Moto2

Moto2-Ära mit Triumph: Mehr Bumms und mehr Drehmoment

Von - 26.12.2018 09:29

Alle Fahrer und Teams sind froh, dass nach zwei Jahren Vorbereitung endlich in die neue Moto2-Ära mit den 140 PS starken Triumph-Einheitsmotoren starten zu können. Aber es ist auch Kritik zu hören.

Am 10. März 2019 beginnt beim Katar-GP eine neue Ära in der Moto2-Weltmeisterschaft. Nach neun Jahren mit den Honda-CBR 600RR-Einheitsmotoren werden die Teams mit den neuen 765-ccm-Dreizylinder-Triebwerken der Triumph Street Triple ausgestattet. Bereits von 23. bis 25. November fanden die ersten offiziellen IRTA-Tests in Jerez mit den britischen Kraftquellen statt. 
Das bisherige System wird beibehalten: Die Teams bekommen jeweils nach drei Grand Prix frische Motoren zugelost, die Kosten für die Triebwerke bleiben bei 20.000 Euro pro Saison und Fahrer. Den Rest bezahlen Dorna und Triumph.

Ein klarer Unterschied wird das wesentlich bessere Drehmoment sein durch die Erhöhung des Hubraums von 600 auf 765 ccm. Bisher sprach Triumph immer von 130 bis 135 PS, heute wurde bei einer Pressekonferenz in Valencia von Triumph-Ingenieur Stuart Wood erstmals die Zahl von 140 PS genannt.

Was die Fahrer erfreut: Magneti Marelli hat auf Basis der MotoGP-Einheits-ECU eine Motorsteuerung für die Moto2-Maschinen entwickelt, die als fortschrittlich bezeichnet werden kann. Torque-Management, Motorbremse und Launch Control stehen jetzt zur Verfügung, auch wenn die Anzahl der Parameter nicht mit der MotoGP-Klasse vergleichbar sein wird.

Natürlich wird momentan von Triumph, Magneti Marelli, Dorna und ExternPro (diese Firma macht die Motor-Revisionen wie bisher bei Honda) viel Zuversicht verbreitet, aber die Teams berichten von Kinderkrankheiten. So existierte für die Jerez-Tests noch kein perfektes Update des Electronic Control Units (ECU). Den Teams wurde empfohlen, vorläufig mit den alten Versionen fahren.

Und obwohl Corrado Cecchinelli, bei der Dorna als Director of Technology tätig, dauernd von hohem Kostenbewusstsein spricht, jammern die Teams, weil sie jetzt einen Elektronik-Ingenieur zusätzlich anstellen müssen.

Aber Triumph liefert 165 ccm mehr als Honda, die Power wird auf 140 PS erhöht. Das begeistert die Techniker und Fahrer. «Wir haben jetzt mehr Bumms und 20 Newtonmeter mehr Drehmoment», freut sich Intact-Teamchef Jürgen Lingg.

Auch wenn das Dashboard jenem der MotoGP-Teams verblüffend ähnlich sieht, bei der ECU sind Systeme wie Traction Control und Corner-by-Corner-Kontrolle nicht aktiviert. Sie werden in Reserve gehalten…

Aber eines steht fest: Der Sound der Triumph-Motoren ist großartig, ausserdem sind die Motoren deutlich moderner und technologisch deutlich fortschrittlicher als die abgetakelten CBR600-RR-Motoren, bei denen besonders das Getriebe immer wieder Anlass zur Kritik gab. Und durch das «ride by wire»-System beginnt für die Teams elektronisch gesehen ein ganz neues Zeitalter. Die Fahrer werden durch diese ECU viel besser auf die Bedürfnisse der MotoGP-WM vorbereitet.

«Bei allen bisherigen Testfahrten sind die Fahrer mit einem Lächeln im Gesicht abgestiegen», stellte Trevor Morris von ExternPro fest. «Das war auch beim Jerez-Test im November nicht anders.» Damals fuhren erstmals alle Teams und 32 Moto2-Fahrer mit den neuen Dreizylinder-Bikes.

In der Saison 2018 durften alle Hersteller wie Kalex, KTM, Speed-up, Suter und NTS je zehn Testtage mit den Triumph-Motoren abspulen. 2019 sind keine Moto2-Testteams mehr erlaubt, nur die Teams selbst dürfen mit dem Stammfahrern privat testen. Und weil die Motoren knapp sind, werden auch keine Moto2-Wildcards erlaubt sein.

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So sah der Triumph-Motor bei der Präsentation 2017 in Mugello aus © Gold & Goose So sah der Triumph-Motor bei der Präsentation 2017 in Mugello aus
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