MotoGP

Cal Crutchlow (Honda): «Der linke Arm stirbt fast ab»

Von - 13.07.2018 19:55

LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow wollte am Freitag, den 13., beim deutschen Grand Prix nichts riskieren. Und er wunderte sich über die fehlenden Stürze im Turn 11.

Cal Crutchlow kam am Freitag auf dem Sachsenring mit der LCR-Honda über den 19. Platz im ersten Training nicht hinaus. Im FP2 steigerte sich der Brite auf Platz 9, er verlor aber 0,655 Sekunden auf die Bestzeit von Jorge Lorenzo.

Cal, gab es heute irgendwelche Probleme?

Ich hatte einen schlechten Tag. So einfach ist das. Ich habe mich nicht großartig gefühlt, weder mit dem Bike noch mit dem Grip.

Aber wie gesagt: Es ist Freitag, der 13. 
Und ich riskiere an einem 13. Tag im Monat nichts. Ich bin an Freitagen, die auf den 13. fielen, noch nie schnell gewesen. Ich habe mich seit zwei Monaten mit diesem Tag beschäftigt.

Spaß beiseite: Es gibt keine Entschuldigungen.

Das Motorrad fühlt sich auch nicht gerade wunderbar an. Marc fährt ausgezeichnet, Takaaki Nakagami auch; aber Dani und ich scheinen Mühe mit dem Grip zu haben…


Ich hatte auch keine idealen Reifen. Am Vormittag hatte ich einen schlechten Medium. Am Nachmittag haben wir einen neuen reingesteckt, er war fantastisch. Dann nahm ich einen weichen – no grip.

Morgen ist ein neuer Tag! Am meisten Sorgen macht mir die Pace fürs Rennen.

Wie anspruchsvoll ist diese Piste in körperlicher Hinsicht?


Ich habe mich immer auf diese Rennstecke hier in Deutschland gefreut. Ich bin hier immer schnell gewesen. Ich habe hier Marc einmal fast besiegt. 2013 habe ich bei Tech3 weniger als eine Sekunde auf ihn verloren.


Aber wenn wir jetzt zum Nürburgring abwandern, wäre mir das auch recht, denn immerhin hätten wir dort so etwas wie eine Gerade.


Der Sachsenring ist eine Piste, die einmalig ist, wenn alles zusammenpasst. Aber die vielen Richtungswechsel machen die Angelegenheit schwierig. Du kämpfst von A bis Z mit dem Motorrad.

Dein linker Arm ermüdet hier sehr stark. Der linke Arm stirbt in den Kurven 4, 5, 6, 7 und 8 fast ab. In der Kurve 7 verharrst du fünf bis sechs Sekunden in derselben Position.

Heute gab es keine Stürze in der Kurve 11.


Fucking hell. Sag das nicht. Verschrei' es nicht.

Warum war das so? Weil es warmer war als üblich?

Die anderen Fahrer haben anscheinend auch die Daten angeschaut und gedacht: «Am besten sollen wir dort einfach durch.»
Ich weiß nicht, woran es lag. Die Reifen sind nämlich nicht besser, das ist sicher. Es ist wärmer, das stimmt. Und ich glaube, wir haben dort nicht so stark gepusht wie früher. 


Erinnert euch: Manchmal sind wir dort in der Früh gefahren und es hat nur 10 bis 15 Grad gehabt. Zumindest hatten wir heute etwas Sonne.

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