Moto2

Jürgen Lingg (Intact GP): «Der neue Motor ist super»

Von - 14.12.2018 17:36

Bei den letzten Testfahrten des Jahres 2018 belegten die Dynavolt-Intact-GP-Piloten Marcel Schrötter und Tom Lüthi die Plätze 7 und 12. Wie seine beiden Fahrer war auch Teamchef Jürgen Lingg vom neuen Bike sehr angetan.

In der Saison 2019 steigt die Moto2-Klasse von Honda 600-ccm-Motoren auf Triumph 765-ccm-Aggregate um, dazu kommt jede Menge neue Elektronik von Magneti Marelli. Dynavolt-Intact-GP-Teamchef Jürgen Lingg ist besonders über die Einführung des Blippers und der elektronischen Motorbremse begeistert. «Es ist eine Einheitselektronik, auf die haben wir keinen Einfluss, aber das ist schon gut, weil es etwas näher an die MotoGP rückt. Die Moto2-Klasse soll für die jungen Fahrer ja ein Sprungbrett in die MotoGP sein, und wenn sie da jetzt schon etwas mehr mitbekommen, tun sie sich dann leichter. Ich finde es schon gut», erklärte Lingg.

Bisher sei die Moto2- und Moto3-Welt schon «etwas verdreht» gewesen, betonte der Allgäuer. «Die Moto3-Klasse hatte mehr Elektronik als die Moto2. Da gab es von Anfang an auch eine elektronische Motorbremse, die wir nie hatten, und das ist der größte Schritt», meinte er.

«Wir haben in der Moto2 jetzt auch einen Blipper und ich denke, das sollte in der heutigen Zeit auch normal sein. Das hat bald jedes Serienmotorrad, wir hatten es nicht. Man muss also jetzt beim Herunterschalten keine Kupplung mehr ziehen, was natürlich das Einfahren in die Kurven sehr erleichtert. Hinzu kommt eine neue elektronisch einstellbare Motorbremse, was das Fahrverhalten in den Kurven positiv beeinflusst. Auch die Launch-Control ist neu, aber das sind nur so die groben Hauptneuerungen. Mit der elektronischen Motorbremse und der Gasannahme können wir schon viel machen. Daran müssen wir jetzt arbeiten. Ich finde es schon gut, was beim neuen Motor mit der Elektronik gemacht wird. Sie kann auch noch viel mehr und ich denke, dass es Schritt für Schritt geöffnet wird, sobald bei den Teams alles problemlos läuft.»

Vielleicht könne sich nun auch mal wieder ein Team durch besonders gute Arbeit hervortun, vermutet er. Lingg: «Bisher war eben alles doch sehr begrenzt, und ich denke, dass wir jetzt schon etwas mehr Einfluss haben.»

Nur positive Bemerkungen gab es von Lingg auch über den neuen Dreizylinder-Triumph-Motor. «Ich finde ihn super. Man merkt schon, der hat richtig Bumms. Speziell das Drehmoment sind 20 Newtonmeter mehr als beim alten Motor. Die Fahrer sind nach der ersten Ausfahrt reingekommen und haben gegrinst. Tom natürlich nicht, denn für ihn ist es massiv weniger Leistung. Marcel war aber von Anfang an super happy», zog er eine erste Bilanz und lobte auch Motorradhersteller Kalex.

«Mich beeindruckt auch, was Kalex gemacht hat. Marcel sagte zu mir, es fühlte sich an wie sein letztjähriges Motorrad mit einem anderen Motor. Es fährt genau gleich und das ist wirklich gut.» Trotzdem müsse man mit den Füßen auf dem Boden bleiben, warnte er. «Wir sind erst am Anfang und wollen jetzt nicht in Euphorie ausbrechen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber natürlich auch viel Potenzial und das wollen wir ausschöpfen.»

Linggs Fazit der ersten Testtage mit dem neuen Bike fällt durchwegs positiv aus. «Rein konstruktionsmäßig gibt es nichts zu ändern, wir müssen nur an der Einstellung arbeiten» sagte er. «Ich denke, wenn wir unser Potenzial ausschöpfen können, sieht man, wo man noch etwas verbessern kann. Im Moment ist das Paket aber gut.»

Kombinierte Jerez-Zeiten vom 23., 24. und 25. November

1. Marini, Kalex, 1:41,524 min
2. Lowes, Kalex, + 0,268 sec
3. Alex Márquez, Kalex, + 0,377
4. Gardner, Kalex, + 0,467
5. Baldassarri, Kalex, + 0,511
6. Navarro, Speed-up, + 0,672
7. Schrötter, Kalex, + 0,717
8. Fernandez, Kalex, + 0,740
9. Nagashima, Kalex, + 0,758
10. Vierge, Kalex, + 0,781
11. Bulega, Kalex, + 0,787
12. Lüthi, Kalex, + 0,873
13. Binder, KTM, + 0,941
14. Manzi, MV Agusta, + 1,219
15.
Corsi, Kalex, + 1,258
16. Di Giannantonio, Speed-up, + 1,288
17. Bastianini, Kalex, + 1,351
18. Odendaal, NTS, + 1,356
19. Locatelli, Kalex, + 1,364
20. Tulovic, KTM, + 1,392
21. Pawi, Kalex, + 1,488
22. Aegerter, MV Agusta, + 1,599
23. Martin, KTM, + 1,837
24. Pratama, Kalex, + 1,981
25. Bezzecchi, KTM, + 2,128
26. Lecuona, KTM, + 2,129
27. Chantra, Kalex, + 2,376
28. Dixon, KTM, + 2,624
29. Öttl, KTM, + 2,683
30.
Bendsneyder, NTS, + 3,040
31. Cardelus, KTM, + 3,279

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
Jürgen Lingg gefällt die Richtung, in die die Moto2-Klasse geht © Gold & Goose Jürgen Lingg gefällt die Richtung, in die die Moto2-Klasse geht
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

Moto2

Moto2 2019 Astra Honda Racing Team - Dimas Ekky im Portrait

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Mathias Brunner

Mercedes: Wann werden Dauer-Sieger unsympathisch?

​​Die Fans mögen keine Dauer-Sieger. Das beste Beispiel: Als Michael Schumacher (Ferrari) und Sebastian Vettel (Red Bull Racing) alles in Grund und Boden fuhren. Mercedes-Teamchef Toto Wolff bleibt gelassen.

» weiterlesen

 

tv programm

Monster Jam Championship Series

Mi. 23.01., 21:50, Motorvision TV


Autofocus

Mi. 23.01., 21:50, ORF 2


NASCAR Cup Series Pocono 400, Pocono Raceway

Mi. 23.01., 22:40, Motorvision TV


SPORT1 News

Mi. 23.01., 22:55, SPORT1+


Bundesliga Aktuell

Mi. 23.01., 23:55, SPORT1+


SPORT1 News

Mi. 23.01., 23:55, SPORT1+


car port

Do. 24.01., 01:45, Hamburg 1


Super Cars

Do. 24.01., 01:55, Motorvision TV


SPORT1 News

Do. 24.01., 02:00, SPORT1+


car port

Do. 24.01., 03:45, Hamburg 1


Zum TV Programm
26