MotoGP

Valentino Rossi (3.): «Rechne nicht mit dem WM-Titel»

Von - 03.06.2018 16:33

Valentino Rossi fuhr im siebten Saisonrennen in Mugello zum dritten Mal auf das Podest. In der WM liegt er nur 23 Punkte hinter den gestürzten Marc Márquez. «Aber wir müssen schneller werden und Siege holen», sagt er.

Nach dem dritten Platz hinter den beiden Werks-Ducati von Lorenzo und Dovizioso wurde Valentino Rossi in Mugello von den Emotionen überwältigt.

Denn mit 39 Jahren weiß er nicht, wie oft er noch beim Heim-GP auf dem Podest stehen wird.

Außerdem schaffte er beim siebten Rennen den dritten dritten Rang; er liegt in der WM jetzt 23 Punkte hinter Marc Márquez auf Platz 2.

Rossi ahnte schon nach der Bestzeit am Samstag, dass es bis zu acht Podestkandidaten geben werde. Aber die einmalige Atmosphäre in Talkessel von Mugello spornte den Haudegen zu neuen Höchstleistungen an.

«Wenn du in Mugello zehn Minuten auf dem Podest genießen kannst, entschädigt dich das für die ganze Arbeit und für alle Entbehrungen, die du während der Saison auf dich nimmst», seufzte der Movistar-Yamaha-Werkspilot. «Du muss viel trainieren, du musst dauernd reisen, viel fahren und testen. Es war bezaubernd, vor dieser riesigen Menge und vor den vielen Fans zu feiern. Ich hatte schon nach der Quali-Bestzeit ein fantastisches Gefühl, das war eins ehr emotioneller Moment. Und die Pole-Position war wichtig, ja fast ausschlaggebend für die gute Performance im Rennen. Zum Glück konnte ich ganz vorne losfahren, deshalb konnte ich an Jorge dranbleiben, der in den ersten Rennrunden immer extrem schnell ist. Aber ich habe schon am Samstag gewusst, dass wir zwar über eine Runde vielleicht überlegen sind, aber über die Renndistanz von 23 Runden vielleicht leiden werden. Denn leider mussten wir vorne mit dem harten Reifen fahren. Mit dieser Mischung hatte ich im Training nie ein gutes Gefühl. Am Ende ist es uns nicht gelungen, mit den weichen Reifen über die Distanz zu kommen, deshalb musste ich den harten Compound wählen.»

«Das war eines der schwierigsten und härtesten Rennen, an die ich mich in letzter Zeit erinnern kann», ergänzte Valentino. «Denn das Motorrad war wirklich schwer zu fahren, weil wir vorne so einen geringen Grip-Level hatten. Es gab im Rennen einen Moment, da war ich wirklich verzweifelt, ich war auf Platz 5 zurückgefallen. Da dachte ich, vielleicht liegt das Podest außer Reichweite. Aber ich hatte leichte Hoffnungen, denn Petrucci und Iannone hatten sich für den weichen Vorderreifen entschieden, deshalb rechnete ich mit Vorteilen in den letzten Runden. Ich habe dann am Schluss das Maximum herausgeholt.»

«Ich habe den Yamaha-Ingenieuren alles erklärt, was mich am Motorrad stört, wo wir Nachteile haben. Yamaha muss jetzt arbeiten. Aber es ist nie sicher, dass neue Teile Vorteile bringen. Aber die Saison dauert noch lange. Ich hoffe, dass wir bald noch konkurrenzfähiger werden. Heute war es ein strategisches Rennen. Ich sah die anderen Fahrer, ich hatte einen harten Vorderreifen, mit dem ich nicht am Limit fahren konnte. Ich konnte nur hoffen, dass die Gegner mit den weichen Vorderreifen am Schluss Mühe bekommen. Aber als mich Alex Rins überholte, begann ich mir Sorgen zu machen. Danilo Petrucci hat mir Kopfzerbrechen bereitet, denn er war 2017 hier sehr stark. Am Ende war Iannone mein großer Gegner. Ich habe viel riskiert, um ihn vom Podest fernzuhalten. Doch Iannone gibt ja nie auf, deshalb waren die letzten Runden sehr anstrengend. Am Schluss hat es für das Podest gereicht, das war mein Ziel. Ich bin happy.»

Ist der Titelkampf neu entbrannt? «Nein, nicht wirklich. Wenn ich den Titel gewinnen will, müssen wir schneller werden. Ich bin zwar nur 23 Punkte hinten, aber wenn wir die Weltmeisterschaft gewinnen wollen, müssen wir Rennen gewinnen. Das wissen wir, deshalb wird bei Yamaha unermüdlich an Verbessrungen gearbeitet», sagte Rossi. «Ich bin Zweiter ind er WM, das ist sehr positiv. Aber ich bin 2018 noch nie besser als Dritter gewesen. Ich möchte endlich um Siege kämpfen oder zumindest mal Zweiter werden. Wir haben die Balance der M1 verbessert, besonders in einer ‘hot lap» mit viel Grip. Aber im rennen leidenh wirm, besonders wenn der Griplevel zu wünschen übrig lässt. Ich hoffe, dass wir in der zweiten Saisonhälfte Rennen gewinnen können.»

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