George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Emilio Alzamora wirkt nachdenklich. Die erste Standortbestimmung beim Moto3-IRTA-Test in Valencia verlief für seine beiden Titelanwärter ernüchternd. Vizeweltmeister Alex Rins strandete mit der neuen Werks-Honda auf Platz 10, sein Estrella Galicia 0,0-Teamkollege Alex Márquez kam über Rang 16 nicht hinaus.
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Ihre Rückstände auf KTM-Werksfahrer Niccolò Antonelli: 0,777 beziehungsweise 1,175 Sekunden. Aber Alzamora, der 125-ccm-Weltmeister von 1999 (ohne GP-Sieg), gibt Durchhalteparolen von sich. "Keine Panik", sagt er. "Wir haben noch bis zum Katar-GP am 23. März Zeit. Erst dort wird der Vergleich mit der Konkurrenz wirklich zählen. Bis dahin arbeiten wir gemeinsam mit HRC noch am Chassis und an den Motoren. Die Fahrwerke werden jetzt auch bei Honda in Japan gebaut, nicht mehr bei FTR. Aber es gibt Ähnlichkeiten."
"Wir brauchen Gelduld", betont Alzamora im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Wir haben Vertrauen zu den HRC-Ingenieuren. Wir glauben an dieses Projekt. Ja, wir glauben daran, dass wir in Katar um den Sieg fighten können. Honda wird konkurrenzfähige Motorräder liefern, wir steuern die bestmögliche Infrastruktur und die besten Fahrer bei."
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Tatsächlich: Rins und Márquez landeten in der WM 2013 in der WM auf den Rängen 2 und 4. Rins gewann sechs Rennen, Márquez eines. Allerdings auf KTM.
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Alzamora: Nur Ein-Jahres-Vertrag mit Honda
Wenn dieses Projekt schiefgeht, wird sich Alzamora von seinen Piloten und Sponsoren vorwerfen lassen, er habe zugunsten von Honda und kostenlosem Material die Chancen auf den WM-Titel geopfert. Offenbar traut Alzamora dem HRC-Frieden nicht ganz. "Der Moto3-Vertrag mit HRC geht nur über ein Jahr", offenbarte der Spanier, der auch Überflieger wie Marc Márquez und den 14-jährigen Franzosen und CEV-Moto3-Meister Fabio Quartararo unter Vertrag hat.
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Honda ist erstmals seit 1967 in der kleinen Hubraumklasse mit einem echten Werksteam vertreten. In den 1960er-Jahren gewann zum Beispiel Luigi Taveri auf Honda drei 125-ccm-WM-Titel – 1962, 1964 und 1966. Honda ahmt für diese Saison erstmals die KTM-Bohrung von 81 mm nach, bisher wurde mit 78 mm Bohrung gefahren. Dieser Schachzug soll der NSF250R zu mehr Spitzenleistung verhelfen. Auch der von KTM schon beim Valencia-GP 2012 eingesetzte Doppelauspuff wurde kopiert. Was den Honda-Teams zu denken gibt: Die ersten zwei Motoren pro Fahrer müssen bereits beim letzten IRTA-Test in Jerez (11. bis 13. März) bei der Teamvereinigung IRTA abgeliefert und verplombt werden. Honda hat also nicht mehr viel Zeit für Verbesserungen und Motoren-Updates. Denn 2014 bleibt die Motorenentwicklung in der Moto3-WM erstmals von Mitte März bis zum Saisonfinale eingefroren.
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Valencia-Test, 3. Tag, Donnerstag, 13. Februar 2014
Valencia-Test, Schlussrangliste nach 3 Tagen
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