MotoGP

Stefan Bradl (Honda/21.): «Hab's noch nicht verlernt»

Von - 13.07.2018 15:52

Stefan Bradl zog sich beim überstürzten Einsatz auf der Marc VDS-Honda beim Heim-GP beachtlich aus der Affäre.

Seit 608 Tagen war Stefan Bradl, der 2017 für Red Bull Honda die Superbike-WM bestritt, nicht mit den MotoGP-Kollegen um die Wette gefahren.

Er hat seit Platz 13 auf dem Lausitzring (19./20. August 2017) kein Rennen mehr vollendet und seit Portugal (16.September) keines mehr bestritten.

Außerdem ist der Bayer in diesem Jahr seit zwei Monaten auf keiner Rennmaschine gesessen. Das zweite freie Training auf der Honda RC213V von Franco Morbidelli diente also in erster Linie dem Kennenlernen.

Immerhin fuhr Bradl nach 13 Minuten schon schneller als Tom Lüthi, der schon acht Grand Prix hinter sich hat.

Im letzten Run steigerte er sich auf 1:22,457 min, das brachte ihn auf Platz 21 – immerhin vor Abraham, Lüthi und den gestürzten Kallio und Siméon.

Am Samstag hat Bradl noch das FP3 und FP4 vor sich, ehe er im Qualifying 2 auf Zeitenjagd um die Startplätze gehen wird.

Übrigens: Auf Dani Pedrosa verlor Bradl nur 0,152 Sekunden.
Bradl strahlte, als er nach 15.15 Uhr die ersten Interviews gab, die Wettfahrt beim GP von Deutschland hatte ihm sichtlich Spaß gemacht.

«Ich wollte einfach Spaß haben, ich habe mich gar nicht auf die Zeiten fokussiert», schilderte der Honda-Pilot. «Es war echt ganz lustig draußen. Es war ein Hammersprung ins kalte Wasser… Es ist alles sehr schnell gegangen. Ich musste noch einige Formalitäten erledigen. Bei der IRTA, ich brauchte eine Lizenz, bei der Dorna, sie brauchten ein Foto für das TV-Insert… Es musste einiges gemacht werden bis zum FP2. Ich hatte knapp Zeit, ein paar Nudeln zu essen. Plötzlich waren nur noch fünf Minuten bis zum Trainingsstart... Dann also Ohrenstöpsel rein, Helm aufsetzen. Es war eine kuriose Aktion, aber ich bin happy. Und ich habe gesehen: Ich hab’s noch nicht verlernt. Das freut mich.»


Über das Rennen macht sich Bradl vorläufig keine Gedanken. «Keine Ahnung, wie ich die 30 Runden überstehen soll, ehrlich gesagt. Es strengt an, wenn du keine Routine hast, es fehlt mir die Konstanz. Ich muss enorm aufpassen, dass ich die Bremspunkte erwische. Das sind normal Automatismen, die im Hintergrund ablaufen, denen du nicht viel Aufmerksamkeit schenken musst. 
das ging jetzt alles sehr schnell, diese Hauruck-Aktion hat auch Energie gekostet. Aber wir müssen am Motorrad und am Set-up arbeiten, das ist das alte Thema. Wir haben jetzt fürs FP2 einfach was zusammengemischt, eine Kombination von dem, was ich mag und von dem, was das Team bisher verwendet hat. Jetzt schauen wir, was wir für Samstag verbessern können.»


Mit der 2017-Honda taten sich Morbidelli und Lüthi bisher schwer, Márquez stürzte in der Saison 2017 damit 27 Mal. 
Was empfindet Stefan? «Es ist kein einfaches Motorrad. Ich habe es jetzt selber bemerkt. Ich spüre Unterschiede zu dem Motorrad, das ich bis Ende 2014 gefahren habe. Aber was soll’s? Ich will das jetzt genießen und Spaß haben. Es ist ein tolles Gefühl, vor dem deutschen Publikum zu fahren. Es ist alles sehr verrückt, was da jetzt abläuft. Aber so ist es manchmal im Leben oder im Fahrerlager. Manchmal gibt es so verrückte Momente. Ich sauge das jetzt auf und genieße es. Wer weiß, was dann die Zukunft bringt. Ich nehme diesen Grand Prix als Training her, um meine Wildcard-Rennen in Brünn am 5. August vorzubereiten.»

Wie fühlt sich die Honda im Vergleich zu 2014 an? «Es ist noch eine Honda. Sie fühlt sich auch an wie eine Honda. Das heißt: Die Bremsstabilität ist gut, das Turning ist schlecht. Gewisse Sachen bleiben drin.»

Das Vertrauen zum Vorderrad lässt zu wünschen übrig? «Wir reden schion wieder viel zu viel im Detail. Es hat Spaß gemacht. Das ist das Wichtigste.»

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