MotoGP

Lucio Cecchinello: «KTM macht uns Kopfzerbrechen»

Von - 17.12.2017 11:04

LCR-Honda-Teambesitzer Lucio Cecchinello zeigt sich begeistert von der Performance des KTM-MotoGP-Werksteams. «KTM hat alle überrascht. Mich auch», sagt er.

LCR-Honda-Teambesitzer Lucio Cecchinello macht zwar kein Geheimnis daraus, dass er mit seinem Rennstall, der 2018 mit Cal Crutchlow und Takaaki Nakagami antreten wird, noch möglichst lang mit Honda und HRC zusammenarbeiten will.

Trotzdem beobachtet er die Geschehnissen bei den anderen MotoGP-Herstellern mit großer Aufmerksamkeit.

Der MotoGP-Einstieg von KTM verlangt dem siebenfachen 125-ccm-GP-Sieger viel Respekt ab.

«KTM ist ja inzwischen ein riesiges Unternehmen mit unglaublich fähigen Ingenieuren», lobt Cecchinello. «Sie haben ein ausgezeichnet organisiertes Racing Team. Ich muss zugeben, dass KTM in der MotoGP-Klasse 2017 alle überrascht hat – mich auch. Alle haben damit gerechnet, dass KTM sehr konkurrenzfähig sein wird. Als sie dann gekommen sind, war ein Rückstand zu sehen. Es war nicht einfach für die Rookies aus Österreich. Ich glaube, man muss immer abwarten, bis man ein Urteil abgibt. Bei KTM war es nicht anders. Man musste ihnen etwas Zeit geben und die Gelegenheit, zu arbeiten und auf ihren eigenen Weg nach vorne zu kommen. Heute kann man sagen: KTM hat 2017 exzellente Arbeit geleistet. Wenn ich mir die Resultate anschaue, dann prophezeie ich: KTM wird nächstes Jahr konstant in den Top-Ten sein. KTM wird unserem Team zusätzlich Kopfzerbrechen machen.»

KTM geht mit dem Gitterrohrstahlrahmen und der hauseigenen WP Suspension eigene Wege.

Die Konkurrenz von Honda bis Aprilia verwendet Alu-Chassis und Öhlins-Federelemente.

LCR-Honda war einst das erste Honda-Team, das statt mit Showa mit Öhlins ausgerückte ist, obwohl Honda ein Großaktionär von Showa ist.

Hat Cecchinello schon überlegt, einmal WP-Teile zu testen? «Bisher habe ich noch nicht daran gedacht. Denn wir arbeiten sehr eng mit HRC zusammen. Und für unsere Motorrad-Weiterentwicklung ist es wichtig, dieselben technischen Spezifikationen zu verwenden wie das Repsol-Honda. Nur dadurch verstehen wir die geringsten Unterschiede.»

«Außerdem ist es keine Kleinigkeit, wenn du den Suspension-Lieferanten änderst. Als ich 2008 von Showa zu Öhlins gewechselt bin, war das ein mutiger Schritt. Showa ist ja ein ausgezeichnete Suspension-Hersteller. Aber wir sind dann zu einem Hersteller gegangen, der ein Gewinner war. Wenn wir jetzt zu WP gegen würden, würden wir von einem Winner zu einem ausgezeichneten Hersteller wechseln. Deshalb bin ich nicht besonders scharf darauf.»

Cecchinello räumt auch ein, dass ihn verwundert, wie schnell KTM mit dem Stahlrahmen konkurrenzfähig wurde. «Ja, absolut, eine Überraschung. KTM leistet sehr gute Arbeit. Der Stahlrahmen hat sicher Vorteile. Er ist preiswert in der Herstellung und außerdem birgt er Vorteile bei der Kühlung und so weiter.»

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