MotoGP

Scott Redding: «Ich bin dumm wie Hundescheiße»

Von - 09.07.2018 16:15

Scott Redding wird 2019 voraussichtlich in der Superbike-WM fahren. Er sagt, er könne nichts anderes als Rennfahren. «Ich habe keine Schulausbildung.»

Der 25-jährige Engländer Scott Redding kam zwar bei der Dutch-TT in Assen unmittelbar hinter seinem Aprilia-Teamkollegen Aleix Espargaró als 14. ins Ziel.

Aber Redding muss nach dieser Saison trotzdem seinen Platz bei Aprilia räumen – für Andrea Iannone.

Redding weiß noch nicht, wo er nächstes Jahr fahren wird.
Eine Rückkehr in die Moto2-WM hat sich der 184 cm große Engländer aus den Kopf geschlagen. «Selbst wenn ich dort den Titel gewinne, werde ich keinen Platz mehr in der MotoGP-WM bekommen», ist er überzeugt.

Er kann MotoGP-Testfahrer bei Aprilia werden oder in die Superbike-WM wechseln.

Ein Vertrag für die Bennetts British Superbike Championship (BSB) kommt für ihn nicht in Frage.

Das sei ein zu großer Rückschritt, betonte der dreifache GP-Sieger. «Ich hatte ein Angebot aus der Britischen Superbike-Meisterschaft», gibt der aus Gloucestershire stammende Redding zu. «Aber im Moment ist alles offen, obwohl es in Assen weitere Gespräche gegeben hat.

«Ich bin 25 und so dumm wie Hundescheiße. Ich habe so gut wie keine Schulausbildung. Ich könnte also nicht einmal einen normalen Job annehmen, wenn ich das möchte», sagte Redding gegenüber Bikesportnews.com. «Ich bin zum Rennfahren geboren und ausgebildet worden. Das ist mein Problem. Ich kann hier nicht so einfach wegspazieren.»

«Ich habe von den meisten Dingen des Lebens keine Ahnung», räumt Scott mit erstaunlicher Offenheit ein. «So ist es nun mal. Ich bin mir dessen bewusst. Deshalb muss ich genau überlegen, was das Beste für meine Zukunft ist. Ich brauche etwas, was mich happy macht, was meine Zukunft ein bisschen absichert. Und am liebsten wäre mir, wenn ich weiter Rennen fahren könnte.»


Bei Aprilia hat Scott Redding im Frühjahr ein paar herbe Enttäuschungen erlebt – zum Beispiel am Freitag in Jerez, als er wegen Traktionsproblemen und heftig durchdrehendem Hinterrad über Platz 24 nicht hinauskam.
 Damals klagte er: «Ich verschwende meine Zeit. Ich riskiere mein Leben für nichts. Wenn ich über das Limit gehe, dreht das Hinterrad noch mehr durch, ich werde nicht schneller.»

Redding hat für die SBK Anfragen von Red Bull Honda und ein  weiterer Hersteller, erklärte sein Manager Michael Bartholemy in Assen.

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