MotoGP

Emilio Alzamora: «Marc Márquez liebt sein Leben»

Von - 12.03.2018 18:12

Emilio Alzamora, Moto3-Teambesitzer und Manager der Márquez-Brüder, sprach im Interview mit SPEEDWEEK.com über Marc Márquez’ Beziehung zu Honda, die Gegner für 2018 und Márquez’ Schlüssel zum Erfolg.

Es war keine Überraschung, dass Marc Márquez seinen Vertrag mit Honda kürzlich um zwei Jahre verlängerte. Nach Maverick Viñales war Márquez der zweite MotoGP-Werksfahrer, der schon vor Saisonbeginn 2018 über seine Zukunft entschied. Márquez’ Manager Emilio Alzamora sprach im exklusiven Interview mit SPEEDWEEK.com über diese Entscheidung, die Veränderungen im MotoGP-Projekt von Honda und die Saison 2018.

Emilio, was bewegte Marc dazu, bei Honda zu bleiben?

Um ehrlich zu sein, haben wir uns nie mit einem anderen Hersteller unterhalten, was realistische Angebote betrifft. Marcs Priorität lag auf Honda. Zudem sah er, dass Honda Fortschritte macht. Sicher, in den letzten beiden Jahren litten wir teilweise sehr, aber Honda hat intern ein paar Dinge verändert. Das gibt ihm nun mehr Zuversicht. Die Reaktion der Ingenieure war in der Vorsaison schnell. Das ist die Realität. Diese Tatsache half Marc sehr, diese Entscheidung zu treffen.

Honda genießt für Marc Priorität, weil sie ihm 2013 die Chance gaben, direkt in ein MotoGP-Werksteam aufgenommen zu werden. Das trägt er im Herzen.

Handelt es sich bei der angesprochenen Veränderung bei Honda auch um die Tatsache, dass Alberto Puig nun Teammanager bei Repsol-Honda ist und so einen Teil der Aufgaben des ehemaligen Teamprinzipals Livio Suppo übernimmt?

Nein, es ging mehr um die Honda-Ingenieure und die Entwicklungsarbeit. Für Honda waren die letzten beiden Jahre wegen der Einheits-ECU Magneti Marelli und anderen Dingen sehr schwierig. Sie wechselten auch vom Screamer-Motorenkonzept zu einem Big Bang. Das war eine große Umstellung. Das waren viel wichtigere Veränderungen. Aber natürlich sind wir sehr happy, dass Alberto Puig nun Teammanager ist. Er ist sehr professionell und hat viel Erfahrung. Ich denke, er wird Honda und dem gesamten Team eine große Hilfe sein.

Wenn man sich die Ergebnisse der Vorsaison-Tests ansieht, dann ist Marc einer der Piloten mit der stärksten Pace. Auch Honda-Pilot Cal Crutchlow war schnell. Welche Fahrer sind 2018 in der Lage, Marc im Titelkampf herauszufordern?

Honda hat sicher einen Schritt nach vorne gemacht, denn die Maschine ist noch kraftvoller und hat mehr Topspeed. Trotzdem gibt es noch Bereiche, an denen gearbeitet werden muss. Das ist die Aufgabe während der Saison 2018.

In der Vorsaison zeigte sich, dass das Paket aus Andrea Dovizioso und der Ducati erneut sehr konkurrenzfähig ist. Ich denke auch, dass die Yamaha-Piloten stark sein werden. Es ist nur schwierig zu verstehen, in welcher Situation sie sich gerade befinden. Wenn wir uns aber die Leistungen von Zarco ansehen, dann ist klar, dass Yamaha konkurrenzfähiges Material hat. Doch wenn du das von außen betrachtest, kennst du nicht alle Details. Ich bin mir aber sicher, dass die M1 ein gutes Bike ist. Suzuki hat auch einen großen Fortschritt erzielt. In Katar werden auch sie vorne mitmischen. Diese Hersteller können um den Titel kämpfen.

Marc hat sichtlich Spaß an harten Fights mit Gegnern und versucht, jede Sekunde auf oder neben der Strecke zu genießen. Ist das einer der Faktoren für seinen großen Erfolg?

Sicher, das ist einer der Schlüssel zum Erfolg. Marc liebt Motorräder. Und er liebt sein Leben. Nun ist das auch sein Beruf. Das ist sicher ein wichtiger Faktor. Doch noch bedeutender ist einfach sein natürliches Talent gepaart mit seiner intensiven Arbeit auf der Strecke und vor allem zuhause beim Training. Seine Leistungen sind ein Resultat aller dieser Faktoren.

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Márquez-Manager Emilo Alzamora © Fitti Weisse Márquez-Manager Emilo Alzamora Mit 24 Jahren feierte Marc Márquez 2017 bereits seinen sechsten WM-Titel © Dorna Mit 24 Jahren feierte Marc Márquez 2017 bereits seinen sechsten WM-Titel
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