Moto3

Jorge Martinez: «Jonas Folger fährt 2014 Moto2!»

Von - 25.05.2013 12:12

Teamchef Jorge Martinez meint, fünf Jahre in der kleinsten Klasse seien genug. Er plant für 2014 die Moto2-WM mit Jonas Folger.

 Jorge Martinez hat mit seinem italienischen Teambesitzer-Kollegen Fausto Gresini zumindest zwei Dinge gemeinsam: Sie haben beide selbst als Rennfahrer in den kleinen Klassen Weltmeistertitel gewinnen (Martinez vier, Gresini zwei) – und sie betreiben Rennställe in allen drei Hubraumklassen. Mit einem Unterschied: Gresini setzt überall auf Honda, Martinez ist mit drei unterschioedlichen Fabrikaten unterwegs – mit Kalex-KTM, Suter-Honda und ART-Aprilia. «Aber das stellt für uns kein Problem dar», beteuert Martinez. Er tritt auch nicht mehr so oft als Verwandlungskünstler auf. Wechselte er früher das Teamhemd nach jeder Klasse, trägt er jetzt in der Moto2 und Moto3 dasselbe.

Jorge Martinez plant für die Moto3-WM-Saison 2014 weiter mit Kalex-KTM. Er will aber auch einen Blick auf die richtigen Werks-KTM werfen, wie sie seine Widersacher Viñales, Salom und Rins in den Teams Calvo, Red Bull Ajo und Estrella Galicia 0.0 einsetzen.

«Letztes Jahr war die Moto3 ziemlich teuer. In der zweiten Saison wird es ein bisschen billiger», stellte Martinez im Gespräch mit SPEEDWEEK.com fest. «Das Problem ist, dass uns die Moto3-Klasse mehr kostet als die Moto2. Das ist unglaublich.»

Martinez überlegt, ob er für 2014 richtige Werks-KTM mit dem Gitterrohrstahlrahmen kaufen soll statt der Kalex-KTM. Martinez hat sich zwar für Folger gleichwertiges Motorenmaterial zusichern lassen; aber er sieht, dass bei Viñales, Salom und Rins ständig ein KTM-Ingenieur in der Box steht, bei seinem Mapfre-Team nicht.

«Ich verstehe, dass es KTM lieber ist, wenn sie mit ihrem offiziellen Eigenbau-Chassis gewinnen statt mit einer Kalex», meint Martinez.

Jonas Folger soll aufsteigen

Was die Moto3-Fahrerfrage für 2014 betrifft, muss Martinez noch auf Einkaufstour gehen. Denn er wird Jonas Folger nächstes Jahr in der Moto2-Klasse antreten lassen. «Das ist ganz sicher», sagt Martinez. Dann wiederholt er: «Ja, ganz sicher. Jonas ist ein sehr, sehr guter Fahrer. Er hat mich überrascht. Unglaublich. Momentan tritt er sehr professionell auf; er hat alles unter Kontrolle. Ich habe nichts an ihm auszusetzen. Auch sein Manager Cristian Llavero ist gut. Im Augenblick bin ich sehr zufrieden. Die Situation ist für mich sehr zufriedenstellend; wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Es gibt keine Probleme. Auch vor Le Mans hat er viel Motocross trainiert. Ich muss ihn manchmal sogar einbremsen.»

Doch Folger hatte in Katar im Rennen Motorprobleme, deshalb erhielt er für Texas ein neues Triebwerk. Martinez: «Der neue Motor lief besser. Aber es gab kleine Chassis-Probleme, auch mit der Vordergabel, es kam zu Problemen mit dem Vorderreifen. In Jerez war es besser, Jonas lag näher an der Spitze. Es fehlten nur zwei, drei Zehntel. Für Le Mans habe ich Jonas sehr viel zugetraut. Aber dann ist im Rennen der Fehler mit der falschen Reifenwahl passiert. In Frankreich lief es im Trockenen viel besser als zuvor, auch mit gebrauchten Reifen. Über den Regen müssen wir nicht reden. Da fährt Jonas sowieso unfassbar gut. Auch bei gemischten Verhältnissen. Denk nur an Brünn 2012. Da war ich sprachlos.»

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