Bald wird es neben Kalex, Speed-up und Tech3 wieder einen vierten Hersteller in der Moto2-WM mitmischen. WP und KTM planen einen Werkseinsatz für 2017.
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Nach dem Vormarsch von Kalex, die in der kommenden Saison nicht weniger als 26 der 32 Moto2-WM-Fahrer ausrüsten und zu einem Quali-Monopol gelangt sind, halten manche Teams nach sinnvollen Alternativen Ausschau.
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Deshalb wird das neue Moto2-Projekt von WP Performance Systems und KTM sehr aufmerksam beäugt und beobachtet. Das erste Roll-out hat vor drei Wochen in Almeria mit dem Finnen Tatu Lauslehto stattgefunden, der die IDM Supersport 2015 auf dem zweiten Gesamtrang beendet hat. WP und KTM haben gemeinsam einen Gitterrohrstahlrahmen entwickelt, wie er auch in der Moto3 und in der MotoGP-WM zum Einsatz kommt.
Firmenchef Stefan Pierer ist vom Stahlrahmen-Konzept überzeugt, auch wenn die gesamte Konkurrenz auf Alu-Chassis setzt. "Wir haben in der Moto3 gezeigt, wie das geht. Man wird sehen, dass es in der Moto2 und MotoGP nicht anders sein wird. Wenn du an einem Aluminium-Rahmen etwas ändern willst, ist es extrem schwierig. Das hat man 2015 bei Honda erlebt. Wir sind bei hochlegiertem Stahl als Hersteller Weltmarktführer", hält Pierer fest. "Wieso sollen wir uns eine andere Technologie antun, die wir nicht so gut verstehen?"
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WP Performance Systems und KTM gehören zur Cross Industries AG des Grossaktionärs und Vorstandsvorsitzenden Stefan Pierer.
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Der Konzernchef störte sich schon seit einiger Zeit daran, dass die Moto3-Talente von KTM wie Cortese, Vinales, Salom, Rins und Oliveira nach den Erfolgen in der kleinsten Klasse zu anderen Teams und Herstellern wechseln, weil KTM und Red Bull kein Moto2-Team als Zwischenstation zur MotoGP anbieten konnten.
Deshalb entstand jetzt das Moto2-Projekt, das 2017 in der Weltmeisterschaft Fuss fassen und Kalex einige Marktanteile wegnehmen soll, nachdem sich Suter aus dieser Klasse zurückgezogen hat und auch Firmen wie Moriwaki und TSR nicht mehr in Erscheinung treten. Auf jeden Fall wollen WP und KTM die Moto2-WM 2017 mit einem offiziellen Werksteam bestreiten, auch wenn bis Ende 2018 noch Honda-Einheitsmotoren vorgeschrieben sind. Ob auch Kundenteams ausgerüstet werden, hängt von der Nachfrage ab.
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"Wir werden die Moto2-Maschine voraussichtlich im März wieder testen", erklärte Ing. Jürgen Peko von WP Suspension im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Momentan liegt der Fokus auf der Entwicklung des Bikes für den für WP-KTM-Einsatz in der Moto2-Weltmeisterschaft 2017." Der heimliche Traum der Moto2-Macher bei WP und KTM: Ein Renndebüt durch einen Wildcard-Einsatz beim Österreich-GP am 14. August 2016 in Spielberg. Durch ein achtbares Abschneiden in Spielberg könnte ein Spitzenfahrer für 2017 angelockt werden.
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