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RBA-Teamchef: Wie es zum Guevara-Aus kam

Von - 07.02.2018 07:34

Juanfran Guevara, der Moto3-WM-Elfte 2017, verkündete im Dezember überraschend sein Karriere-Aus. RBA-Teamteilhaber Jose Gutiérrez Boé erklärte gegenüber SPEEDWEEK.com: «Wir verlieren dadurch viel Geld.»

Nachdem Juanfran Guevara im Dezember überraschend das Ende seiner GP-Karriere verkündet hatte, fand das RBA-Team nun einen Ersatz für den Spanier. Der Japaner Kazuki Masaki wird 2018 die KTM des Teams steuern. Er gewann 2017 den Red Bull MotoGP Rookies Cup. Der Japaner erzielte zudem bei seinem Wildcard-Einsatz beim Saisonfinale in Valencia einen hervorragenden zehnten Platz.

Im Rahmen des Moto3- und Moto2-Tests in Valencia sprach SPEEDWEEK.com mit RBA-Teamteilhaber Jose Gutiérrez Boé über den unerwarteten Abgang für den 22-jährigen Guevara. «Das war eine Überraschung für uns. Über dieses Thema sprachen wir in der Vergangenheit schon, aber seine endgültige Entscheidung kam überraschend. Er wollte plötzlich mit dem Sport aufhören. Und so war es dann. Das war seine persönliche Entscheidung. Ich weiß nicht mehr, wann ich genau davon erfahren habe. Aber es war derselbe Tag, an dem es auch die Medien erfuhren.»

Als Grund nannte Guevara, dass sich die Prioritäten in seinem Leben verschoben hätten. Guevara will sich in Zukunft mehr auf sein Studium und eigene Business-Projekte konzentrieren. «Ich las das Interview, in dem er erklärte, dass eine Kombination unterschiedlicher Dinge zu seiner Entscheidung führte. Wir sprachen aber nicht persönlich miteinander.»

«Im Anschluss war es wirklich schwierig für uns, einen neuen Fahrer zu finden. Wenn du einen Vertrag unterschreibst, hast du Verpflichtungen. Wenn du sie nicht erfüllst, ist das sehr teuer. Ich mache die Regeln nicht. Wir brauchen zwischen 1,8 und 2 Millionen Euro pro Saison. Es ist sehr schwierig, das allein durch Sponsoren abzudecken. Möglich ist das nur mit den Sponsoren des Teams und den Sponsoren der Fahrer. Wenn eine Partei dann einfach aussteigt, ist die Finanzierung fast unmöglich. Daher verlieren wir sehr viel Geld in dieser Saison», betont der enttäuschte Teambesitzer.

Doch Boé freut sich, mit Kazuki Masaki einen aussichtsreichen Rookie für sein Team gewonnen zu haben. «Dieser Kontakt entstand erst vor ein paar Wochen durch ein Gespräch mit Alberto Puig. Sie waren sehr happy, Masaki in unserem Team unterzubringen, denn er ist Teil des Dorna-Projekts ‹Road to MotoGP›. Masaki ist sehr talentiert. Er ist nicht nur Sieger des Red Bull Rookies Cup, sondern schaffte es beim Saisonfinale in Valencia als Wildcard-Pilot sogar unter die Top-10. Wir haben nicht erwartet, so spät noch einen so talentierten Fahrer zu finden.»

Juanfran Guevara beendete im Alter von 22 Jahren überraschend seine Karriere und verlässt den GP-Paddock nach fünf Jahren als Stammfahrer. 2013 begann Guevaras GP-Karriere als Fixstarter, zuvor hatte er drei Wildcard-Einsätze absolviert. Nach einem Jahr im CIP-Team von Alain Bronec wechselte er in das Aspar-Team, für das er zwei Jahre antrat - auf Kalex-KTM und dann Mahindra. 2016 folgte dann der Wechsel in das RBA-Team mit dem Guevara sein bisher bestes GP-Ergebnis sichern konnte: Platz 3 in Mugello 2017. Er schloss die Saison 2017 auf dem elften Moto3-Gesamtrang ab.

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