MotoGP

Cal Crutchlow: «Härtester Titelkampf aller Zeiten»

Von - 14.04.2018 18:02

Cal Crutchlow bejubelte in Argentinien seinen dritten MotoGP-Triumph und den 750. GP-Sieg für Hersteller Honda. Nun sprach der WM-Leader über die Stärken der Honda und den Titelkampf 2018.

Der Sieg in Argentinien und die Führung im MotoGP-Gesamtklassement nach zwei Rennen. Cal Crutchlow und das LCR-Honda-Team hätten kaum besser in die MotoGP-Saison 2018 starten können. Mit 38 Punkten und drei Zählern Vorsprung auf Andrea Dovizioso hat Crutchlow vor dem Austin-GP die WM-Führung inne. Mit «motogp.com» sprach er nun über die Stärken der Honda und den Titelkampf 2018.

Die größte Verbesserung der RC213V für 2018 war der Motor?

Es ist für Hersteller, die keine Zugeständnisse erhalten schwieriger, weil die Motorenentwicklung vor dem Saisonstart eingefroren wird. Die Motoren können dann nicht mehr modifiziert werden [anders als bei KTM, Suzuki oder Aprilia]. Man muss also die richtigen Prioritäten setzen. Das Gefühl, das die Maschine vermittelt, ist ähnlich geblieben, aber wir haben mehr Power. Das ist aber nicht immer eine Lösung, denn du musst die Power mit der Elektronik und dem rechten Handgelenk kontrollieren können. Doch lieber reduziert man überschüssige Power, als zu wenig zur Verfügung zu haben.

Ein LCR-Honda-Fahrer siegte in Argentinien, eine Tech3-Yamaha und eine Pramac-Ducati standen in Katar und Argentinien auf der Pole. Kann ein Pilot aus einem Kundenteam den WM-Titel holen?

Das ist eine schwierige Frage. Wenn ich aber nicht glauben würde, dass ich und das Team das schaffen können, dann gäbe es keinen Grund anzutreten. Es ist aber sehr, sehr schwierig und die Wahrscheinlichkeit ist gering. Die Werke haben viel mehr Ressourcen, darum müsste ein Kundenteam schon etwas sehr Besonderes vollbringen, um das zu schaffen. Da ich einen direkten Vertrag mit dem Werk habe, ist meine Unterstützung durch Honda hervorragend. Doch es gibt noch viele Rennen zu gewinnen.

Ein Kundenteam hat etwa 30 Mitglieder, ein Werksteam 90. Wir müssen abwarten, bis die Hersteller bei den Europarennen anfangen, die Werksteams mit neuem Material zu beliefern. Dann kann sich die Lücke vergrößern. Ich bin mit meinem Paket happy und auch konkurrenzfähig damit. Zudem bin ich zuversichtlich, dass ich noch stärker werden kann.

Ich weiß, dass die Dorna und Carmelo Ezpeleta einen hervorragenden Job gemacht haben, um eine Serie zu schaffen, in der auch Fahrer aus Kundenteams eine große Chance haben, konkurrenzfähig zu sein. Ich glaube, dass die MotoGP-WM im Moment der beste Sport der Welt ist. Die Show ist in den Klassen Moto3, Moto2 und MotoGP sehr spannend.

Wird die Saison 2018 einen der härtesten Titelkämpfe der MotoGP-Geschichte mit sich bringen?

Ich weiß wie schwierig es ist, MotoGP-Rennen zu gewinnen. In Austin werde ich auch bald sehen, wie schwierig es ist, die Weltmeisterschaft anzuführen. Das habe ich seit 2009 in der Supersport-WM nicht mehr erlebt. Ich gebe mich keinen Illusionen darüber hin, wie kompliziert die Saison noch wird. Es ist die längste Saison der Geschichte und die Konkurrenz ist unglaublich stark. Auch wenn ich keinen guten Tag habe, muss ich noch viele Punkte holen, wenn ich mich beim Saisonfinale in Valencia noch immer in einer starken Position befinden möchte. Man muss auch Rückschläge hinnehmen und so ruhig wie möglich reagieren, denn dieser Titelkampf wird der härteste aller Zeiten. In dieser Saison haben in jedem Rennen zehn Fahrer die Chance auf einen Podestplatz.

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