Moto3

Danny Kent: Er träumt bereits von der MotoGP

Von - 26.04.2015 13:31

Das Beispiel Jack Miller könnte Schule machen. Moto3-WM-Leader Danny Kent denkt bereits an die Königsklasse und ist überzeugt, dass er von Rennen zu Rennen stärker wird.

Danny Kent, Sam Lowes und Cal Crutchlow machten aus dem Argentinien-GP ein Weekend, an das sich die britischen Fans gerne erinnern werden.

Danny Kent hat jetzt mit der Leopard-Honda des Kiefer-Teams zwei von drei Rennen gewonnen. Er hat in der Tabelle schon 17 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen Efren Vazquez. Und er ist überzeugt, dass er jetzt erstmals ausgezeichnete Chancen hat, die Moto3-Weltmeisterschaft zu gewinnen.

Kent hat den Texas-GP mit 8,532 Sekunden Vorsprung auf Fabio Quartararo gewonnen. Das war der grösste Vorsprung in einem trockenen Moto3-Rennen in den vier Jahren, seit diese 2012 neu eingeführte 250-ccm-Viertaktklasse existiert.

«Im Red Bull Team von Aki Ajo habe ich mich 2012 und 2014 nie als Nummer-1-Fahrer gefühlt», hält Kent fest. «In diesem Jahr kann ich zeigen, wozu ich fähig bin, wenn ich die ganze Unterstützung eines Teams bekomme. Ich führe in der Weltmeisterschaft! Ich fühle mich in diesem Team wirklich wohl, alles läuft professionell ab, alle schuften ohne Unterlass. Und Honda gibt uns das richtige Paket, mit dem wir Rennen gewinnen können. Ich glaube, wir haben das Limit der Honda noch nicht gefunden und noch nicht ausgereizt. Ich traue mir zu, diese Form die ganze Saison hindurch auszuspielen. 2015 ist die letzte Chance für mich, in der Moto3-WM zu brillieren.»

Denn es ist die dritte Moto3-Saison für den Briten, für 2016 zieht er einen Klassenwechsel in Betracht. In der Moto2 war er bereits 2013 zu Gast – beim Tech3-Team.

«Ich will Jacks Vertrag», erklärte er lachend gegenüber SPEEDWEEK.com und spielte damit auf die Möglichkeit ab, als Moto3-Star wie sein Kumpel Jack Miller einen Weitsprung in die MotoGP-WM zu riskieren.

«In den letzten Jahren bin ich immer schwach in die Saison gestartet. Jetzt haben wir stark begonnen, und ich denke, wir werden von Rennen zu Rennen stärker. Denn die Siege und Podestplätze stacheln meine Motivation weiter an.»

In Austin sorgten Danny Kent und Sam Lowes durch ihre beiden Siege (Moto3 und Moto2) für den ersten britischen Doppelsieg in der WM seit 1977 in Anderstorp/Schweden, als Mick Grant Kawasaki 250) und Barry Sheene (Suzuki 500) gewannen.

In Las Termas/Argentinien standen mit Kent, Lowes und Cal Crutchlow sogar in allen drei Klassen britische Fahrer auf dem Podest.

– Sieger Kent, Lowes (Platz 3) und Crutchlow (Platz 3) schafften dadurch erstmals seit Silverstone 1998 die britischen Podestplätze in drei unterschiedlichen Klassen an einem Tag. Damals landete Clive Horton im 125er-Rennen auf Platz 2, Tom Herron im 250er-Rennen auf Platz 2, im 500er-WM-Lauf erreichten Steve Manship und Barry Sheene die Ränge 2 und 3.

– Danny Kent ist der erste britische Fahrer seit Barry Sheene 1971, der in der Leichtgewichtsklasse (125 ccm/Moto3) zwei Rennen hintereinander für sich entschieden hat. Sheene siegte damals in Anderstorp/Schweden und eine Woche später in Imatra/Finnland.

– Danny Kent siegte in Argentinien mit einem Vorsprung von 10,334 Sekunden. Das ist der grösste Vorsprung in einem trockenen Rennen in der Leichtgewichtsklasse seit Nico Terols Erfolg 2011 in Catalunya, wo der Spanier der Konkurrenz um 10,356 Sekunden enteilte.

– Danny Kent ist der erste Fahrer in der Leichtgewichtsklasse seit Dirk Raudies 1993, der zwei Rennen hintereinander mit mehr als acht Sekunden Vorsprung gewonnen hat. Der Deutsche siegte damals in Hockenheim 8,807 sec vor Sakata und in Assen 9,7 sec vor Sakata. Nachher liess Raudies den Japaner in Mugello 1,0,949 sec und in Donington 8,150 sec hinter sich.

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

Moto3

6. Yamaha VR46 Master Camp - Highlights Tag 5

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Mathias Brunner

Vier Tage Wintertest in Barcelona: Vorteil Ferrari

​2018 übte sich die Formel 1 beim Barcelona-Test in der Entdeckung der Langsamkeit – Kälte, Schnee, nasse Bahn, griesgrämige Gesichter. 2019 kann frei gefahren werden, und wir sind ein wenig schlauer.

» weiterlesen

 

tv programm

Monster Jam Championship Series

Fr. 22.02., 20:55, Motorvision TV


car port

Fr. 22.02., 21:15, Hamburg 1


Bundesliga Aktuell

Fr. 22.02., 21:35, SPORT1+


Jochen Rindt - Der erste Popstar der Formel

Fr. 22.02., 21:45, ORF 3


Rennlegenden - Taktiker

Fr. 22.02., 22:35, ORF 3


Rennlegenden - Alleskönner

Fr. 22.02., 23:20, ORF 3


car port

Fr. 22.02., 23:45, Hamburg 1


Driving Wild mit Marc Priestley

Sa. 23.02., 00:05, Sky Discovery Channel


car port

Sa. 23.02., 00:45, Hamburg 1


Bundesliga Aktuell

Sa. 23.02., 01:30, SPORT1+


Zum TV Programm
83