MotoGP

Casey Stoner: «Meine Schulter ist wieder okay»

Von - 05.09.2018 12:26

Casey Stoner hat bestätigt, dass die Operation an seiner linken Schulter keine entscheidende Rolle bei der Beantwortung der Frage spielen wird, ob er weiter als Ducati-MotoGP-Testfahrer agieren wird.

Seit dem Sepang-Test im Januar ist Casey Stoner nicht mehr auf der Ducati Desmosedici gesessen. Denn der zweifache MotoGP-Weltmeister legte sich im Februar unters Messer, weil seine Schulter seit dem Sturz bei der 2015er-Ausgabe des 8h-Rennens von Suzuka immer aus dem Gelenk zu springen drohte. Deshalb wurde der Australier am Gelenkband und Knorpel operiert, und der Genesungsprozess entwickelt sich wie erwartet.

Der Genesungsverlauf entwickelt sich wie erwartet. Die Verletzung und die daraus resultierende Zwangspause, die Stoner einlegen musste, dürfte demnach keine grosse Rolle bei der Entscheidung darüber spielen, ob der 45-fache GP-Sieger auch in Zukunft als Edeltestfahrer von Ducati tätig sein wird.

Die Ducati-Verantwortlichen hatten eine Weiterverpflichtung als Testpilot angesichts der Sorgen um die Kraft und Beweglichkeit von Stoners Schulter in Frage gestellt. Gegenüber SPEEDWEEK.com erklärte Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti: «Casey hat bei uns einen Drei-Jahres-Vertrag für 2016, 2017 und 2018 unterschrieben. Dieser Vertrag läuft am Jahresende aus. Über die Zukunft unterhalten wir uns im September.»

Stoner betont, dass die Schulter kein Thema bei den Überlegungen um seine Zukunft ist, da man bei Ducati die Notwendigkeit einer OP und die Dauer der Rekonvaleszenz kannte. «Meine Schulter hindert mich nicht daran, die Ducati zu testen. Der Zeitrahmen meiner Genesung ist wie erwartet und ich trainiere auch wieder und fahre auch auf meinem Motocross-Bike», erzählt der 32-Jährige, dessen zweiter Testeinsatz wie schon im Vorjahr für Oktober geplant ist.

Stoner bleibt der einzige MotoGP-Champion des Ducati-Teams, zu dem er nach fünf Honda-Jahren im 2016 zurückgekehrt ist, um die Desmosedici V4 zu verbessern. Der 23-fache Ducati-Sieger zählt zu den einflussreichsten Entwicklern jenes Bikes, das durch seine rohe Power und seine einzigartige Fahrweise auffällt. Das Kunststück, den WM-Titel zu erringen, konnte Ducati seit Stoners Triumph von 2007 nicht wiederholen.

«Ich kam zu Ducati zurück, um mit harter Arbeit einen weiteren Titelgewinn möglich zu machen. Ich bin nicht zurückgekommen, um einfach nur ein Aushängeschild für das Unternehmen zu sein», stellt der 176-fache GP-Pilot und heutige Markenbotschafter klar. «Es gibt nichts, was mich mehr erfüllen würde, als einen weiteren Titelgewinn mit Ducati bejubeln zu können. Aber ich habe das Gefühl, dass ich Ducati nicht weiter nach vorne bringen kann, denn sie scheinen die Daten und das Feedback, die ich ihnen gebe, nicht zu gebrauchen.»

«Ich habe nun schon seit einer Weile Änderungen vorgeschlagen, die sie offenbar ablehnen. Wenn sie meine Arbeit nicht nutzen, dann habe ich nicht das Gefühl, dass es sich lohnt, das Risiko eines Tests einzugehen, denn da muss man auch am Limit fahren, um die gewünschten Daten zu bekommen», verrät Stoner weiter.

Ducati-Renndirektor Gigi Dall’Igna bestätigte in Brünn, dass die grösste Schwäche der Desmosedici auch bald drei Jahre nach Stoners Rückkehr zu Ducati das Turning des Bikes in der Kurvenmitte ist. Denn bereits nach seinem ersten Test mit der Ducati im Januar 2016 hatte der MotoGP-Weltmeister von 2007 und 2011 diesen Bereich als die erste Problemzone des Bikes ausgemacht, die man in Angriff nehmen müsse. Andrea Dovizioso bestätigte dies immer wieder.

So kommt es, dass die elfjährige Durststrecke, die Ducati seit Stoners 2007er-Titel durchläuft, weiter andauert. Denn auch in diesem Jahr tun sich die Italiener gegen Marc Márquez und seine Honda RC213V schwer. Seit Ducati 2003 in die MotoGP eingestiegen ist, konnte keiner so viele Siege mit der roten Maschine feiern wie Casey. In 15 MotoGP-Jahren konnten fünf andere MotoGP-Stars zusammengezählt 21 MotoGP-Siege auf Ducati feiern. Stoner brauchte nur vier Jahre, um seine 23 Ducati-Triumphe in der höchsten MotoGP-Klasse einzufahren. Zum Vergleich: Dovizioso hat in fünfeinhalb Ducati-Jahren bisher neun MotoGP-Siege erzielt.

Die MotoGP-Sieger von Ducati:

Casey Stoner: 23
Andrea Dovizioso: 9
Loris Capirossi: 7
Jorge Lorenzo: 3
Andrea Iannone: 1
Troy Bayliss: 1

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

MotoGP

MotoGP 2019 Barcelona - Unterwegs mit Zarco, Espargaro und Marquez

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Mathias Brunner

Vettel, Ferrari, FIA: Formel 1 in der Zwangsjacke

​Die Formel 1 erstickt am eigenen Reglement: Es war klar, dass der Autoverband FIA die Fünfsekundenstrafe für Sebastian Vettel in Kanada nicht kippen würde. Die Regelhüter wären unglaubwürdig geworden.

» weiterlesen

 

tv programm

Motocross: FIM-Weltmeisterschaft

Mo. 24.06., 16:30, Eurosport 2


Motocross: FIM-Weltmeisterschaft

Mo. 24.06., 16:30, Eurosport 2


Motocross: FIM-Weltmeisterschaft

Mo. 24.06., 17:00, Eurosport 2


Motocross: FIM-Weltmeisterschaft

Mo. 24.06., 17:00, Eurosport 2


Formel 1: Großer Preis von Frankreich

Mo. 24.06., 18:30, Sky Sport HD


Formel 1: Großer Preis von Frankreich

Mo. 24.06., 18:30, Sky Sport 1


Motorsport

Mo. 24.06., 19:00, Eurosport


Servus Sport aktuell

Mo. 24.06., 19:15, ServusTV Österreich


Formula Drift Championship

Mo. 24.06., 19:35, Motorvision TV


Motorsport

Mo. 24.06., 19:45, Eurosport


Zum TV Programm
62