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Aleix Espargaró (Aprilia/20.): «Das war ein Desaster»

Von - 12.08.2017 16:12

Aprilia-Werksfahrer ging anch Platz 9 am Freitag mit hohen Erwartungen ins Qualifying 1. Aber er kam mit dem weichen Hinterreifen nicht zurecht und ärgert sich.

Schwerer Rückschlag für das Aprilia Racing Team Gresini am Samstag: Aleix Espargaró, am Freitag noch auf Platz 9, kam über den 20. Startplatz nicht hinaus, er muss sich von zwei KTM (Pol Espargaró/16. und Mika Kallio/18) besiegen lassen.

«Ich kann mich an keinem Samstag erinnern, an dem ich so langsam war. Ich starte von Platz 20, das ist ein Desaster. Ich habe mein Bestes gegeben, ich habe viel riskiert, aber ich habe dauernd bei Bremsen die Kontrolle über das Vorderrad verloren. Der weiche Hinterreifen hat einfach den Vorderreifen so stark gepusht. Und ich kann das Motorrad nie ordentlich abbremsen, es ist unglaublich. Ich fasse es nicht, denn ich habe mich mit dem weichen neuen Hinterreifen nur um eine Zehntelsekunde verbessert. Mit einem Medium-Rennreifen war ich heute in der Früh fast gleich schnell... Ich bin enttäuscht. Wir haben das Bike abgesenkt, um Grip zu finden, es hat alles nichts gebracht.»

Seltsam: Vor einigen Wochen hat Rennchef Romano Albesiano noch erklärt, er rechne sich besonders in Spielberg sehr viel aus.
Dabei hat Aprilia hier schon 2016 eine üble Schlappe erlebt.

«Jetzt kann ich den Sonntag nicht mehr erwarten. Ich freue mich, wenn ich wieder mit dem Medium-Reifen fahren kann. Im Q2 haben wir bei Dovi gesehen, dass der Medium viel besser funktioniert.»

«Das Problem im FP4 war, dass ich einen Medium aufgespart habe für den Fall, dass ich ins Q2 kommen würde. Deshalb bin ich im Fp4 mit einem stark gebrauchten Medium gefahren. Ehrlich gesagt: Der 100 Millionen Runden alte Medium hat sich besser angefühlt als der brandneue weiche Hinterreifen im Q1. Ich bin mit diesem 27 Runden alten Reifen 1:25,4 min gefahren. Ich denke, das wird die Pace in den letzten Rennrunden sein. Das ist nicht so übel, selbst wenn die Startposition wirklich übel ist.»

Aleix verwendete am Samstag die neue Verkleidung, er wird sie aber am Sonntag wieder entfernen lassen. «Bei den letzten drei Grand Prix waren wir im Top-Speed im Mittelfeld. Gestern auch. Aber heute mit der neuen Verkleidung habe ich 3 bis 5 km/h verloren. Ganz sicher, zu 100 Prozent. Deshalb werde ich morgen mit der alten Verkleidung losfahren. Was wir an Dornforce damit gewinnen, ist kaum spürbar, vielleicht ganz wenig in den schnellen Kurven. Aber in den langsamen Kurven 1 und 3, wo du beschleunigst und Wheelies machst, bringt die neue Aerodynamik nicht so viel zusätzliche Downforce, dass ich mir eine  4-km/h-Einbusse auf den Geraden erlauben kann.»

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