag mit Kiefer anerkennen, er ist Bestandteil des Vorvertrags.

Darüber weiß ich im Detail zu wenig Bescheid. Klar, ich habe im September einen Vertrag mit Stefan Kiefer gemacht. Es klingt gut, wenn ich höre, dass David den Vertrag rechtwirksam machen will.

Die Teamsponsoren sollen im Januar in Wien präsentiert werden. Bist du jetzt völlig beruhigt?

Es ist noch ziemlich viel offen. Ich bin jetzt erleichtert, weil ich weiß, dass ich KTM fahre.

Dazu habe ich einen Vertrag mit Kiefer, ich habe sein sehr enges Verhältnis zu Jochen Kiefer. Und ich stehe ständig in Kontakt zu David.

Es gibt ja auch nicht viele andere Fahrer wie Sandro und mich, die um eine Top-5-Platzierung kämpfen können.

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