MotoGP

Marc Márquez: «Ich will mit Rossi Frieden schließen»

Von - 06.09.2018 13:38

Seit dem Sepang-Clash in der MotoGP-Saison 2015 haben sich Marc Márquez und Valentino Rossi nicht mehr viel zu sagen. WM-Leader Márquez erklärte nun, dass er gerne mit Rossi Frieden schließen würde.

2015 warf Valentino Rossi Marc Márquez vor, seinen spanischen Landsmann Jorge Lorenzo im Titelkampf zu unterstützen. Im MotoGP-Rennen in Sepang gerieten Rossi und Márquez dann auf der Strecke heftig aneinander. Rossi brachte Márquez zu Sturz und musste beim Saisonfinale in Valencia vom letzten Startplatz aus losfahren. Jorge Lorenzo krönte sich zum Weltmeister.

Seitdem entspannte sich das Verhältnis von Márquez und Rossi zumindest in den Augen der Öffentlichkeit wieder, denn nun sind wieder Handschläge zwischen den Stars zu sehen. Doch Rossi bleibt bei seiner Meinung, ihm sei der Titel 2015 von den Spaniern gestohlen worden. «Ich würde gerne Frieden mit ihm schließen, ich habe kein Problem mit Valentino», betonte Marc Márquez nun gegenüber dem TV-Sender «Sky Sport MotoGP». «Bis zum Argentinien-GP in diesem Jahr wurde es ruhiger, aber dann machte ich einen Fehler und Rossi hatte Pech. Ich habe versucht, mich zu entschuldigen.»

Márquez muss sich seit 2015 immer wieder mit Buhrufen und Pfeifkonzerten der Rossi-Fans abfinden. «Ob mich die Pfiffe stören, wenn ich auf dem Podest stehe? Nein, obwohl ich sie weniger mag als alles andere. Aber es ist wie beim Fußball. Ich unterstütze Barcelona, aber wenn Real Madrid gewinnt und besser gespielt hat, dann klatsche ich auch für die Gegner, welche die drei Punkte verdient haben.»

«Ich mag diese Pfiffe nicht, weil wir mit über 300 km/h auf der Rennstrecke unterwegs sind und jedes Mal unser Leben riskieren. Wenn du ein Fan bist, dann willst Überholmanöver sehen und achtest nicht auf die Farben der Bikes. Ich habe meine Fans immer um Respekt gegenüber allen Fahrer gebeten, denn nach einem Rennen folgt ein weiteres. Das Leben geht weiter. Es wäre schön, wenn wir alle wieder ein unbeschriebenes Blatt wären», betont Márquez.

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