MotoGP

Michelin: Auf dem Sachsenring asymmetrische Reifen

Von - 10.07.2018 07:49

MotoGP-Einheitsreifenlieferant bereitete sich umfassend auf das neunte Rennwochenende der Saison 2018 vor, denn der Sachsenring birgt als kürzeste Strecke im Kalender einige Herausforderungen.

Mit einer Länge von 3,671 Kilometern mit zehn Links-, aber nur drei Rechtskurven stellt der enge Sachsenring große Anforderungen an Fahrer, Teams und Reifenhersteller. Nach der Neuasphaltierung 2017 musste Michelin mit nur wenigen Daten auskommen, da ein MotoGP-Test wegen der Lärmschutzbestimmungen vor dem Rennwochenende nicht möglich war. Doch in diesem Jahr kann Michelin auf die Daten des Grand Prix von 2017 zurückgreifen.

Obwohl recht langsame Rundenzeiten gefahren werden, ist das Layout des Sachsenrings technisch anspruchsvoll. Es beinhaltet einige sehr schnelle und lange Linkskurven, in denen die Reifenflanke sehr stark beansprucht wird. Um dieser Belastung standzuhalten, sind die Michelin-Reifen für vorne und hinten asymmetrisch, also mit zwei unterschiedlichen Gummimischungen versehen. Die Reifen haben eine härtere linke Seite, um der höheren Beanspruchung auf dieser Reifenflanke zu trotzen. Die rechte Seite wird hingegen sehr weich sein, damit der Gummi schnell auf die nötige Temperatur kommt und den Fahrern den nötigen Grip durch die drei Rechtskurven gibt.

Neben den Mischungen weich, medium und hart, was die Slicks betrifft, stellt Michelin auch die «Power Rain Tyres» für den Fall von Regen zur Verfügung. Die Regenreifen sind für vorne und hinten in den Mischungen weich und medium verfügbar. Nur die Hinterreifen sind asymmetrisch und haben eine härtere linke Seite.

Piero Taramasso, Michelin Motorsport Two-Wheel Manager, erklärt: «Wir sind auf den Sachsenring-GP viel besser vorbereitet als 2017. Im letzten Jahr hatten wir vor dem Rennen keine Chance, den Asphalt zu testen, aber nun haben wir genug Daten, um die Reifen genau auf die Ansprüche dieser einzigartigen Strecke anzupassen. Sie führt gegen den Uhrzeigersinn, hat außerordentlich viele Linkskurven und sehr schnelle Kurven, was sie sehr anspruchsvoll macht. Die Piloten fahren sehr lange auf der linken Reifenflanke. Also hat die rechte Seite viel Temperatur verloren, wenn sie umlegen. Daher muss der Gummi rechts sehr schnell auf Temperatur kommen. Wir brauchen also einen Reifen, der sich auf den zwei Seiten sehr unterschiedlich verhält. Wir sind zuversichtlich, dass wir die richtige Mischung für alle Bedingungen haben.»

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