MotoGP

Streitlustig: Aleix Espargaró legt sich mit Simeon an

Von - 11.04.2018 17:00

Das Twitter-Wortgefecht mit Pramac-Oberhaupt Francesco Guidotti reichte Aleix Espargaró offenbar nicht. Der Aprilia-Pilot legte sich auch mit Avintia-Ducati-Pilot Xavier Simeon an, der sich in den Streit einmischte.

Es ist kein Geheimnis, dass der Belgier Xavier Simeon seinen MotoGP-Startplatz bei Reale Avintia Racing vor allem der dicken Sponsoren-Mitgift von 700.000 Euro zu verdanken hat, die er mitbrachte. Denn im vergangenen Jahr belegte er in der Moto2-WM mit der Kalex des Tasca-Teams den bescheidenen 23. WM-Rang. Und in den ersten beiden WM-Läufen der diesjährigen Saison kam er jeweils auf Position 21 und damit als Letzter ins Ziel.

Trotzdem hat er eine klare Meinung, wenn es um das vordere Ende der Ergebnisliste von Argentinien geht. Der 28-Jährige aus Brüssel ist nämlich überzeugt, dass Jack Miller das Rennen hätte gewinnen sollen. Und dies betonte er auch auf Twitter – allerdings als Antwort auf ein Streitgespräch zwischen Aleix Espargaró und Pramac-Teammanager Francesco Guidotti. Ein Fehler, wie er später selbst bemerken sollte.

Die beiden Italiener stritten sich über die Verteidigung des Teams von Schützling Danilo Petrucci. Aleix, der im Argentinien-GP mit dem Pramac-Ducati-Piloten aneinander geriet, forderte für diesen dieselbe Strafe wie für Marc Márquez. Und Guidotti ermahnte ihn recht schroff, sich sein letztjähriges Argentinien-Manöver gegen Andrea Dovizioso in Erinnerung zu rufen.

Mitten in diesen Schlagabtausch meldete sich Simeon zu Wort. Als Antwort auf Guidotti erklärte er: «Letztlich sind es immer dieselben, die sich beschweren. Und das nur, um das Medien-Interesse auf sich zu lenken und sich so einen Namen zu machen. Der Einzige, der sich heute beklagen darf, ist Jack, der das Rennen mit 30 Sekunden Vorsprung hätte gewinnen sollen.»

Die Antwort von Aleix Espargaró liess natürlich nicht lange auf sich warten. Der ältere der beiden katalanischen MotoGP-Brüder erklärte schnippisch: «Es dürfen sich ganz viele über so einiges beschweren. Zum Beispiel über die Tatsache, dass gewisse Fahrer ihren MotoGP-Startplatz erkaufen, während viele gute Piloten zuhause sitzen.»

«Du hast doch komplett die Kontrolle verloren», wetterte Simeon daraufhin. «Was genau hast du denn gewonnen, um deinen Platz in der MotoGP zu verdienen? Vor deinem WM-Aufstieg hast du doch gar nichts gerissen! Du bist auch nur einer von vielen, nur ein Opportunist.»

Und der Avintia-Ducati-Pilot legte nach: «Wir können so lange diskutieren, wie du willst, letztlich habe ich meine Ansichten, genauso wie du deine. Am Ende bekommt jeder seine Chance von jemandem, genauso wie ich sie nun bekommen habe. In dieser Situation sind viele MotoGP-Piloten, also hör jetzt auf!»

Der Spanier blockierte den MotoGP-Rookie daraufhin, was dieser mit folgenden Worten quittierte: «Letztlich hab ich nur gesagt, dass Jack das Rennen hätte gewinnen sollen. Vielleicht war es ein Fehler, dass ich das als Antwort an Aleix und Guidotti geschrieben habe, denn alles, was er will, ist Teil solcher Polemiken zu sein. Ohne solche Aussagen würde nach dem Rennen doch keiner über ihn reden. Und für jemanden, der so gerne seine Meinung sagt, hört er sich die Meinung der Anderen nicht sehr gerne an.»

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