MotoGP

Andrea Dovizioso: Die Teams sollten nicht entscheiden

Von - 16.09.2018 09:08

In Silverstone wurden nach einer Abstimmung der MotoGP-Hersteller beschlossen, das Rennen nicht auf Montag zu verschieben. Andrea Dovizioso sagt, das sollte besser die GP-Organisation entscheiden.

Unter den MotoGP-Piloten wird immer noch diskutiert, ob man in Silverstone den Grand Prix auf Montag verschieben hätte sollen. Immerhin wäre es zumindest in Großbritannien ein Feiertag («August Bank Holiday») gewesen. Und schließlich wurde auch 2009 der Katar-GP wegen eines Wolkenbruchs auf Montag verschoben, es handelte sich zufällig um den Oster-Montag. Der Unterschied: Damals hatte Reifen-Alleinausrüster Bridgestone nicht einmal Regenreifen in die Wüste mitgebracht.

Der aktuelle WM-Zweite und Misano-GP-Sieger Andrea Dovizioso schilderte jetzt, wie es zum Beschluss zur Absage in England kam. «Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta hat eine Umfrage unter den MotoGP-Fahrern gemacht», schilderte Dovi. «Meine Einstellung war: 'Ich treffe diese Entscheidung nicht, aber für mich ist es okay, wenn wir am Montag fahren.' Was mir nicht gefallen hat: Es gab eine Wahl, die Hersteller sollten abstimmen, ob man am Montag fahren soll oder nicht. Ich denke, das war keine faire Angelegenheit. Denn wenn du bei jedem Grand Prix den Teams die Entscheidung überlässt, dann wird immer egoistisch entschieden. Wenn das Werk durch die Absage einen Vorteil hat, kann es 'Ja' sagen. Wenn das Team durch die Verschiebung einen Vorteil hat, wird es für die Austragung am Montag stimmen. Das sollte so nicht passieren. Meiner Meinung nach sollte diese Frage die GP-Organisation entscheiden. Es ist einerseits nett, wenn Ezpeleta die Teams fragt, weil dadurch das gute Verhältnis zwischen der Dorna und den Teams abgebildet wird. Es kann heute offen über alles diskutiert werden. Das gefällt mir. Man kann die Meinung der Werke anhören. Aber man sollte ihnen nicht die Entscheidung überlassen.»

Ducati hatte das Training in England dominiert und wollte am Montag fahren. Es war trockenes Wetter angekündigt.

Honda-Star Marc Márquez profitierte als überlegender WM-Leader von der Absage – und Honda plädierte deshalb gegen eine Verschiebung. Denn die Absage brachte Márquez dem Titelgewinn einen Schritt näher. Die Gegner hatten ein Rennen weniger, um den Rückstand aufzuholen. Rossi lag vor (und nach) dem Britischen Grand Prix 54 Punkte zurück.

Aber auch das Yamaha-Werk hatte gegen einen Grand Prix am Montag plädiert. Aus eigennützigen Gründen. Denn die Yamaha-Piloten Viñales und Rossi lagen nach dem Quali nur auf den Rängen 11 und 12. KTM schloss sich der Mehrheit an, und auch Suzuki und Aprilia votierten gegen einen Montag-Event.

«In Zukunft sollten in solchen Fällen nicht mehr die Werke oder Teams entscheiden, sondern die Organisation», sagt Ducati-Werkspilot Dovizioso.

Das heißt: Dorna und die Race-Direction nach Beratung mit den MotoGP-Fahrern in der Safety Commission.

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