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Dank Lollipop-Mann: Mehr Sicherheit beim Bike-Wechsel

Von - 13.09.2017 13:30

Die neuen Regeln für den Bike-Wechsel bei Flag-to-Flag-Rennen sorgen nicht nur dafür, dass den GP-Stars das Umsteigen leichter fällt. Sie machen das Ganze auch sicherer, wie MotoGP-Renndirektor Mike Webb erklärt.

Das Chaos beim Grand Prix von Tschechien sorgte in diesem Jahr dafür, dass die Team- und Serienverantwortlichen neue Regeln für den Bike-Wechsel bei Flag-to-Flag-Rennen ertüftelt haben. Unter den vielen Vorschlägen, die zur Erhöhung der Sicherheit in der Boxengasse eingereicht wurden, fanden sich auch einige Ideen, die sich nur schwer umsetzen liessen.

So wurde etwa nicht lange darüber diskutiert, den GP-Stars mehr Platz zu lassen, indem man zwischen die Boxen der MotoGP-Teams jeweils ein Moto2- oder Moto3-Team platziert. MotoGP-Renndirektor Mike Webb erklärte den Kollegen von Crash.net: «Das klingt relativ simpel, aber es gibt eine ganze Reihe von Gründen, welche die Umsetzung dieses Vorschlags sehr schwierig machen. Der Einfachste davon ist, dass nicht genügend Platz dafür vorhanden ist. Das Ganze liess sich also nicht fair gestalten, einige Teams würden immer ohne diesen Extra-Raum auskommen müssen.»

Stattdessen hat man in Silverstone nach der zweiten Trainingssession am Nachmittag einen Vorschlag ausprobiert, der den Einsatz eines sogenannten Lollipop-Mannes vorsieht. Dieser steht vor dem zweiten Bike und signalisiert dem Fahrer, wann er losfahren darf. «Sein einziger Job ist es, nach einer Lücke zu schauen. Dabei muss er nur auf die drei Fahrer achten, welche die Bahn seines Schützlings potenziell kreuzen könnten», erzählt Webb.

Hinzu kommt eine veränderte Positionierung des zweiten Bikes, welche das Rüberspringen von einer Maschine auf die andere nicht mehr ermöglicht. Das zweite Motorrad soll mit der Nase in Fahrtrichtung zeigen, während der Fahrer die Box in einem spitzeren Winkel ansteuert und so nicht mehr parallel neben dem zweiten Bike zum Stehen kommt. Die neue Positionierung des Bikes hat den Vorteil, dass der Fahrer einen besseren Überblick darüber hat, ob die Boxengasse gerade frei ist.

Wir erinnern uns: In Brünn kamen sich Aleix Espargaró und Andrea Iannone zu nahe, weil der Spanier den Italiener nicht sehen konnte, weshalb Iannone stürzte. Glücklicherweise ging das Ganze glimpflich aus. Nach dem Testlauf in Silverstone erklärte Yamaha-Star Valentino Rossi jedoch: «Sollte das eingeführt worden sein, um eine Wiederholung der Szene von Brünn zu vermeiden, dann muss ich sagen, dass es daran gar nichts ändert. Ich sehe die anderen Bikes immer noch nicht.»

Und WM-Leader Andrea Dovizioso kritisierte hingegen die Tatsache, dass die Piloten nun direkt die Box ansteuern und in diese Richtung bremsen. «Meistens kommt man doch mit Slicks rein – mit Karbon-Bremsen auf nassem Asphalt. Das ist keinesfalls sicherer als das System zuvor.»

Dennoch wurde das neue System in Misano zum ersten Mal eingesetzt. Allerdings gab es keine Bike-Wechsel, weil die Piste zu nass blieb.

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