MotoGP

Mika Kallio (KTM): «Die Entwicklung stand nie still»

Von - 18.12.2017 10:02

Red Bull KTM-Testfahrer Mika Kallio hat großen Anteil an der Schlagkraft der KTM RC16. «Wegen der großen Rückstände beim Saisonstart mussten wir dauernd neue Teile zu den Rennen bringen.»

Der beachtlich schnelle MotoGP-Testfahrer Mika Kallio hat auf der Red Bull KTM in der vergangenen Saison vier Wildcard-Einsätze bestritten. Er war 16. auf dem Sachsenring, dann fuhr er in Spielberg auf Platz 10, in Aragón auf Platz 11, in Valencia stürzte er.

Für die Saison 2018 wurden Kallio bisher fünf Wildcards zugesagt.

Wochenlang wurde ab August bei KTM darüber diskutiert, ob der Finne für 2018 statt des enttäuschenden Bradley Smith in die Stammfahrer-Formation befördert werden sollte. Aber scxhließlich blieb alles beim alten.

Kallio hat jedoch großen Anteil daran, dass die KTM RC16 so rasch konkurrenzfähig wurde und in den letzten elf Grand Prix seit Assen immer zwischen Rang 9 und 11 landete.

Aber nicht immer stimmen die Ansichten von Kallio und den GP-Piloten Pol Espargaró und Bradley Smith überein.

Kallio war zum Beispiel kein so überzeugter Befürworter des raschen Umstiegs vom Screamer-Motor auf den Big-Bang. Dieser erfolgte aber im Mai beim Grand Prix in Jerez und sorgte für den großen Umschwung.

«Als Pol und Bradley vom Tech3-Team zu KTM kamen, hatten sie eine etwas andere Philosophie als ich, was das Motorrad betrifft. Aber es sieht so aus, als hätten sich unsere Ideen Schritt für Schritt so entwickelt, dass sie jetzt deckungsgleich sind. Die beiden sind drei oder vier Jahre auf Yamaha gefahren und haben in dieser Phase ihre eigenen Fahrstile entwickelt. Sie haben dadurch auch gewisse Vierstellungen zu KTM mitgemacht. Als wir nachher alle unsere Ideen zusammengelegt haben, lagen unsere Ansprüche beim Setting nicht mehr so weit auseinander. Unsere Gefühle und Eindrücke waren ähnlich. Inzwischen arbeiten wir besser zusammen als in den ersten Wochen im November 2016 und in den folgenden ersten Monaten.»

KTM hat 2016 mit Kallio, de Puniet, Abraham, Lüthi und Hofmann gleich fünf verschiedene Piloten mit der RC16 fahren lassen.

War das sinnvoll? War das lehrreich? Hat der unterschiedliche Input nicht zu Verwirrungen geführt?

Kallio: «Nein, es kam nicht zu Verwirrungen. Ich glaube sogar, das war bei KTM der Schlüssel zum Erfolg. Dadurch sind wir dorthin gekommen, wo wir jetzt stehen. Wir haben gute Arbeit geleistet, die Fortschritte waren unübersehbar, sie haben sich über das ganze Jahr 2017 hingezogen. Es ist nie einfach für die Fahrer, wenn sich das Motorrad von Rennen zu Rennen ändert. Man muss sich immer wieder mit neuen Teilen anfreunden. Aber wenn du bedenkst, mit welchen Zeitrückständen wir in die Rennsaison 2017 gestartet sind… Wir könnten es uns nicht leisten, in diesen Positionen zu verharren. Wir lagen im Katar-Qualifying auf den letzten zwei Plätzen. Und manchmal fehlten uns drei Sekunden auf die Schnellsten.»

«Wir waren also darauf angewiesen, pausenlos neue Komponenten anzufertigen und neue Dinge zu erproben. Die Entwicklung durfte bei KTM 2017 nie stillstehen. Das ist die Art und Weise, wie man in so eine Phase vorgehen muss», ergänzte Kallio. «Sobald wir auf einem etwas höheren Level angekommen sind, können wir die Anzahl der Tests ein bisschen einschränken. Dann wird es für die Fahrer vielleicht etwas leichter. Aber wenn du bei so einem jungen, große Projekt involviert bist, musst du so einen riesigen Aufwand leisten, wie wir ihn 2017 betrieben haben.»

Mika Kallio (35) wird seine Wildcard-Einsätze 2018 in Jerez, Barcelona, auf dem Sachsenring, in Spielberg und in Aragón absolvieren.

Welche Strecken wären ihm am liebsten gewesen? «Wir haben uns darüber unterhalten, wo wir fahren sollen. Es war immer klar, dass alle meine Rennen in Europa sein würden. Und mit Ausnahme von Jerez werden es dieselben Schauplätze wie 2017 sein.»

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Mika Kallio © Glänzel Mika Kallio Mika Kallio in Valencia auf der KTM RC16 © Glänzel Mika Kallio in Valencia auf der KTM RC16
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