Moto2

Rossi-Bruder Luca Marini: «Vale gibt mir Ratschläge»

Von - 26.12.2018 12:00

Luca Marini schwärmt von seinem Bruder Valentino Rossi, «dem Fahrer mit der größten Erfahrung im gesamten Paddock». Der Sky-VR46-Kalex-Pilot träumt davon, ebenfalls in der MotoGP-WM zu fahren.

Luca Marini stand beim Deutschland-GP 2018 als Dritter zum ersten Mal auf dem Podium, vier weitere Podestplätze folgten. Die Moto2-WM beendete er auf Rang 7, obwohl er vor allem zu Beginn der Saison mit einer Schulterverletzung zu kämpfen hatte. Die Winterpause nutzte der Italiener dazu, sich einer Operation an der linken Schulter zu unterziehen.

Der Sky-VR46-Fahrer wäre aber gerne noch einige Rennen mehr gefahren, wie er im Interview mit «La Gazzetta dello Sport» verriet. Immerhin gewann er beim vorletzten Rennen der Saison in Malaysia seinen ersten Grand Prix.

«Der Sieg hat nichts verändert. Oder besser gesagt, in mir schon, weil ein Sieg nach der ganzen harten Arbeit immer eine große Genugtuung ist. Auf dem Podium zu stehen ist schon wunderschön, aber nichts lässt sich mit dem vergleichen, was ich in Malaysia gefühlt habe. Erster vor den Augen von Vale... Es ist aber auch wahr, dass es ohne die anderen Podestplätze vielleicht keinen Sieg gegeben hätte.»

Sein Halbbruder Valentino Rossi zählte in Sepang zu den ersten Gratulanten. «Er sagte mir: 'Was für ein Rennen!'», erinnerte sich Marini. Auf dem Rückweg sahen sich die beiden das Moto2-Rennen gemeinsam an: «Er gab mir zwei, drei wirklich nützliche Tipps, wie ich noch besser sein kann», so der 21-Jährige, der vom neunfachen Weltmeister schwärmt.

«Mit Valentino spreche ich schon immer. Er versucht immer, mir zu erklären, was die richtigen Dinge sind, die man machen muss. Er fragt mich auch immer, wie es läuft, und er gibt mir Ratschläge. Den Fahrer mit der größten Erfahrung im gesamten Paddock als Bruder zu haben, ist wirklich wichtig für mich. Von ihm kannst du viel lernen, auch wenn du nur zuhörst, wie er mit anderen Fahrern spricht.»

Marini legt nicht nur auf der Strecke viel Wert darauf, zu lernen. 2016 machte er Abitur. «Die Schule hat mir auch für die Arbeit geholfen, es ist mehr, als nur auf ein Motorrad zu steigen und los geht es. In gewisser Hinsicht ist es wie in der Schule: Du musst lernen, um bei den Prüfungen – also den Rennen – bereit zu sein. Der Unterschied ist, dass du hier wirklich das studieren kannst, was du liebst: das Fahren. Das Lernen macht den Unterschied. Deshalb rate ich auch allen, die davon Träumen, ein Rennfahrer zu werden, die Schule nicht zu vernachlässigen. Das hilft – und die Ignoranz tut ohnehin nicht gut. Wer lernt, lebt besser», betonte er.

Das große Ziel des Rossi-Bruders ist die MotoGP-WM: «Jeder hat in seinem Leben Ziele und ich hatte immer das im Kopf. Jetzt ist mir mehr bewusst, dass ich es schaffen kann: Es ist etwas realer, auch wenn es immer noch weit weg ist. Aber nach diesem Saisonfinale ist die MotoGP-Klasse einen halben Zentimeter näher gerückt.»

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