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Valentino Rossi räumt ein: «Teamorder ist möglich»

Von - 12.10.2017 11:00

Vor dem Motegi-Grand-Prix liegt in der MotoGP-WM Honda vor Ducati und Yamaha. «Jeder zweite Fahrer kann seinem Teamkollegen helfen», meint Yamaha-Star Valentino Rossi.

«Mir geht es nicht schlecht, sogar deutlich besser», begrüßte Valentino Rossi die kleine Journalistenrunde in der Yamaha-Hospitality im Fahrerlager von Motegi am Donnerstagnachmittag. «Nach Aragón litt ich etwas, die Wochen seither haben mir gut getan. Ich habe noch etwas Schmerzen, aber das Bein ist besser. Ich bin noch nicht wieder bei 100 Prozent und musste auch mein Training anpassen – ich kann nicht Joggen. Auf Asphalt komme ich klar, letzten Samstag fuhr ich zum ersten Mal wieder auf meiner Ranch. Mit dem Flattracker tue ich mir schwer, weil ich da den Fuß auf den Boden tun muss und mir das Schmerzen verursacht.»

Rossi stellte nach dem ersten Saisondrittel für das Hinterrad von Fuß- auf Daumenbremse um, «das hilft mir jetzt», hielt der WM-Fünfte fest. «In gewissen Situationen ist die Daumenbremse immer hilfreich. Motegi ist etwas anstrengender als Aragón, weil es mehr Rechtskurven gibt. Auch beim Bremsen merke ich es: Weil ich nicht so viel Kraft im Bein habe, muss ich mehr mit den Schultern arbeiten.»

Für die kommenden Tage ist in Motegi immer mal wieder Regen vorhergesagt, kommt dir das entgegen? Rossi: «Es wäre schade, wenn es regnet. Auf dieser Strecke sind wir auch im Trockenen konkurrenzfähig. Letztes Jahr wäre ich über Regen froh gewesen, weil wir da sehr schnell waren – dieses Jahr nicht. Das einzige Positive an Regen wäre, dass wir dann daran arbeiten könnten, das Regen-Set-up hinzubekommen. Dieses Jahr war ich im Regen nie schnell. Letztlich haben wir im Regen das gleiche Problem wie im Trockenen: Schon nach wenigen Runden baut der Grip des Hinterreifens deutlich ab. Wenn es richtig nass ist, kommen wir klar. Wenn aber nicht so viel Wasser auf der Strecke ist, leiden wir.»

Vor dem Motegi-GP führt Honda-Werksfahrer Marc Márquez die Meisterschaft mit 16 Punkten Vorsprung auf Andrea Dovizioso (Ducati) an, Rossis Yamaha-Teamkollege Maverick Viñales liegt als Dritter 28 Punkte hinten.

Rossi ist mit 56 Punkten Rückstand Fünfter. Hat dich Yamaha gebeten, Viñales im Titelkampf zu helfen? «Normalerweise gibt es bei Yamaha keine Teamorder», stellte der Italiener fest. «Aber das hängt vom Meisterschaftstand ab. Wenn es um jeden Punkt geht, kommt das vielleicht in Frage. Wir haben die interessante Situation, dass bei den drei Herstellern in den Top-3 auch die zweiten Fahrer schnell sind. Jeder kann seinem Teamkollegen helfen.»

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